Dax verhalten erwartet
10. März 2003 Auf Grund der anhaltenden Kriegs- und Konjunktursorgen dürfte der Dax nur geringe Chancen haben, sich von seinen Tiefständen zu lösen. Im Gegenteil. Die Charts deuten weitere Kursverluste an und aus fundamentaler Sicht ist auf die Schnelle keine Besserung zu erwarten. Selbst wenn sich die deutsche Regierung zur Ankündigung eines ordentlichen Reformprogrammes durchringen könnte - zwischen Ankündigung und Umsetzung liegen Welten. Das hat die Vergangenheit zu oft zu deutlich gezeigt und dürfte die Märkte misstrauisch machen.
Anleihen bleiben en vogue
In den vergangenen Tagen hat sich der Anleihenmarkt auf hohem Niveau halten können, neue Rekordkurse sind den festverzinslichen Titeln bisher aber nicht gelungen. Selbst die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank hat keinen neuen Schub gebracht. Rekordkurse dürfte es nur dann geben, wenn sich die konjunkturelle Situation weiter verschlechtert und gleichzeitig der Irakkonflikt aus dem Ruder läuft.
Dollar tendiert gegen Euro und Yen schwächlich
Der tendiert Dollar am Montag zu Euro und Yen schwächer tendiert. Händler sagten, die Wahrscheinlichkeit eines kostspieligen Kriegs der USA gegen Irak sei gestiegen, nachdem die USA und Großbritannien dem Golfstaat am Freitag eine letzte AbrüstungFrankenist bis 17. März eingeräumt hatten. Der Euro notierte gegen 06.15 Uhr MEZ mit 1,1021 Dollar geringfügig fester. Zur japanischen Währung stand der Dollar bei 116,75 Yen und damit rund einen halben Yen unter seinem Niveau vom Freitagabend in New York. Der Dollar dürfte Händlern zufolge bei einem Irak-Krieg weiter unter Druck geraten, vor allem wenn die USA ohne UNO-Mandat angreifen sollten. „Ich wäre nicht überrascht, wenn der Dollar noch unter 116 Yen fiele", sagte Hidehiko Inamura von der Citibank.
Nikkei-Index fällt im Handelsverlauf erstmals seit 20 Jahren unter 8.000 Punkte
Der japanische Nikkei-Index ist am Montag im Verlauf des Handelts erstmals seit 20 Jahren unter die psychologisch wichtige Marke von 8.000 Punkten gefallen und konnte sich zum Handelsende gerade noch darüber retten. Der 225 Werte umfassende Index fiel im Tief auf 7.975,36 Zähler, bevor er mit 8.042,26 Punkten aus dem Handel ging. Bereits am Freitag hatte der Nikkei-Index auf einem Zwei-Jahrzehnte-Tief von 8.144,12 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,52 Prozent auf 784,09 Punkte. Hintergrund dürften die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Irak-Krieges sein. Händler rechneten damit, dass die USA Irak angreifen könnten, wenn die von ihnen gesetzte Frist zur Entwaffnung am 17. März abgelaufen ist.
Aktien Hongkong zum Mittag leichter
Leichter präsentiert sich der Aktienmarkt in Hongkong am Montagmittag (Ortszeit). Beobachter machen erneut Kriegsängste für die negative Entwicklung verantwortlich. So hat Nordkorea erneut eine Anti-Schiffs-Rakete abgefeuert. Ein Sprecher des südkoranischen Verteidigungsministerium sagte, die Rakete sei am Montag gegen Mittag (4.00 Uhr MEZ) ins Japanische Meer abgeschossen worden. Der Hang-Seng-Index notiert zum Ende der ersten Sitzungshälfte 0,7 Prozent oder 66 Punkte niedriger bei 8.841. “Der Markt hat in den vergangenen vier Monaten Kriegsängst eingepreist, aber niemand weiß sicher, wie lange das noch dauern wird“, sagt ein Analyst.
Nachbörsliche Kursbewegungen in den USA
Weitere Gewinne konnten die Aktienkurse am Freitag im nachbörslichen Handel in den USA verbuchen. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator stieg um 0,88 Prozent auf 987,70 Punkte.
Die Aktien von Intel wurden am Freitag nachbörslich in New York weiter aktiv gehandelt. Nachdem sie in der regulären Sitzung um 4,1 Prozent auf 16,01 Dollar gesunken waren, geht es nachbörslich auf Island ECN um 0,04 Dollar nach oben. Am Donnerstagabend hatte der Chiphersteller in seinem Zwischenbericht die Umsatzprognose etwas gesenkt.
