Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
15.01.03 07:43
Medienschau

15. Januar 2003 Unternehmensnachrichten

Gute Intel-Zahlen verhalten positiv aufgenommen

Die Börsianer haben auf erfreuliche Zahlen gehofft und Intel erfüllt ihnen den Wunsch. Der weltweit größte Halbleiterhersteller hat den Umsatz im vierten Quartal von 7,0 auf 7,2 Milliarden Dollar gesteigert. Analysten hatten im Schnitt nur mit 6,9 Milliarden Dollar gerechnet. Doch damit nicht genug. Auch der von 504 Millionen Dollar auf eine Milliarde Dollar oder umgerechnet 16 Cents je Aktie bezifferte Reingewinn lag über den erwarteten 14 Cents.

Doch nachhaltigen neuen Kurselan entfacht das Zahlenwerk trotzdem nicht. Verantwortlich dafür ist der vom Intel-Vorstand noch immer ziemlich vage und vorsichtig gehaltene Geschäftausblick. Die Rede ist von fehlenden konkreten Hinweisen auf ein Anziehen der Investitionstätigkeit der Unternehmen. Dabei hatten die Börsianer innig auf etwas mehr Zuversicht und erste Hinweise auf einen Einzug haltenden Aufschwung gehofft. (FAZ.NET)

Verdi ruft im Lufthansa-Tarifstreit zu Warnstreiks auf

Im Tarifstreit mit der Lufthansa hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Ab Donnerstag sei mit Arbeitsniederlegungen bei der Fluggesellschaft zu rechnen, sagte ein Gewerkschaftssprecher nach rund fünfstündigen Tarifverhandlungen am Dienstagabend in Mörfelden bei Frankfurt. Die Warnstreiks würden voraussichtlich die großen Lufthansa-Stützpunkte in Frankfurt, München und Hamburg treffen. Zuvor hatten die Tarifpartner in der vierten Verhandlungsrunde trotz Nachbesserungen am Angebot der Arbeitgeber keine Einigung für die rund 52.000 Mitarbeiter des Boden- und Kabinenpersonals der Lufthansa erzielt. (Reuters)

Airbus erwartet schwieriges Jahr

Der europäische Flugzeugbauer Airbus erwartet für die Branche ein äußerst schwieriges Jahr 2003, will zugleich aber dem US-Konkurrenten Boeing weitere Marktanteile abjagen. Für den Fall einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds schließt der Konzern eine Rücknahme seiner Prognosen nicht aus. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, S. 13)

Schering wird „währungsgebeutelt“

Der starke Euro macht sich bei Schering bemerkbar. In den ersten neun Monaten des Jahres 2002 ist der Umsatz währungsbereinigt um zehn Prozent gestiegen, in Euro gerechnet allerdings nur um fünf Prozent. Das Unternehmen rechnet mit einem noch schwächeren Dollar und reagiert mit Anpassungen auf der Kostenseite auf diese Entwicklung. (Frankfurter Allgemein Zeitung, S. 18)

Wirtschaftsnachrichten

Welteke - Derzeit kein Bedarf für Zinsänderung

In der Euro-Zone besteht nach Worten von Bundesbankpräsident Ernst Welteke derzeit kein Bedarf für eine weitere Zinssenkung. Nach der Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Dezember sei die Geldpolitik eher akkommodierend, also das Wachstum unterstützend, ausgerichtet und nicht restriktiv, sagte Welteke am Dienstag am Rande eines Empfangs in Frankfurt. „Zurzeit gibt es keinen Bedarf für eine Debatte über Zinsänderungen.“ (Reuters)

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Text: @cri
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jack303:

Ausblick von Intel ist nicht prickelnd

 
15.01.03 07:43


15. Januar 2003 George Bush übt sich in deutlicher Kriegsrhetorik gegen den Irak. Damit halten die geopolitischen Risiken an. Dabei dürfte das Problem nicht der Irak an sich sein, sondern die weitere im gesamten Nahen Osten. Auch die Wirtschafts- und Konjunkturentwicklung ist nicht gerade berauschend. Die Konsumenten geben sich zurückhaltend und Intel erzielt zwar Ergebnisse, die leicht über den Erwartungen liegen. Aber der Ausblick auf die weitere Entwicklung ist eher skeptisch und die Investitionen werden sogar gekürzt. Wer soll die Impulse geben, wenn nicht Unternehmen wie Intel?

Rentenmarkt mit starkem Fundament

Die Rentenmärkte können sich weiter halten. Trotz der Kursgewinne an den Börsen halten sich Kursverluste in Grenzen. Das hängt mit den anhaltend diffusen Konjunkturaussichten zusammen und mit der Entwicklung im Irak.

