Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
26.02.03 07:47
Dax dürfte sich etwas erholen

26. Februar 2003 Die geopolitischen Risiken sind nicht verschwunden, das Verbrauchervertrauen ist schwach. Auf Grund der Erholung an der Wall Street dürfte auch der Dax zunächst freundlich tendieren, nachdem er am Dienstag neue Tiefs markiert hatte. Charttechnisch sind die Märkte angeschlagen, die übergeordneten Trends zeigen nach unten.

Anleihen weiter gut fundier

Die Konjunktur ist verhalten, die Stimmung ist eher dürftig und die internationalen Risiken halten an. Auf dieser Basis hat die Europäische Zentralbank ihre Bereitschaft zu Zinssenkungen signalisiert. Das gibt den Anleihen insgesamt trotz des schon hohen Niveaus weitere Kursfantasie. Im Tagesgeschäft kann es allerdings in Abhängigkeit von der Stimmung an den Börsen immer wieder zu leichteren Kursrückgängen kommen.

Yen nach Interventionsspekulationen schwächer -Euro unverändert

Der Yen ist im Devisenhandel am Mittwoch zum Dollar gefallen, nachdem Spekulationen über eine Intervention der Bank von Japan zu Gunsten des Dollar die Runde gemacht hatten. Der Dollar notierte gegen 6.45 Uhr MEZ bei 117,51/56 Yen, nachdem er im New Yorker Handel am Vortag ein neues Sechsmonatstief bei 117,00 Yen erreicht hatte. Der Euro lag kaum verändert bei 1,0747 Dollar nach 1,0757 Dollar in New York. „Ich denke, Japan würde kraftvoll auf einen Yen-Anstieg antworten, falls der Dollar drohte, unter die 115-Yen-Marke zu fallen", sagte Chefvolkswirt Yasunari Ueno von Mizuho Securities. „Viele denken, der Dollar könnte dann noch fünf oder zehn Yen weiter fallen, wenn dieses Niveau nicht hält. Ich halte es für unmöglich, dass Japan dies zulassen könnte.“ Zuvor hatte es in Marktkreisen geheißen, die japanische Notenbank habe im Stillen Yen gegen Dollar verkauft. Zembei Mizoguchi, Top-Diplomat im Finanzministerium, sagte zudem, die jüngsten Bewegungen am Devisenmarkt seien schnell und unangemessen gewesen. Dies wurde am Markt als Hinweis auf ein mögliches Eingreifen gewertet.

Nikkei schließt kaum verändert

Kaum verändert haben die Aktienkurse am Mittwoch in Tokio den Handel beendet. Der Nikkei-225-Index verlor vier Yen auf 8.357, während sich der Topix um 0,1 Prozent oder einen Punkt auf 818 ermäßigte. Zeitweise hatte der Index deutlich im Minus gelegen, nachdem besonders Titel der Großbanken angesichts erneuter Sorgen um deren Eigenkapitalausstattung kräftig nachgegeben hatten. Titel der Großbank Sumitomo Mitsui Financial Group schlossen 4,3 Prozent schwächer. „Die Leute mögen die Unsicherheit in Bezug auf diese Megabanken nicht", sagte Analyst Masatoshi Sato von Mizuho Investors. Sony-Aktien legten indes 0,9 Prozent zu, nachdem sie am Vortag ein neues 16-Monatstief markiert hatten.

Aktien Hongkong zum Mittag etwas leichter

Der Aktienmarkt in Hongkong notiert am Mittwochmittag mit einer etwas leichteren Tendenz. Der Hang-Seng-Index verliert bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte 0,4 Prozent oder 34 Punkte auf 9.115. Händler sagen, die anfängliche Erholung habe sich aufgelöst, aber die Umsätze blieben gering. Aus diesem Grund könnte die Marke von 9.100 Stellen möglicherweise halten. Die Investoren seien vorsichtig, zumal neben den Kriegsängsten auch eine gesenkte Wachstumsprognose des IWF für Hongkong sowie Steuerthemen belasteten.

Nachbörsliche Kursbewegungen in den USA

Hewlett-Packard haben am Dienstag im nachbörslichen Geschäft an Wall Street im Mittelpunkt gestanden. Der Computerhersteller hat nach dem regulären Handel Erstquartalszahlen vorgelegt, wobei der Gewinn auf Pro-Forma-Basis mit 0,29 Dollar je Aktie die Schätzung der Analysten um 0,01 Dollar übertraf. Im Vorjahresquartal betrug der Gewinn je Aktie 0,13 Dollar. Der Umsatz lag mit 17,9 Milliarden Dollar unter den Prognosen der Experten, die 18,5 Milliarden Dollar erwartet hatten. Die Aktie gab nachbörslich bis 19.30 Uhr (Ortszeit) auf der Handelsplattform Island.com 3,7 Prozent auf 17,50 Dollar ab, nachdem sie im regulären Handel um 2,4 Prozent zugelegt hatte. Electronic Data System stiegen nachbörslich bis 17.29 Uhr (Ortszeit) auf Island.com um 3,2 Prozent auf 16.25 Dollar, nachdem sie im regulären Handel um 4,1 Prozent gefallen waren. Sie profitierten damit von einem durch das US-Verteidigungsminsterium aufgestockten Auftrag von der Navy.

