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02.06.03 08:54

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30. Mai 2003 Die wichtigsten Wirtschafts- und Unternehmenstermine des Tages

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Der Marktüberblick

Dax über 3.000 Punkten erwartet

02. Juni 2003 Trotz aller Berichte über Deflation interpretieren immer mehr Anleger sowohl Unternehmens- als auch Konjunkturdaten optimistisch. Die Zustimmung der SPD zur „Reformagenda“ wird ebenfalls positiv betrachtet, auch wenn angesichts der Erfahrungen fraglich ist, in wie weit sie tatsächlich umgesetzt werden kann. Klar ist auch, daß die angekündigten Maßnahmen bei weitem nicht weit genug gehen. Aber das Motto dürfte zunächst einmal lauten: Hauptsache es bewegt sich einmal etwas und dabei wenigstens vom Grundsatz her in die richtige Richtung.

Vor allem Technologiewerte scheinen ein zunehmend stärkeres Eigenleben zu entwickeln und sind gefragt. Anleger dürften dazu neigen, sich nicht gegen den Markt zu stellen und diese Trends zu spielen bis sie brechen. Dabei dürfte es allerdings ratsam sein, immer am Ball zu bleiben und sich gegen Rückschläge abzusichern.

Einer vorbörslichen Umfrage unter neun Marktteilnehmern zufolge sollte der Dax um 20.00 Uhr bei 3.025 Punkten liegen nach 2.983 Zählern zum Handelsschluss am Freitag. Die Prognosen liegen in einer Spanne zwischen 3.000 und 3.060 Punkten. Im vorbörslichen Handel liegt der Dax mit einem Plus von etwas mehr als einem Prozent bei 3.020 Zählern.

Rentenmarkt von der Börsenstimmung abhängig

Der Rentenmarkt zehrt grundsätzlich von den disinflationären, wenn nicht gar deflationären Entwicklungen im internationalen Wirtschaftsgeschen. Das sorgt grundsätzlich für ein starkes Fundament. Kurszfristig dürfte allerdings die Stimmung immer wieder von der Entwicklung an den Börsen beeinflusst werden. Bleibt dort die Stimmung positiv, dürfte es immer wieder zu Umschichtungen vom Renten- in den Aktienmakrt kommen und damit zu entsprechenden Kursverlusten. Das zeigt sich am Montag, denn der Bund-Future verliert im fürhen Handel 27 Stellen auf 117,74 Prozent.

Dollar zeigt sich fester

Der Dollar tendiert am Montag fester. Händler verwiesen auf Berichte, die im französischen Evian versammelten Staats- und Regierungschefs der acht großen Industrienationen wollten sich am Montag bei ihren Beratungen auch mit der jüngsten Dollarkurs-Schwäche befassen. Im frühen Handel liegt der Greenback bei 1,1722 Dollar nach Kursen von 1,1782/88 Dollar im späten New Yorker Handel am Freitag. Gegen den Yen liegt der Dollar bei 119,08 Yen nach einem New Yorker Niveau von 119,21/29 Yen. Starker Widerstand werde bei der Marke von 120 Yen gesehen, sagten Händler zum möglichen Aufwärtspotenzial der US-Devise. Hiroyuki Watanabe von der Shinsei Bank sagte, der Dollar profitiere von den G-8-Beratungen. US-Präsident George W. Bush hatte in Interviews während seiner Europa-Reise versichert, dass die USA eine Politik des starken Dollar verfolgten.

Tokioter Börse fest - Nikkei über 8.500 Punkten

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Montag fest tendiert. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index übersprang erstmals seit drei Monaten wieder die Marke von 8.500 Punkten. Händler verwiesen auf die vom Markt positiv aufgenommenen Konjunkturdaten aus den USA, die bereits der Wall Street zu Kursgewinnen verholfen hätten. Der Nikkei-Index ging mit einem Plus von 1,46 Prozent bei 8.547,17 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix Index verbesserte sich um 1,06 Prozent auf 846,55 Zähler. Zu den Gewinnern zählten Sharp, die um über fünf Prozent zulegten. Der Bankkonzern Resona legten um 4,62 Prozent zu, nachdem das Institut die beantragte Staatshilfen mit 1,96 Billionen Yen beziffert hat. Die inländischen Konjunkturaussichten blieben allerdings gedrückt. Ein vor Börsenbeginn veröffentlichter Konjunkturindex der Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe sank im Mai mit 49,0 Punkte wieder unter die Marke von 50. Erst Werte über 50 deuten auf eine konjunkturelle Besserung hin.