TiVo setzten ihre Talfahrt nachbörslich fort und fielen um weitere 0,21 Dollar oder 3,8 Prozent auf 5,33 Dollar. Im regulären Handel sanken sie um 0,75 Dollar. Am späten Donnerstag hatte TiVo einen Viertquartalsverlust von 0,56 Dollar mitgeteilt oder 0,26 Dollar je Aktie vor ao Posten. Anfang der Woche waren die Aktien noch auf Grund optimistischer Analystenkommentare gestiegen. Thomas Weisel Partners stuften die Aktie nach den Zahlen auf “Market Perform“ von “Buy“ ab.
Wall Street schließt nach volatiler Sitzung freundlich
Nach einer volatilen Sitzung mit enttäuschenden Arbeitsmarktdaten und einer immer dramatischeren geopolitischen Lage sind die Kurse an der Wall Street am Freitag freundlich aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gewann 0,9 Prozent oder 66 Punkte auf 7.740. Der S&P-500-Index stieg um 0,8 Prozent oder sieben Stellen auf 829. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,2 Prozent oder zwei Zähler auf 1.305.
Unternehmensmeldungen waren rar, sah man von dem enttäuschenden Ausblick des Chipherstellers Intel am Vorabend ab, der zu Beginn der Sitzung in dem Sektor für Verkäufe gesorgt hatte. Tatsächlich waren es die US-Arbeitsmarktdaten, die die Stimmung belasteten: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im Februar - verglichen mit dem Vormonat - um 308.000. Damit waren im Februar so viele Stellen abgebaut worden wie seit November 2001 nicht mehr. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 10.000 erwartet. Zur Begründung des Rückgangs wurde auf breit angelegte Stellenstreichungen verwiesen.
Gerüchte um die angebliche Festnahme zweier Söhne von Osama bin Laden sorgten dann für eine positivere Stimmung und ließen den Dow kräftig steigen. Träger der Rally seien aber vor allem Investoren gewesen, die ihre Shortpositionen geschlossen haben, hieß es. “Das war eine händlerorientierte Rally, was wir heute gesehen haben“, sagte Scott Bacigalupo, Händler bei Merrill Lynch. “Wir haben Shorties gesehen, die vor dem Wochenende ihr Risiko mindern wollten“, fügte er hinzu. Selbst wenn man Osama bin Laden fangen würde, würde das dem Markt zwar Schwung geben, aber nachhaltig wirkten nur verbesserte Konjunkturdaten.
Intel fielen nach ihrem Zwischenbericht am Vorabend um 4,1 Prozent auf 16,01 Dollar und waren damit Tagesverlierer im Dow. Der Chiphersteller hatte die Umsatzerwartungen für das erste Quartal auf 6,5 Milliarden bis 6,8 Milliarden Dollar verringert. Im Januar hatte er für die ersten drei Monate noch mit 6,5 Milliarden bis sieben Milliarden Dollar gerechnet. Der Speicherchip-Bereich habe sich schwächer als erwartet entwickelt, begründete Intel die Revision.
Ebenfalls unter den Technologiewerten sanken 3Com um 8,7 Prozent auf 4,11 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen seine Prognosen für den Umsatz im dritten Quartal gesenkt. Unter Druck standen auch Aluminiumwerte. Alcoa verbilligten sich um 0,5 Prozent auf 19,13 Dollar. Merrill Lynch hatte die Gewinnschätzungen für das Unternehmen im ersten Quartal gesenkt. Die Analysten erwarten nunmehr einen Gewinn je Aktie von 0,15 nach zuvor 0,20 Dollar. Sie verwiesen zur Begründung auf steigende Energiepreise sowie höhere Aufwendungen für Pensionskassen und Rohstoffe. Zudem gebe es Hinweise dafür, dass sich die Schwäche des Gasturbinenmarktes weiter verstärke.
US-Anleihen im späten New Yorker Geschäft mit moderaten Gewinnen
Nach einer Berg- und Talfahrt haben sich die US-Anleihen am Freitag im späten New Yorker Handel stabilisiert und mit moderaten Gewinnen gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 3,875 Prozent gewannen 7/32 auf 102-2/32, die Rendite fiel von 3,653 auf 3,628 Prozent. Der Longbond mit einer Verzinsung von 5,375 Prozent stieg um 13/32 auf 110-28/32. Die Rendite fiel auf von 4,693 auf 4,672 Prozent. Tagesgeld ging mit 1-3/16 Prozent um.