Euro in Fernost kaum verändett bei rund 1,0545 Dollar

Der Euro hat am Mittwoch in Fernost bei Kursen um 1,0545 Dollar kaum verändert zu seiner letzten US-Notiz vom Vorabend notiert. Zum Yen stieg der Dollar zeitweise bis auf 118,82 Yen, was Händler vor allem auf übertriebene Kursbewegungen angesichts dünner Umsätze zurückführten. Am Markt sei man derzeit aber in der Stimmung, Interventionen der japanischen Notenbank am Devisenmarkt zu provozieren, sagten Händler.

Börse Tokio schließt freundlich

Freundlich sind die Aktien an der Tokioter Börse am Mittwoch aus der Sitzung gegangen. Der Nikkei-225-Index beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,7 Prozent oder 59 Yen auf 8.612. Der Topix schloss mit einem Gewinn von 1,2 Prozent oder zehn Punkten auf 856. Vor allem die Aktien von NTT DoCoMo konnten 1,6 Prozent auf 252.000 Yen zulegen, Nippon Telegraph & Telephone verzeichneten ein Plus von 2,2 Prozent auf 420.000 Yen. Da NTT DoCoMo über eine überraschend starke Nachfrage nach Mobiltelefonen, mit denen Fotos geschossen und verschickt werden können, berichtet hatte, stiegen nicht nur die Aktien der Telefongesellschaften, sondern auch die der Hersteller entsprechender Geräte.

Aktien Hongkong am Mittag freundlich - Legend gefragt

Freundlich präsentiert sich der Hongkonger Aktienmarkt am Mittwoch nach guten Vorgaben der US-Börsen vom Vorabend. Der Hang-Seng-Index gewinnt zum Ende der ersten Sitzungshälfte 0,8 Prozent oder 80 Punkte auf 9.876. Ein Marktteilnehmer verweist zur Begründung der Kursgewinne auf den Wechsel der Investoren aus Aktien in Hongkong gelisteter chinesischer Unternehmen (H-Aktien). Auf der Kaufliste der Anleger stehen die Exportwerte, Legend (+2.5 Prozent) und die Bank of East Asia (+3,6 Prozent). Nach Einschätzung eines technisch orientierten Marktteilnehmers liegt die psychologisch wichtige Marke für den HSI bei 10.000 Punkten. Eine starke Unterstützung sieht er bei 9.769 Punkten.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss

Leichte Kursgewinne haben Intel-Aktien am Dienstag im nachbörslichen Handel verbucht. Kurz nach Sitzungsende hatte der Chiphersteller Ertragszahlen zum vierten Quartal veröffentlicht, die etwas besser als erwartet waren. Im regulären Geschäft waren die Titel bereits um 2,4 Prozent gestiegen. Nach der Schlussglocke kletterten sie auf der Handelsplattform Island ECN bis gegen 1.59 Uhr MEZ um weitere 1,3 Prozent auf 18,00 Dollar. Intel hatte für die Berichtsperiode einen Gewinn je Aktie von 0,16 (Vorjahreszeitraum: 0,15) Dollar ausgewiesen und damit die Prognose der von Thomson First Call befragten Analysten um zwei Cents übertroffen. Auch der Umsatz lag mit 7,16 (6,98) Milliarden Dollar über den Erwartungen des Marktes von 6,9 Milliarden Dollar.

Die Aktien des Ausrüsters von Chipfabriken, Applied Materials, fielen auf der Handelsplattform Island ECN bis gegen 1.59 Uhr MEZ um rund 4,5 Prozent auf 14,68 Dollar. Händler verwiesen zur Begründung auf die Investitions-Prognose von Intel für 2003, wonach Intel nur noch 3,5 Milliarden bis 3,9 Milliarden Dollar ausgeben will, verglichen mit 4,2 Milliarden Dollar 2002. Ebenso gaben auch die Papiere des Chipausrüsters Novellus Systems nach dem Ergebnisausweis von Intel ab. Mit minus 0,6 Prozent aus der regulären Sitzung gegangen, rutschten Novellus nach Handelsende auf Island ECN bis gegen 1.59 Uhr MEZ noch einmal um 3,4 Prozent auf 32,20 Dollar ab.

Genzyme hingegen verteuerten sich nach der Schlussglocke bis 0.18 Uhr MEZ um 0,01 Dollar auf 32,61 Dollar, nachdem die FDA sich negativ zu einem Medikament eines Mitbewerbers für eine seltene genetisch bedingte Krankheit geäußert hatte.

Insgesamt tendierten die Aktien am Dienstag nachbörslich schwächer. Der Nasdaq 100 After-Hours Indicator fiel 1,76 auf 1.093,11 Zähler.