Aktien Hongkong am Mittag fest

Mit einer festen Tendenz zeigen sich die Kurse am Montagmittag (Ortszeit) in Hongkong. Bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte gewinnt der Hang-Seng-Index (HSI) 1,3 Prozent oder 119 Punkte auf 9.607 Punkte. Die Kursaufschläge von Wall Street inspirierten zu Käufen, sagt ein Händler. Exportwerte zeigen sich stark, so legen Esprit um 6,4 Prozent zu, Johnson um 4,9 Prozent und Li & Fung um 3,6 Prozent. Versorger tendieren Marktbeobachtern zufolge unterdurchschnittlich, da Investoren sich risikoreicheren Papieren zuwenden. CLP steigen um nur 0,3 Prozent. HK Electric sind mit minus 0,3 Prozent die einzigen Verlierer im HSI.

Nachbörsliche Kursbewegungen in Amerika

Leicht freundlicher präsentierten sich die Kurse am Freitag im nachbörslichen Handel am amerikanischen Aktienmarkt. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator notierte am Ende bei 1.198,52 Punkten, was einem marginalen Plus von 0,05 Prozent entspricht.

Bei den Einzelwerten zeigten sich die Aktien von Cisco, Flextronics, Intel und Micorosoft besonders aktiv. Cisco, Intel und Microsoft zeigten leichte Kursgewinne, während es bei Felxtronics zu leichten Kursverlusten kam.

Millennium Pharmaceuticals haben 1,2 Prozent auf 15,74 Dollar gewonnen. Abbott Laboratories hatte zuvor mitgeteil, den Anteil an Millennium auf 4,9 Prozent reduziert zu haben. Am 15. Mai hatte Abbott Laboratories noch eine Beteiligung von 5,22 Prozent an dem Unternehmen berichtet. Abbott habe zwischen dem 21. Mai und dem 28. Mai 705.000 Millennium-Aktien auf dem freien Markt zum Preis von 13,50 bis 15,48 Dollar je Aktie verkauft, hieß es in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC. State Auto Financial legten nach der Schlussglocke zeitweise um rund acht Prozent zu, nachdem sie bereits im regulären Handel ein Kursplus von 19 Prozent gesehen hatten. Der Finanzchef des Versicherungskonzerns hatte gesagt, er sehe keinen Nutzen in einem Übernahmeangebot eines Investors zum Preis von 27,50 Dollar je Aktie. Greg Shepard, der einen Anteil von fünf Prozent an dem Unternehmen hält, hatte zuvor bei der SEC einen Antrag zum Kauf von State Auto eingereicht.

Wall Street schloss am Freitag fest

Im Rückenwind eines besser als erwartet ausgefallenen Chicago-Einkaufsmanagerindex haben die US-Börsen am Freitagmittag fest geschlossen. Nach der Verschnaufpause am Vortag hätten die Aktienkurse auf ihrem jüngsten Momentum wieder aufgebaut, sagte ein Händler. Als sehr positives Zeichen wertete der Beobachter, dass der Einkaufsmanagerindex den Dow Jones habe über die wichtige Widerstandsmarke bei 8.800 Punkten klettern lassen. Der Index stieg um 1,6 Prozent oder 139 Punkte auf 8.850 Zähler. Der S&P-500-Index legte um 1,5 Prozent oder 14 Zähler auf 964 zu. Der Nasdaq-Composite erhöhte sich um 1,3 Prozent oder 21 Punkte auf 1.596.

Der Andrang auf die Aktien habe gegonnen, nachdem die Anleger den positiven Einkaufsmanger verdaut gehabt hätten, erklärte ein Beobachter. Nun habe die Hoffnung auf eine Wirtschaftserholung langsam Oberhand gewonnen. “Die Daten weisen weiter auf eine Wirtschaftserholung hin, und die Anleger glauben nun, dass die Erstquartslgewinne der Unternehmen wohl keine falsche Entwicklung dargestellt haben“, fügte Steve Massocca von Pacific Growth Equities hinzu.