Zum Handelsbeginn waren die Anleihen noch mit hohen Gewinnen in die Sitzung gestartet, nachdem das US-Arbeitsministeriums mitgeteilt hatte, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Februar - verglichen mit dem Vormonat- um 308.000 zurückgegangen war. Damit waren im Februar so viele Stellen abgebaut worden wie seit November 2001 nicht mehr. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 10.000 erwartet.
“Trotz all der vorangegangenen Zins- und Steuersenkungen verläuft die Wirtschaft schleppend“, kommentierte William Strazzullo von State Street die Zahlen. “Dieser Arbeitsmarktbericht dürfte die Fed beunruhigen“. Eine Zinssenkung sei dadurch wahrscheinlicher geworden. Auch die Aktienmärkte eröffneten negativ und beflügelten damit die Anleihekurse. Doch die Börsen drehten mit den Spekulationen um eine Festnahme zweiter Söhne von bin Laden in Afghanistan.
Händler sagten, vor allem Hedge Fonds hätten dann auf der Verkäuferseite gestanden und die Gewinne der vergangenen Tage mitgenommen. In den vergangenen zwei Wochen ist die Rendite der Zehnjährigen um 25 Basispunkte gefallen. Die Sitzung des UN-Sicherheitsrates mit dem neuen Bericht von UN-Chefwaffeninspektor Hans Blix habe dagegen nicht die Wahrnehmung der Märkte geändert, dass ein Krieg im Irak unmittelbar bevorstehe, hieß es. “Wir gehen in den Krieg. Wen interessiert da, ob wir bin Ladens Söhne gefangen haben oder nicht“, sagte Peter McTeague, Ananlyst bei RBS Greenwich Capital.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen. Klicken Sie hierzu auf „Meine Daten“ in der Kopfzeile.
@cri
10. März 2003 Auf Grund der anhaltenden Kriegs- und Konjunktursorgen dürfte der Dax nur geringe Chancen haben, sich von seinen Tiefständen zu lösen. Im Gegenteil. Die Charts deuten weitere Kursverluste an und aus fundamentaler Sicht ist auf die Schnelle keine Besserung zu erwarten. Selbst wenn sich die deutsche Regierung zur Ankündigung eines ordentlichen Reformprogrammes durchringen könnte - zwischen Ankündigung und Umsetzung liegen Welten. Das hat die Vergangenheit zu oft zu deutlich gezeigt und dürfte die Märkte misstrauisch machen.
Anleihen bleiben en vogue
In den vergangenen Tagen hat sich der Anleihenmarkt auf hohem Niveau halten können, neue Rekordkurse sind den festverzinslichen Titeln bisher aber nicht gelungen. Selbst die Zinssenkung der Europäischen Zentralbank hat keinen neuen Schub gebracht. Rekordkurse dürfte es nur dann geben, wenn sich die konjunkturelle Situation weiter verschlechtert und gleichzeitig der Irakkonflikt aus dem Ruder läuft.
Dollar tendiert gegen Euro und Yen schwächlich
Der tendiert Dollar am Montag zu Euro und Yen schwächer tendiert. Händler sagten, die Wahrscheinlichkeit eines kostspieligen Kriegs der USA gegen Irak sei gestiegen, nachdem die USA und Großbritannien dem Golfstaat am Freitag eine letzte AbrüstungFrankenist bis 17. März eingeräumt hatten. Der Euro notierte gegen 06.15 Uhr MEZ mit 1,1021 Dollar geringfügig fester. Zur japanischen Währung stand der Dollar bei 116,75 Yen und damit rund einen halben Yen unter seinem Niveau vom Freitagabend in New York. Der Dollar dürfte Händlern zufolge bei einem Irak-Krieg weiter unter Druck geraten, vor allem wenn die USA ohne UNO-Mandat angreifen sollten. „Ich wäre nicht überrascht, wenn der Dollar noch unter 116 Yen fiele", sagte Hidehiko Inamura von der Citibank.
