Hunderttausende protestieren weltweit
Mit friedlichen Demonstrationen haben sich Menschen weltweit gegen die Irak-Politik der USA gewandt. Allein in Washington gingen bis zu 100.000 Menschen auf die Straße.
Washington/Berlin - Demonstrationen wurden aus vielen Städten Europas, Mittelamerikas, Asiens und den USA gemeldet. An der größten Kundgebung in Washington beteiligten sich nach offiziellen Angaben rund 75.000 Menschen. Der Friedensmarsch führte vom Denkmal an den Vietnamkrieg zum Weißen Haus und zurück. Nach Angaben der Veranstalter waren es rund 100.000 Demonstranten.
In Deutschland nahmen mehr als 10.000 Menschen an Kundgebungen und Mahnwachen in rund 90 Städten teil. Zu den prominenten Teilnehmern der Kundgebung in Washington gehörten auch der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson und Hollywoodstar Susan Sarandon. "Ein Krieg im Irak ist hässlich und unnötig. Der größte Teil der Welt sagt 'Nein'", sagte Jackson. Die Irak-Politik von Präsident Bush nannte er "Diplomatie der ersten Kugel".
Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie "Krieg ist Terror" oder "Ein Regimewechsel beginnt zu Hause". Die Organisatoren sprachen von der größten Friedensdemonstration in den USA seit dem Vietnamkrieg. Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration friedlich. US-Präsident George W. Bush hielt sich während der Kundgebung nicht in Washington auf.
Demonstrationen gab es am Samstag unter anderem auch in San Francisco, Mexiko-Stadt, Seoul und Tokio. In Europa wurden Kundgebungen aus Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm und Rom gemeldet.
In Berlin gingen nach Polizeiangaben rund 8.000 Menschen auf die Straße, in Hamburg, München und Frankfurt am Main jeweils 2000, in Stuttgart etwa 900. Die zentrale Koordinierungsstelle der Veranstalter in Frankfurt bezifferte die Teilnehmerzahlen teilweise erheblich höher.
Auf der Berliner Kundgebung sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, ein Krieg gegen den Irak sei völkerrechtswidrig. In ihren Aufrufen zur Demonstration hatten die deutschen Friedensinitiativen gefordert, die Bundesregierung müsse sich mit Taten gegen den Krieg engagieren. Deutschland solle seine Soldaten, Spürpanzer und Kriegsschiffe aus der Golfregion abziehen. Die Bundeswehr dürfe die USA und Großbritannien auch nicht indirekt unterstützen, indem sie deren Truppen an anderen Orten wie Afghanistan oder dem Balkan entlaste.

bye peet
Mit friedlichen Demonstrationen haben sich Menschen weltweit gegen die Irak-Politik der USA gewandt. Allein in Washington gingen bis zu 100.000 Menschen auf die Straße.
Washington/Berlin - Demonstrationen wurden aus vielen Städten Europas, Mittelamerikas, Asiens und den USA gemeldet. An der größten Kundgebung in Washington beteiligten sich nach offiziellen Angaben rund 75.000 Menschen. Der Friedensmarsch führte vom Denkmal an den Vietnamkrieg zum Weißen Haus und zurück. Nach Angaben der Veranstalter waren es rund 100.000 Demonstranten.
In Deutschland nahmen mehr als 10.000 Menschen an Kundgebungen und Mahnwachen in rund 90 Städten teil. Zu den prominenten Teilnehmern der Kundgebung in Washington gehörten auch der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson und Hollywoodstar Susan Sarandon. "Ein Krieg im Irak ist hässlich und unnötig. Der größte Teil der Welt sagt 'Nein'", sagte Jackson. Die Irak-Politik von Präsident Bush nannte er "Diplomatie der ersten Kugel".
Die Demonstranten trugen Transparente mit Aufschriften wie "Krieg ist Terror" oder "Ein Regimewechsel beginnt zu Hause". Die Organisatoren sprachen von der größten Friedensdemonstration in den USA seit dem Vietnamkrieg. Nach Angaben der Polizei verlief die Demonstration friedlich. US-Präsident George W. Bush hielt sich während der Kundgebung nicht in Washington auf.
Demonstrationen gab es am Samstag unter anderem auch in San Francisco, Mexiko-Stadt, Seoul und Tokio. In Europa wurden Kundgebungen aus Amsterdam, Kopenhagen, Stockholm und Rom gemeldet.
In Berlin gingen nach Polizeiangaben rund 8.000 Menschen auf die Straße, in Hamburg, München und Frankfurt am Main jeweils 2000, in Stuttgart etwa 900. Die zentrale Koordinierungsstelle der Veranstalter in Frankfurt bezifferte die Teilnehmerzahlen teilweise erheblich höher.
Auf der Berliner Kundgebung sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele, ein Krieg gegen den Irak sei völkerrechtswidrig. In ihren Aufrufen zur Demonstration hatten die deutschen Friedensinitiativen gefordert, die Bundesregierung müsse sich mit Taten gegen den Krieg engagieren. Deutschland solle seine Soldaten, Spürpanzer und Kriegsschiffe aus der Golfregion abziehen. Die Bundeswehr dürfe die USA und Großbritannien auch nicht indirekt unterstützen, indem sie deren Truppen an anderen Orten wie Afghanistan oder dem Balkan entlaste.

bye peet