Bei den Bankenwerten gewannen J.P. Morgan Chase 1,8 Prozent auf 32,86 Dollar, American Express sahen ein Kursplus von 1,5 Prozent auf 41,66 Dollar, und Citigroup zeigten sich mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent auf 41,02 Dollar. Die Citigroup sieht nach Aussagen ihres Präsidenten Bob Willumstad gute Wachstumschancen im Ausland. Ab 2004 könnte der außerhalb der USA erwirtschaftete Gewinn ungefähr um 20 Prozent pro Jahr organisch wachsen, sagte er im Verlauf einer Investorenkonferenz. Die Analysten von US Bancorp haben die Citigroup-Aktie auf “Outperform“ von “Strong Buy“ gesenkt. Die Analysten nannten zur Begründung die gute Entwicklung der Aktie, denn sie habe vom Tief am 9. Oktober 2002 rund 52 Prozent zugelegt.

Im Blick der Investoren standen auch Microsoft und AOL Time Warner, nachdem die beiden Unternehmen ihren Streit um den Internet-Browser Netscape überraschend beigelegt und zugleich eine Kooperation bei digitalen Medien angekündigt hatten. Microsoft verbesserten sich um 0,9 Prozent auf 24,61 Dollar und AOL legten um 2,5 Prozent auf 15,22 Dollar zu. Gefragt waren desweiteren Hewlett-Packard, die Aktie erhöhte sich um 2,3 Prozent auf 19,50 Dollar. Home Depot legten um 2,9 Prozent auf 32,49 Dollar zu, und Johnson & Johnson verbesserten sich um 1,8 Prozent auf 54,35 Dollar. Die einzigen Verlierer im Dow waren Wal-Mart und Intel. Wal-Mart gaben 0,4 Prozent auf 52,61 Dollar ab, und Intel büßten 0,1 Prozent auf 20,82 Dollar ein.

Schering-Plough verloren 2,4 Prozent auf 18,45 Dollar. Ein Teilnehmer verwies zur Begründung auf die Nachrichten um den Pharmakonzern. So sollen die vor einigen Monaten eingeleiteten Ermittlungen offensichtlich ausgeweitet worden sein. Aus Branchenkreisen hieß es, dem Konzern drohe nun eine Anklage wegen illegaler Marketing- und Preispraktiken. Das Unternehmen teilte am gleichen Tag selbst mit, die Ermittlungen konzentrierten sich nun auf den Verkauf von möglicherweise falsch indizierten oder nicht zugelassenen Medikamenten. An Nasdaq kletterten Novellus Systems um 7,7 Prozent auf 34,67 Dollar. Das Unternehmen hat seine Prognose für das zweite Quartal bestätigt. Novellus stellt Geräte zur Herstellung von Elektronik-Chips her.

US-Anleihen schlossen am Freitag etwas leichter

Die Kurse der US-Anleihen haben ihre Verluste im späten New Yorker Handel am Freitag eingedämmt, und mit einer etwas leichteren Tendenz geschlossen. Die zehnjährigen Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent verloren 3/32 auf 102-8/32. Die Rendite sieg leicht von 3,343 auf 3,357 Prozent. Die mit 5,375 Prozent verzinste 30-jährige Treasury ermäßigte sich um 12/32 auf 116-2/32 und rentierte mit 4,369 Prozent, nach 4,350 Prozent am Donnerstag. Der besser als erwartete Einkaufsmanager für die Wirtschaftsaktivität im Verarbeitenden Gewerbe in der Region Chicago hatte zuvor die Kurse der US-Anleihen auf Talfahrt geschickt. Die Daten hätten die Aktienmärkte beflügelt, was viele Anleger zur Umschichtung aus Anleihen in Aktien veranlasst habe, erklärte ein Händler.