Nikkei-Index fällt im Handelsverlauf erstmals seit 20 Jahren unter 8.000 Punkte
Der japanische Nikkei-Index ist am Montag im Verlauf des Handelts erstmals seit 20 Jahren unter die psychologisch wichtige Marke von 8.000 Punkten gefallen und konnte sich zum Handelsende gerade noch darüber retten. Der 225 Werte umfassende Index fiel im Tief auf 7.975,36 Zähler, bevor er mit 8.042,26 Punkten aus dem Handel ging. Bereits am Freitag hatte der Nikkei-Index auf einem Zwei-Jahrzehnte-Tief von 8.144,12 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste Topix fiel um 1,52 Prozent auf 784,09 Punkte. Hintergrund dürften die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen eines Irak-Krieges sein. Händler rechneten damit, dass die USA Irak angreifen könnten, wenn die von ihnen gesetzte Frist zur Entwaffnung am 17. März abgelaufen ist.
Aktien Hongkong zum Mittag leichter
Leichter präsentiert sich der Aktienmarkt in Hongkong am Montagmittag (Ortszeit). Beobachter machen erneut Kriegsängste für die negative Entwicklung verantwortlich. So hat Nordkorea erneut eine Anti-Schiffs-Rakete abgefeuert. Ein Sprecher des südkoranischen Verteidigungsministerium sagte, die Rakete sei am Montag gegen Mittag (4.00 Uhr MEZ) ins Japanische Meer abgeschossen worden. Der Hang-Seng-Index notiert zum Ende der ersten Sitzungshälfte 0,7 Prozent oder 66 Punkte niedriger bei 8.841. “Der Markt hat in den vergangenen vier Monaten Kriegsängst eingepreist, aber niemand weiß sicher, wie lange das noch dauern wird“, sagt ein Analyst.
Nachbörsliche Kursbewegungen in den USA
Weitere Gewinne konnten die Aktienkurse am Freitag im nachbörslichen Handel in den USA verbuchen. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator stieg um 0,88 Prozent auf 987,70 Punkte.
Die Aktien von Intel wurden am Freitag nachbörslich in New York weiter aktiv gehandelt. Nachdem sie in der regulären Sitzung um 4,1 Prozent auf 16,01 Dollar gesunken waren, geht es nachbörslich auf Island ECN um 0,04 Dollar nach oben. Am Donnerstagabend hatte der Chiphersteller in seinem Zwischenbericht die Umsatzprognose etwas gesenkt.
TiVo setzten ihre Talfahrt nachbörslich fort und fielen um weitere 0,21 Dollar oder 3,8 Prozent auf 5,33 Dollar. Im regulären Handel sanken sie um 0,75 Dollar. Am späten Donnerstag hatte TiVo einen Viertquartalsverlust von 0,56 Dollar mitgeteilt oder 0,26 Dollar je Aktie vor ao Posten. Anfang der Woche waren die Aktien noch auf Grund optimistischer Analystenkommentare gestiegen. Thomas Weisel Partners stuften die Aktie nach den Zahlen auf “Market Perform“ von “Buy“ ab.
Wall Street schließt nach volatiler Sitzung freundlich
Nach einer volatilen Sitzung mit enttäuschenden Arbeitsmarktdaten und einer immer dramatischeren geopolitischen Lage sind die Kurse an der Wall Street am Freitag freundlich aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gewann 0,9 Prozent oder 66 Punkte auf 7.740. Der S&P-500-Index stieg um 0,8 Prozent oder sieben Stellen auf 829. Der Nasdaq-Composite kletterte um 0,2 Prozent oder zwei Zähler auf 1.305.
Unternehmensmeldungen waren rar, sah man von dem enttäuschenden Ausblick des Chipherstellers Intel am Vorabend ab, der zu Beginn der Sitzung in dem Sektor für Verkäufe gesorgt hatte. Tatsächlich waren es die US-Arbeitsmarktdaten, die die Stimmung belasteten: Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im Februar - verglichen mit dem Vormonat - um 308.000. Damit waren im Februar so viele Stellen abgebaut worden wie seit November 2001 nicht mehr. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 10.000 erwartet. Zur Begründung des Rückgangs wurde auf breit angelegte Stellenstreichungen verwiesen.