Wall Street schließt freundlich

Die US-Börsen schlossen am Dienstag vor Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten  Quartalsbilanz des weltgrößten Chipkonzerns Intel freundlich. Die Anleger hätten sich zurückgehalten und gehofft, dass Intel gute Nachrichten für die Branche bringen werde, sagten Händler. Im frühen Geschäft hatten die jüngsten US-Einzelhandelsdaten Befürchtungen geweckt, die US-Verbraucher könnten ihre Ausgaben drosseln. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,64 Prozent höher auf rund 8.43 Punkten, und der technologielastige Nasdaq-Index legte 1,04 Prozent auf rund 1.461 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,58 Prozent auf rund 932 Zähler.

„Es gibt im Moment nicht viele Nachrichten. Wir hatten im frühen Geschäft die Einzelhandelsumsätze, die etwas schwächer waren, und das hat die Gewinne begrenzt", sagte Robert Basel von Salomon Smith Barney. „Aber die Bilanzen stehen im Mittelpunkt. Die Anleger wollen sehen, was die Unternehmen in den nächsten Wochen zu sagen haben.“ Stephen Massocca, Leiter der Handelsabteilung bei Pacific Growth Equities in San Francisco, sagte: „Wir sind wegen Intel heute in einer etwas abwartenden Haltung. Auf andere Technologieunternehmen geht von Intel eine Sogwirkung aus, es ist ein ziemlich wichtiges Ereignis.“ Intel-Aktien verbesserten sich im Vorfeld der nach Börsenschluss erwarteten Bilanz um rund 2,4 Prozent auf 17,79 Dollar. Der Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange stieg um 1,14 Prozent.

Technologieaktien profitierten Händlern zufolge auch vom positiven Ausblick des französischen Telekomausrüsters Alcatel, der die Aktien der Branche auf beiden Seiten des Atlantiks gestützt habe. Alcatel-Papiere gewannen in New York fast 23 Prozent auf 7,15 Dollar, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, das operative Ergebnis habe im vierten Quartal die Gewinnschwelle erreicht. Der Umsatz sei im Vergleich zum Vorquartal voraussichtlich um knapp 30 Prozent gestiegen. Die Papiere der kanadischen Nortel Networks legten in New York um rund 2,4 Prozent auf 2,58 Dollar zu und waren der umsatzstärkste Wert an der New Yorker Börse.

Die Stimmung sei im Handelsverlauf durch Äußerungen des Chefs der UNO-Waffeninspektoren, Hans Blix, etwas getrübt worden, sagten Händler. Blix hatte im Sender BBC erneut darauf hingewiesen, dass seine Mitarbeiter Schmuggel von Rüstungsgütern entdeckt hätten. „Wir haben mehrere Fälle aufgedeckt, in denen klar ist, dass Irak waffenrelevantes Material in Verletzung des Verbotes des (UNO-)Sicherheitsrates eingeführt hat", sagte er.

US-Anleihen schließen gut behauptet

Die Notierungen der US-Anleihen verteidigten ihre Gewinne am Dienstag und tendierten etwas fester. Zehnjährige Titel mit einem Kupon von vier Prozent gewannen 5/32 auf 99-5/32 und rentierten mit 4,103 Prozent nach 4,130 Prozent am Montag. Der 30-jährige Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent kletterte um 5/32 auf 105-13/32, die Rendite betrug 5,011 Prozent nach 5,029 Prozent. Positive Impulse hätten die schwächer als erwartet ausgefallenen US-Einzelhandelsdaten und Gerüchte in Verbindung mit der Irak-Krise gebracht, hieß es im Markt.

Die Einzelhandelsumsätze in den USA sind im Dezember um lediglich 1,2 Prozent gestiegen, während Experten mit einem Plus von bis zu 1,4 Prozent gerechnet hatten. Ohne die Automobilverkäufe waren sie sogar unverändert statt des erwarteten Plus von 0,3 Prozent. Die Im- und Exportpreise entsprachen dagegen den Erwartungen und hätten den Markt kaum beeinflusst, hieß es. Inflation sei an der Wall Street kein Anlass zur Sorge, nachdem das US-Wachstum schwach sei.

Unterstützung erhielten die Anleihen auch von der Nervosität der Anleger hinsichtlich des Irak. Zahlreiche entsprechende Gerüchte hätten am Markt kursiert, sagten Händler. Die BBC hatte berichtet, die UN-Inspektoren hätten große Mengen illegal importierter Materialien gefunden. Wie es hieß ist jedoch noch unklar, ob es einen Zusammenhang zu Atom- oder Chemiewaffen gibt.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @cri

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jack303:

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