Portfolio-Anpassungen vor dem Monatsende hätten die Treasuries dann aber gestützt. Die übrigen am Berichtstag vorgelegten Daten galten nach Aussage von Analysten als weniger relevant für den Anleihemarkt. Die zweite Umfrage des Index der Uni Michigan für die US-Verbraucherstimmung hatte die Erwartungen verfehlt. Sie ergab für Mai einen Stand von 92,1. Prognostiziert war ein Stand von 92,6. Auch die April-Daten zu den persönlichen Einkommen und Ausgaben in den USA boten kein einheitliches Bild. Die Ausgaben waren im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent gefallen, während Volkswirte hier einen Anstieg um 0,1 Prozent erwartet hatten. Die Einkommen waren erwartungsgemäß auf dem Niveau des Vormonats geblieben.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.


Medienschau
 
02. Juni 2003 Unternehmensnachrichten

Münchener Rück wegen Abschreibungen erneut mit Quartalsverlust

Wegen hoher Abschreibungen auf kursschwache Wertpapiere hat die Münchener Rück zum vierten Mal in Folge einen Quartalsverlust verbucht. Trotz deutlicher Verbesserungen im eigentlichen Versicherungsgeschäft wies der weltgrößte Rückversicherer am Montag einen Fehlbetrag von 238 Millionen Euro für das erste Quartal 2003 aus. Analysten hatten im Durchschnitt lediglich 114 Millionen Euro Quartalsverlust erwartet. Wie im Vorquartal, als die Münchener Rück 2,158 Milliarden Euro Verlust verbucht hatte, belasteten hohe Abschreibungen auf die umfangreichen Wertpapierdepots des Konzerns das Ergebnis. Im operativen Geschäft der Risikoübernahme für andere Versicherer gab es dagegen Fortschritte: Die Schaden-Kostenquote als Kennzahl für die Profitabilität im reinen Versicherungsgeschäft sank hier auf 96,8 Prozent. (Reuters)

Lufthansa-Chef Weber sieht Anzeichen der Erholung

Die Deutsche Lufthansa sieht nach Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Jürgen Weber im internationalen Luftverkehr erste Anzeichen einer Erholung, rechnet im Gesamtjahr 2003 aber dennoch weiterhin mit einem operativen Verlust. „Aus heutiger Sicht, wenn jetzt nicht was ganz Neues, Schreckliches passiert, dann haben wir die Talsohle durchschritten", sagte Weber im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntagabend in Washington. Die Lufthansa tue ihr Bestes, den Verlust in diesem Jahr so gering wie möglich zu halten. Eine konkrete Zahl sei derzeit jedoch nicht vorherzusagen, betonte der scheidende Konzernchef.

Die weltweite Konjunkturschwäche, Angst vor Anschlägen besonders infolge des Irak-Krieges sowie zuletzt die Lungenkrankheit SARS lasten schwer auf der internationalen Luftfahrt. So rechnet die Lufthansa nach einem operativen Verlust von 415 Millionen Euro im ersten Quartal auch im Gesamtjahr 2003 mit einem Fehlbetrag. Weber bekräftigte aber den Willen seines Unternehmens, trotz der Geschäftskrise keine Stellen abzubauen. „Das ist unsere Strategie im Gegensatz zu vielen anderen, die Menschen an Bord zu behalten", sagte er. (Reuters)

Citigroup reiht sich in Bieterwettstreit um Norisbank ein

Die Citigroup erwägt neben zehn anderen Unternehmen ein Gebot für die zur HypoVereinsbank gehörigen Norisbank. Die Muttergesellschaft sei dabei, die bisher eingereichten Angebote zu sichten. Die HSBC Holdings sowie die Royal Bank of Scotland gehören zum Kreis der ernsthaften Bieter. Auch die Deutsche Postbank AG zeige starkes Interesse. Dagegen sei es unwahrscheinlich, dass die HVB das Gebot des Banco Bilbao Vizcaya Argentaria weiter verfolge. (FT, S 17)

US Airways wird in Star Alliance aufgenommen

Die Star Alliance hat der Aufnahme der US Airways in die Allianz zugestimmt. Die Aufnahme der Fluggesellschaft erweitere den Star-Alliance-Verbund in den Knotenpunkten im Osten der USA und in der Karibik, teilte die Star Alliance, zu der auch die Deutsche Lufthansa AG gehört, am Montag mit. Die Aufnahme habe eine Erhöhung der Anzahl der Flughäfen, die von der Star Alliance bedient werden, auf 771 von 700 zur Folge. Die Zahl der bedienten Länder steige auf 133 von 128. Ein festes Datum für die offizielle Aufnahme von US Airways in die Star Alliance wurde nicht genannt. Es werde davon ausgegangen, dass das Luftfahrtunternehmen innerhalb der nächsten neun bis zwölf Monate Teil der Fluggesellschaft-Allianz werde. US Airways startet mehr als 3.300 Flüge täglich zu Städten der USA, Kanada und Europa. (vwd)