Gerüchte um die angebliche Festnahme zweier Söhne von Osama bin Laden sorgten dann für eine positivere Stimmung und ließen den Dow kräftig steigen. Träger der Rally seien aber vor allem Investoren gewesen, die ihre Shortpositionen geschlossen haben, hieß es. “Das war eine händlerorientierte Rally, was wir heute gesehen haben“, sagte Scott Bacigalupo, Händler bei Merrill Lynch. “Wir haben Shorties gesehen, die vor dem Wochenende ihr Risiko mindern wollten“, fügte er hinzu. Selbst wenn man Osama bin Laden fangen würde, würde das dem Markt zwar Schwung geben, aber nachhaltig wirkten nur verbesserte Konjunkturdaten.
Intel fielen nach ihrem Zwischenbericht am Vorabend um 4,1 Prozent auf 16,01 Dollar und waren damit Tagesverlierer im Dow. Der Chiphersteller hatte die Umsatzerwartungen für das erste Quartal auf 6,5 Milliarden bis 6,8 Milliarden Dollar verringert. Im Januar hatte er für die ersten drei Monate noch mit 6,5 Milliarden bis sieben Milliarden Dollar gerechnet. Der Speicherchip-Bereich habe sich schwächer als erwartet entwickelt, begründete Intel die Revision.
Ebenfalls unter den Technologiewerten sanken 3Com um 8,7 Prozent auf 4,11 Dollar. Zuvor hatte das Unternehmen seine Prognosen für den Umsatz im dritten Quartal gesenkt. Unter Druck standen auch Aluminiumwerte. Alcoa verbilligten sich um 0,5 Prozent auf 19,13 Dollar. Merrill Lynch hatte die Gewinnschätzungen für das Unternehmen im ersten Quartal gesenkt. Die Analysten erwarten nunmehr einen Gewinn je Aktie von 0,15 nach zuvor 0,20 Dollar. Sie verwiesen zur Begründung auf steigende Energiepreise sowie höhere Aufwendungen für Pensionskassen und Rohstoffe. Zudem gebe es Hinweise dafür, dass sich die Schwäche des Gasturbinenmarktes weiter verstärke.
US-Anleihen im späten New Yorker Geschäft mit moderaten Gewinnen
Nach einer Berg- und Talfahrt haben sich die US-Anleihen am Freitag im späten New Yorker Handel stabilisiert und mit moderaten Gewinnen gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 3,875 Prozent gewannen 7/32 auf 102-2/32, die Rendite fiel von 3,653 auf 3,628 Prozent. Der Longbond mit einer Verzinsung von 5,375 Prozent stieg um 13/32 auf 110-28/32. Die Rendite fiel auf von 4,693 auf 4,672 Prozent. Tagesgeld ging mit 1-3/16 Prozent um.
Zum Handelsbeginn waren die Anleihen noch mit hohen Gewinnen in die Sitzung gestartet, nachdem das US-Arbeitsministeriums mitgeteilt hatte, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft im Februar - verglichen mit dem Vormonat- um 308.000 zurückgegangen war. Damit waren im Februar so viele Stellen abgebaut worden wie seit November 2001 nicht mehr. Von vwd befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Stellenzuwachs um 10.000 erwartet.
“Trotz all der vorangegangenen Zins- und Steuersenkungen verläuft die Wirtschaft schleppend“, kommentierte William Strazzullo von State Street die Zahlen. “Dieser Arbeitsmarktbericht dürfte die Fed beunruhigen“. Eine Zinssenkung sei dadurch wahrscheinlicher geworden. Auch die Aktienmärkte eröffneten negativ und beflügelten damit die Anleihekurse. Doch die Börsen drehten mit den Spekulationen um eine Festnahme zweiter Söhne von bin Laden in Afghanistan.
Händler sagten, vor allem Hedge Fonds hätten dann auf der Verkäuferseite gestanden und die Gewinne der vergangenen Tage mitgenommen. In den vergangenen zwei Wochen ist die Rendite der Zehnjährigen um 25 Basispunkte gefallen. Die Sitzung des UN-Sicherheitsrates mit dem neuen Bericht von UN-Chefwaffeninspektor Hans Blix habe dagegen nicht die Wahrnehmung der Märkte geändert, dass ein Krieg im Irak unmittelbar bevorstehe, hieß es. “Wir gehen in den Krieg. Wen interessiert da, ob wir bin Ladens Söhne gefangen haben oder nicht“, sagte Peter McTeague, Ananlyst bei RBS Greenwich Capital.
Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
Den Frühaufsteher können Sie auch als kostenlosen Newsletter bestellen. Klicken Sie hierzu auf „Meine Daten“ in der Kopfzeile.
@cri