Glauben tut ja bekanntlich der Pfarrer in der Kirche oder wie heißt es auch noch so schön "Glauben heißt bekanntlich nichts zu wissen" und genau dies tust du. Du glaubst Ahnung von Aktien zu haben, beweißt aber gerade schön das Gegenteil. Als (Alt)Aktionär kannst du bei Kapitalerhöhungen ein Bezugsrecht eingeräumt bekommen, musst es aber nicht, denn es kommt auf die Bedingung der Kapitalerhöhung an. So hat z. b. Tesla seine zahlreichen Kapitalerhöhungen der letzten 1 bis 2 Jahre direkt über die Börse platziert, sprich, Tesla hat die neuen Aktien direkt an der Börse im normalen Handel verkauft ohne vorheriges umständliches Bezugsrechteverfahren.
Dann gibt es auch noch den neuen Trend, wie es z. B. Infineon im Rahmen zur Finanzierung der Cypress Übernahme gehandhabt hat, dass Kapitalerhöhungen nur einem gewissen Kreis von Institutionellen angeboten wird, da dies in der Regel viel viel schneller geht als das zeitlich sehr umständliche Bezugsrechteverfahren. Bei Infineon ging das damals mehr oder weniger über Nacht.
Und diese Liste mit Firmen liese sich noch ewig so fortsetzen.
Somit ist deine Aussage, dass du als Altaktionär bei Kapitalerhöhungen ein Bezugsrecht hast, definitiv falsch, genau so wie die Aussage, dasss du als Aktionär Miteigentümer an den Substanzwerten von Gazprom, sprich am Ölfeld im Ural, bist. Als Aktionär hast du lediglich einen gewissen Anteil am Unternehmen, mehr aber auch nicht. Sollte Gazprom sich z. B. entscheiden, das Ölfeld im Ural zu verkaufen, dann kannst du dagegen nichts machen, weil du eben nicht Miteigentümer an diesem Ölfeld bist. Genau so kannst du als Aktionär z. B. durch einen Squeeze Out auch aus dem Unternehmen gedrängt werden und sofern du kein 25%-iger Anteilseigner am Unternehmen bist, hast du genau 0 Mitsprachrecht. Mit ADRs noch viel weniger. Deswegen bestimmen ja die Institutionellen in der Regel auch über die Kleinanleger.
Und wenn du tatsächlich mal studiert haben solltest, dann solltest du wissen, dass die oberflächlich angekratzte Theorie im Studium selten mit der Praxis in der Realität übereinstimmt, ganz besonders in den heutigen Zeiten. Dafür sind die Zeiten inzwischen viel zu schnelllebig. Die Theorie die einem im Studium vermittelt wird, ist veraltetes Wissen. Pure Theorie und null echte Praxis. 3 mal darfst du raten, wieso es diese zwei gegensätzliche Begriffe gibt?
Und als Student weißt du noch nicht einmal wie irgendwelche Bewertungsverfahren heißen? Denn auch hier glaubst du nur wieder. Bei dir liest man immer nur "ich glaube, ich glaube, ich glaube". Von deiner Grammatik will ich als (ehemaliger) Student auch gar nicht erst Reden. Satzzeichen und Rechtschreibung scheinen dir im Studium auch nicht vermittel worden zu sein?
Und ein Imageproblem ist wohl in der Tat derzeit das geringere Problem von Gazprom, sondern eher das Vertrauen der Kunden in diese Firma. Denn solange der Kriegsverbrecher im Kreml sitzt, solange weiß niemand, ob Gazprom nicht doch eines Tages mal den Gashahn zudreht, nur weil von dem Spinner sein Lieblings Eishockey Team nicht gewinnt. Vertrauen zu verlieren geht innerhalb kürzester Zeit, dieses wieder aufzubauen, kann manchmal Jahrzehnte dauern.
Ich finde es schon irgendwie amüsant, wie sich hier die Situation in den letzten knapp 2 Wochen von den Gazprom Aktionären blauäugig und ohne Hintergrundwissen schön geredet wird. Aber wie heißt es nicht auch so schön? Karma is a Bitch!
Im Übrigen gibt es so tolle Aktien mit deutlich höherem Potential als Gazprom, da muss man nicht versuchen sich mit Blutaktien das Leben zu versüßen. Wer dies muss, hat schlichtweg keine Ahnung von Börse und wird an dieser früher oder später scheitern. Einige Gazprom Aktionäre nun wohl früher als später.
Eigentlich sollte man als Mensch eine Seele und ein Gewissen haben, welches manche wohl in ihrer unendlichen Gier verkauft zu haben scheinen.