„Kontaktanzeigen-Deal“ bei T-Online

Der Internetanbieter will mit Kontaktanzeigen eine neue Einnahmequelle erschließen. Partner ist der US-Marktführer Match.com, der heute seine Deutschland-Filiale eröffnet. Die vertraglichen Eckpunkte sind bereits fixiert, sagte ein T-Online-Sprecher. (FTD, S. 3)

Wirtschaftsnachrichten

Einzelhandelsumsatz April real plus 1,7 Prozent

Die Umsätze der deutschen Einzelhändler haben sich nach vorläufigen Berechnungen auf Basis von Daten aus fünf Bundesländern im April kräftig erholt. Einer Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom Montag zufolge stiegen sie saison- und kalenderbereinigt um real 1,7 Prozent verglichen mit dem Vormonat, gegenüber dem Vorjahr legten sie um 0,8 Prozent zu. Im März war noch binnen Monatsfrist ein Rückgang um revidiert 2,3 Prozent verzeichnet worden, nachdem vorläufig ein Minus von 3,0 Prozent ausgewiesen worden war. Auf Jahressicht hat sich das März-Minus auf revidiert 3,5 Prozent belaufen. Vorläufig hatte Destatis hier einen Rückgang um 4,0 Prozent gemeldet. (vwd)

Konjunkturindikator der Einkaufsmanager in Japan im Mai gesunken

Die Lage im Verarbeitende Gewerbein Japan hat sich nach dem Konjunkturindex der Einkaufsmanager im Mai wieder verschlechtert, nachdem sich noch im April eine konjunkturelle Aufhellung abgezeichnet hatte. Der am Montag in Tokio veröffentlichte Index fiel im Berichtsmonat auf einen Wert von 49,0. Im April hatte der Wert noch 50,1 betragen und mit dem Überschreiten der Marke von 50 eine konjunkturelle Besserung signalisiert. (Reuters)

Zinssenkung in Europa erwartet

Die meisten Ökonomen und Finanzmarktakteure gehen davon aus, dass die EZB am Donnerstag ihren Leitzins um einen halben Prozentpunkt auf 2,0 Prozent senken wird. Daran ändere auch die zuletzt deutlich gestiegene Geldmenge nichts. (Handelsblatt, S. 1)

Metaller-Streiks in Eisenhüttenstadt und Zwickau

In der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie haben am Montag Streiks zur Durchsetzung der 35-Stunden-Woche begonnen. Schwerpunkte der Arbeitsniederlegungen sollen nach Angaben der Gewerkschaft zunächst die ostdeutsche Stahlindustrie sowie die sächsische Metall- und Elektroindustrie im Raum Zwickau und Chemnitz sein. Betroffen seien voraussichtlich 15 Betriebe mit rund 12.000 Beschäftigten. Die ostdeutsche Metall- und Elektroindustrie zählt etwa 310.000 Beschäftigte, davon 120.000 in Sachsen. In einer Urabstimmung hatten rund 80 Prozent der stimmberechtigten Gewerkschaftsmitglieder in Sachsen für einen Streik votiert. Die Streiks sollen zunächst bis Donnerstag dauern und in der Woche darauf verstärkt werden.Im Fall der 35-Stunden-Woche stehen nach Darstellung der Arbeitgeber mindestens 20.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Die IG Metall erwartet dagegen, dass durch die Verkürzung der Arbeitszeit 15.000 neue Stellen geschaffen werden könnten. (Reuters)

