Mir macht der Rubelkurs keine Sorgen.
Wenn ich mir die Verschuldung der westlichen Länder ansehe und die derzeitigen Schuldenexzesse, dann glaube ich mittelfristig eher an den Rubel als an den EUR oder den USD.
Aber das ist ohnehin egal: denn Gazprom fakturiert das Gas in USD. Gleichzeitig hat Gazprom Aufwände aber nur in RUB zu tragen. Wenn der Rubel fällt, dann wird die Gewinnmarge fürs Gas größer, denn die Gehälter und sonstigen Kosten fallen immer in RUB an, während der RUB-Verkaufserlös fürs Gas steigt. Der Nachteil ist aber, dass in der Bilanz Aufwertungsverluste für die USD-Anleihen enstehen, wie zB in den ersten Quartalen 2020 (die aber langfristig wiederum durch die Fakturierung in USD gehedged sind).
Ich sehe daher nicht unbedingt einen Nachteil, wenn der Rubel nicht allzu stark ist.
Die Aufwertungsverluste für die USD-Anleihen sind eine rein rechnerische Größe und ein Einmaleffekt, sie fallen operativ nicht ins Gewicht.
Daher: Was der RUB macht, ist mir eigentlich wurscht.