Wall Street schließt nach eindrucksvollem Schlussspurt im Plus

An den US-Börsen haben Anleger am Dienstag im späten Geschäft die günstigen Kurse zum  Wiedereinstieg genutzt. Die Aktienkurse drehten ins Plus, nachdem sie zuvor von schwachen Konjunkturdaten und zunehmenden weltpolitischen Spannungen belastet worden waren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,65 Prozent höher auf rund 7.910 Punkten, und der technologielastige Nasdaq-Index legte 0,5 Prozent auf 1.329 Zähler zu. Der breiter gefasste S&P-Index stieg um 0,7 Prozent auf 839 Punkte.

„Der Markt war nach den Verbraucherdaten nicht so stark erschüttert", sagte Mark Donahue von U.S. Bancorp Piper Jaffray. „Er hat sich besser gehalten als die Anleger dachten.“ Händler sagten, die Stimmung am Markt habe sich verbessert, weil der Ölpreis wieder etwas nachgegeben habe. Die US-Regierung hatte zuvor signalisiert, dass die USA ihre Ölreserven nutzen würden, falls es im Falle eines Krieges gegen Irak zu Lieferproblemen kommen sollte. „Dann hat sich die negative Haltung am Markt etwas gedreht", sagte Tim Smalls, Geschäftsführer bei S.G. Cowen. „Wir hatten auch eine Trendwende bei den Kommunikations- und Technologieaktien, das hat geholfen -- es war nichts Großes, aber es hat ein bisschen zur Stabilisierung beigetragen.“

Die Papiere des US-Medienkonzerns AOL Time Warner stiegen um rund 3,7 Prozent auf 10,43 Dollar und waren der umsatzstärkste Wert an der New Yorker Börse. Die „New York Times“ hatte berichtet, für den Erwerb der Buchsparte des Konzerns hätten zwei Unternehmen Interesse angemeldet, darunter der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Verlag Random House. Die Papiere des drittgrößten Einzelhandelskonzerns der Welt, Ahold, verloren rund 17,3 Prozent auf 3,44 Dollar. Bereits am Vortag hatten die Aktien rund zwei Drittel ihres Wertes verloren, nachdem Ahold Falschbuchungen bei der US-Tochter Foodservice eingestanden und den Rücktritt des Vorstandschefs sowie des Finanzvorstands bekannt gegeben hatte. Die Aktien der zweitgrößten britischen Versicherung, Prudential Plc brachen im New Yorker Handel rund 17 Prozent auf 10,48 Dollar ein. Das Unternehmen hatte zuvor seine frühere Prognose für stetig steigende Dividenden nicht bestätigt.

US-Anleihen schließen fester

Enttäuschende Daten zum US-Verbrauchervertrauen und neue Entwicklungen im Irak-Konflikt haben am Dienstag für festere Notierungen bei den US-Anleihen gesorgt. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von 3,875 Prozent gewannen 8/32 auf 100-14/32 und rentierten mit 3,818 Prozent nach 3,846 Prozent am Montag. Der mit 5,375 Prozent verzinste 30-jährige Longbond erhöhte sich um 14/32 auf 109-2/32. Die Rendite fiel auf 4,786 Prozent nach 4,806 Prozent.

Die Anleger seien wieder in die als sicherer Hafen gesehenen Anleihen geflüchtet, sagte ein Händler. Allerdings seien die Kurse im späten Geschäft mit der Erholung der Aktienkurse etwas von ihrem Tageshoch zurückgekommen. Auf dem hohem Niveau hätten einige Investoren die Chance genutzt, Gewinne mitzunehmen. Die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Februar überraschend deutlich verschlechtert. Der Index des Verbrauchervertrauens sank auf 64,0 nach revidiert 78,8 im Januar, während Analysten einen Stand von 76,8 erwartet hatten. Der Index markierte damit den tiefsten Stand seit Oktober 1993.

Lynn Franco vom Conference Board begründete den deutlichen Indexrückgang mit dem schwachen Finanzmärkten und der Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie den gestiegenen Kraftstoffkosten und Kriegs- und Terrorängsten. Der Verkauf bestehender Häuser hat im Januar dagegen überraschend deutlich zugelegt. So stieg die Zahl der verkauften Häuser gegenüber Dezember um drei Prozent auf annualisiert 6,09 Millionen und erreichte damit ein Allzeithoch.