"FTD“ - Schröder verzichtet auf Abgeltungssteuer bei Zinsen

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) verzichtet nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ (FTD) auf die Einführung einer Abgeltungssteuer auf Zinserträge. Unter Berufung auf SPD-Kreise berichtete die Zeitung in ihrer Montagsausgabe, Schröder habe das Projekt auf Druck der Parteilinken aufgegeben. Offiziell wolle die Bundesregierung jetzt auf eine EU-weite Regelung warten, hieß es weiter. Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier habe Ende vergangener Woche gegenüber Finanzstaatssekretär Volker Halsch das Vorhaben für beendet erklärt. Durch den Verzicht auf die Besteuerung aller Zinseinkünfte mit einem Steuersatz von 25 Prozent entstünde Bundesfinanzminister Hans Eichel eine Einnahmelücke über rund zwei Milliarden Euro, hieß es in dem Vorabbericht unter Berufung auf SPD-Finanzexperten weiter. Die an die Abgeltungssteuer gekoppelte Amnestie für die Rückführung von Schwarzgeld aus dem Ausland solle aber beibehalten werden. (Reuters)


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Die Form der MDax-Werte im Chart-Härtetest

 
02.06.03 08:58

30. Mai 2003 Bei einem aktuellen Stand von 3.379 Punkten ist der MDax seit dem Tief am 12. März um 28 Prozent gestiegen. Das klingt zwar verlockend, aber mitverdient hat nur, wer auf die richtigen Aktien unter den 30 im Index für mittelgroße Unternehmen vertretenen Titeln setzte.

Denn auf Ebene der Einzelwerte ergibt sich ein sehr gemischtes Bild von Gewinnern, Verlierern und eher langweiligen Papieren. Da der MDax noch immer einen konstruktiven Eindruck hinterläßt, sich an der Dreiteilung des Segments aber vermutlich nichts ändern wird, macht es Sinn zu beleuchten, wie die charttechnische Form der MDax-Werte einzuschätzen ist.

Viele Titel bewegen sich im technischen Niemandsland

Die Titel Buderus und Wella bleiben dabei außen vor, da beide Gesellschaften derzeit übernommen werden. Nur neutral gestaltet sich auch die Ausgangslage bei der Mehrzahl der im MDax vertretenen Titel. So läßt das Kursbild der Werte Techem, Südzucker, SGL Carbon, Rheinmetall, Merck, Medion, Krones, KarstadtQuelle, K+S, IWKA, IVG, IKB, Hochtief, Hannover Rück, Fresenius, Fraport, Dyckerhoff, Celanese, Hugo Boss, Beru, Beiersdorf derzeit nicht mehr als nur eine Seitwärtsbewegung erwarten.

Und bei den drei Aktien von ProSieben, Norddeutsche Affinerie und HeidelbergerCement gestaltet sich die Charttechnik sogar richtig schlecht. Ein tragfähiger Boden ist bei diesen Kandidaten jedenfalls noch nicht in Sicht.


Eine gewisse Hoffnung auf eine Bodenbildungs dürfen die Börsianer immerhin bei 13 MDax-Vertretern hegen. Konkret handelt es sich dabei um die Unternehmen WCM, Thiel, Teleplan, Salzgitter, Koenig & Bauer, Heidelberger Druck, EADS, Douglas, Degussa, Celesio, AWD, AMB Generali. Hier ist zu konstatieren, daß sich bisher zwr noch keine Einstiegssignale ergeben haben, daß in den Titeln für den Fall aber, daß ein Ausbruch nach oben erfolgt, eine deutliche Kurserholung winkt.

Fünf Titel glänzen mit ihren Aufwärtstrends

Bereits seit geraumer Zeit auf dem Weg nach oben befinden sich die Aktienkurse bei Schwarz Pharma, Rhön Klinikum, MG Technologies, Depfa, Continental, Bilfinger + Berger und der Aareal Bank. Hier ist die charttechnische Lage mit neutral bis gut zu bewerten.

Noch besser gestaltet sich das Chartbild nur bei Zapf Creation, Vossloh, Stada, Puma und Leoni, also jenen Titeln im MDax, die sich durch einen sehr stabilen Aufwärtstrend auszeichnen. Das ist deshalb ermutigend, weil eine Erfahrung aus der Charttechnik lehrt, daß es wahrscheinlicher ist, daß sich ein Kurstrend bis auf weiteres fortsetzt als daß er abbricht oder sich sogar plötzlich ins Gegenteil verkehrt.

FRÜHAUFSTEHER Der tägliche Ausblick auf die Börse 1048176

Der Chart zeigt den Kursverlauf des MDax.



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