Altersrente ist ein demographisches. Dieses Problem lässt sich weder durch die Zwangsmitgliedschaft aller Bürger, also zum Beispiel die Abschaffung der privaten Renten- und Krankenversicherungen, noch durch eine gesetzliche Aktienrente lösen.
So abhängig gesetzliche Sozialsysteme von nachrückenden, jungen Beitragszahlern sind, so abhängig sind Märkte, auch Immobilien- und Aktienmärkte, von einer junge, neuen Käuferschaft!
Wie wahr diese simple Tatsache ist, wird meine Generation der heute über 60-jährigen schon sehr bald merken bzw. merkt es bereits: die als "Altersvorsorge" mühsam zusammengesparten Immobilien werden nicht einmal ansatzweise die Verkaufserlöse erzielen, die man sich über Jahrzehnte hinweg erträumt hat. Weil schlicht die Käufer fehlen!
Die derzeitige, inflationsgetriebene Preisentwicklung täuscht einen ständig wachsenden Bedarf an Immobilien, Aktien und anderen Assets vor. Dies aber ist purer Unsinn!
Ein Haus, das niemand kaufen will, weil niemand da ist, der es kaufen kann, ist schlicht nichts wert.
Das Gleiche trifft für eine Aktie oder für Gold zu.
Angesichts der nicht nur massiv zunehmenden demographischen Probleme, sondern auch angesichts der Zunahme prekärer Lebensverhältnisse, muß sich der Aktionär von heute die Frage stellen, wer ihm eigentlich seine gut gefüllten Depots eines Tages abkaufen soll? Wer in diesem Forum hat denn noch zwei oder drei Kinder, wie sie für einen funktionierenden "Generationenvertrag" nunmal unverzichtbar sind?
Das Fazit dieser Überlegungen ist so einfach wie beklemmend: Nicht Aktien kaufen Aktien, und nicht Häuser kaufen Häuser, so wie Autos keine Autos kaufen. Menschen mit einer guten Ausbildung und einem guten Einkommen tun das. Und die, die werden in einer wohlstandsverblödeten Gesellschaft immer weniger.
Lasst uns deshalb die Illusion vom reichen Gazprom-Aktionär noch eine Weile genießen.
Auch das geht vorbei.