NAR-Chefvolkswirt David Lereah begründete den Anstieg mit der Rolle von Immobilien als sicherer Anlage-Hafen. Zudem habe die Entwicklung in Nordkorea den Anlegern klar gemacht, dass der Irak nicht der einzige Krisenherd auf der Welt sei, hieß es im Anleihehandel. Nordkorea hatte am Montag zu Testzwecken zwei Seeraketen gestartet und für Mittwoch weitere Tests angekündigt.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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@cri

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jack303:

Medienschau

 
26.02.03 07:48


26. Februar 2003 Unternehmensnachrichten

Massiver Verlust bei Roche

Roche Holding hat im Jahr 2002 seinen zweiten Verlust in den vergangenen 15 Jahren erzielt. Mit verantwortlich dafür sind massive Abschreibungen auf Vermögenswerte und Rückstellungen für Strafen im Vitamin-Kartell-Verfahren. Der Gewinn im operativen Geschäft fiel 17 Prozent auf 3,81 Milliarden Franken. Das ist etwas mehr als der Markt erwartet hatte. (Bloomberg)

Swiss Re mit Verlust - Dividendenkürzung

Der Schweizer Rückversicherungskonzern Swiss Re rechnet für 2002 mit einem Verlust in der Grössenordnung von 100 Millionen Franken nach einem Fehlbetrag von 165 Millionen Franken im Jahr 2001. Die Dividende für 2002 soll gegenüber den 2,50 Franken je Aktie des Vorjahres reduziert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch weiter mitteilte. Der Grund für den Verlust liegt in den Wertberichtigungen auf das etwa 100 Milliarden Franken umfassende Anlagevermögen des Rückversicherers; diese Wertberichtigungen gab die Gesellschaft für 2002 mit 3,4 Milliarden Franken an. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Gewinn von 262 Millionen Franken gerechnet. (Reuters)

Hewlett-Packard mit höherem Quartalsgewinn

Der US-Computer- und Druckerhersteller Hewlett-Packard hat im ersten Geschäftsquartal beim Gewinn nach Sonderposten die durchschnittliche Analystenprognose übertroffen. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sei vor Sonderposten ein Gewinn von 877 Millionen Dollar oder 0,29 Dollar je Aktie erzielt worden, teilte der im kalifornischen Palo Alto ansässige Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mit. Der Umsatz habe 17,9 Milliarden Dollar betragen. Analysten hatten vor Sonderposten im Schnitt einen Gewinn je Aktie von 0,28 Dollar bei einem Erlös von 18,48 Milliarden Dollar erwartet. Nach Sonderposten habe der Gewinn 721 Millionen Dollar oder 0,24 Dollar je Aktie betragen, hieß es weiter. Hewlett-Packard hatte im Mai 2002 Compaq Computer übernommen. (Reuters)

GFK verfehlt Umsatzziel für 2002 leicht

Die Nürnberger Marktforschungsgruppe GfK hat im Geschäftsjahr 2002 Umsatz und Ergebnis gesteigert, ihr im Herbst angehobenes Umsatzziel aber verfehlt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) einschließlich Beteiligungsergebnis habe sich nach vorläufigen Zahlen auf 50,1 (Vorjahr: 32,7) Millionen Euro erhöht, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Nürnberg mit. Der Umsatz habe 558,8 Millionen Euro betragen, ein Plus von 10,5 Prozent. Der Umsatz lag aber 1,6 Prozent unter der Herbstprognose des Unternehmen, was GfK auf den starken Euro zurückführte und darauf, dass Kunden einige ihrer Aufträge zum Jahresende in das neue Geschäftsjahr verlagert hätten. (Reuters)

Deutlicher Umsatzrückgang bei Transtec

Transtec meldet für das Gesamtjahr 2002 nach vorläufigen Zahlen mit 0,2 Millionen Euro ein gegenüber dem Vorjahr (minus 2,2 Millionen Euro) um 2,4 Millionen Euro verbessertes Ebit. Der Jahresfehlbetrag liegt mit minus 0,6 Millionen Euro um 0,7 Millionen Euro besser als im Vorjahr (minus 1,3 Millionen Euro). Die Ergebnisverbesserung ging einher mit einem Umsatzesrückgang um 23 Prozent von 150,1 Millionen Euro auf 116,1 Millionen Euro. Die Rohertragsmarge konnte von 18,1 auf 20,1 Prozent gesteigert werden. (Ad-hoc)


Wirtschaftsnachrichten

Japanische Einzelhandelsumsätze sinken im Januar den 22. Monat in Folge

Die japanischen Einzelhandelsumsätze sind im Januar den 22. Monat in Folge gesunken, das Tempo der Abnahme hat sich verglichen mit dem Vormonat allerdings verlangsamt. Nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) vom Mittwoch verringerten sie sich dabei um 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im Dezember hatte sich das Minus noch auf 3,4 Prozent belaufen. Damit haben sich die anhaltende Deflation sowie die auf Grund anhaltender Restrukturierungsanstrengungen der japanischen Unternehmen hohe Arbeitslosigkeit im Januar neuerlich dämpfend auf die Geschäfte des Einzelhandels ausgewirkt. Die gegenüber Dezember abgeschwächte Dynamik begründeten Beobachter damit, dass das Minus im Dezember bedingt durch saisonale Faktoren überzeichnet gewesen sei. (vwd)


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