Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
14.01.03 07:52
Medienschau

14. Januar 2003 Unternehmensnachrichten

Wal-Mart prüft Safeway-Gebot von mehr als 3,2 Milliarden Pfund

Wal-Mart Stores will nach Informationen aus Unternehmenskreisen noch am Dienstag mitteilen, dass sie Interesse an einer Übernahme der Safeway plc, Hayes Middelsex, hat. Es werde an ein Gebot von mehr als 3,2 Milliarden Pfund in bar für die britische Supermarktkette gedacht, verlautete am späten Montag aus Unternehmenskreisen. Allerdings sei noch nicht sicher, dass die Preisvorstellung von Wal-Mart schon am Dienstag veröffentlicht werde. Am Montag hatte die Sainsbury mitgeteilt, ein Gebot von 300 Pence je Aktie je zur Hälfte bar und in Aktien zu prüfen. Dieses Gebot für Safeway hat ein Volumen von 3,2 Milliarden Pfund. Zuvor hatte die William Morrison Supermarkets 2,55 Milliarden Pfund geboten. (vwd)

Commerzbank offen für Dritte - setzt aber auf Eigenständigkeit

Die Commerzbank ist nach den Worten ihres Vorstandssprechers Klaus-Peter Müller offen für Partner, setzt aber grundsätzlich auf ihre Eigenständigkeit. „Die Commerzbank muss und tut dies auch, eine Standalone-Strategie zu verfolgen. Zugleich sind wir, wie ich schon häufiger gesagt habe, offen für Dritte", sagte Müller am Montagabend der Nachrichtenagentur Reuters. Auf die Frage, ob seine Bank wie von Analysten erwartet auf eine Fusion mit der HVB Group zusteuere, wollte sich Müller nicht äußern. „Wir bleiben bis auf weiteres unabhängig", sagte Müller lediglich. In den vergangenen Monaten hatte der Commerzbank-Chef mehrfach erklärt, er würde zunächst eine Konsolidierung im deutschen Bankenmarkt bevorzugen und erst in einem zweiten Schritt grenzüberschreitende Zusammenschlüsse. (Reuters)

Börsenneuling Uniprof von Zahlungsunfähigkeit bedroht

Das erst im vergangenen Jahr an die Börse gegangene Immobilienunternehmen Uniprof Real Estate ist nach eigenen Angaben von Zahlungsunfähigkeit bedroht. Sollten laufende Verhandlungen mit Banken und Gläubigern in den nächsten Tagen keine Lösung brächten, werde der Vorstand Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens stellen, teilte das auf Altbausanierung spezialisierte Unternehmen am Montagabend in einer Pflichtveröffentlichung mit. Weitere Einzelheiten nannte die in Stuttgart ansässige Firma in ihrer Mitteilung nicht. Das Unternehmen war erst im März 2002 an die Börse gegangen. Seit dem 28. März notiert die Uniprof-Aktie am Geregelten Markt in Frankfurt. Das Dividendenpapier war mit sechs Euro ausgegeben worden. Zuletzt kostete die Aktie indes nur noch 0,58 Euro. (Reuters)

Wirtschaftsnachrichten

Argentinien stimmt IWF-Bedingungen für Finanzhilfe zu

Argentinien hat nach eigenen Angaben die Bedingungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die lange ersehnte Hilfe akzeptiert, die dem hoch verschuldeten Land aus der tiefsten Finanzkrise seiner Geschichte helfen soll. Das IWF-Direktorium werde dieses Dokument nun am 23. Januar prüfen und danach über Hilfen für die drittgrößte Volkswirtschaft Lateinamerikas entscheiden. Aus IWF-Kreisen hieß es, man sei einer Einigung nahe, doch müssten noch einzelne Details geklärt werden. (Reuters)

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Text: @cri
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jack303:

Warten auf neue Impulse

 
14.01.03 07:53


14. Januar 2003 Die geopolitischen Risiken halten an, der Ölpreis bleibt hoch und die Signale von der Konjunktur und Unternehmen machen Börsianer bisher nicht gerade glücklich. Aber die in dieser Woche anstehenden Ergebnisse von Intel, Yahoo, IBM, Microsoft und Konjunkturdaten dürften für neue Impulse sorgen.

Rentenmarkt hält sich wacker

Die Rentenmärkte sind auf Basis ihres hohen Niveaus anfällig für Kursverluste. Allerdings profitieren sie nach wie vor von den geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten und können sich immer wieder stabilisieren. Weitere Kursgewinne dürften allerdings nur dann möglich sein, wenn sich die Situation krisenartig zuspitzt. Sei es in Form eines sich ausweitenden militärischen Konfliktes oder des Zurückgleitens der globalen Wirtschaft in eine Rezession. Im Moment orientiert er sich weit gehend an der Stimmung an den Börsen. Ist die gut, fallen die Kurse am Rentenmarkt. Ist sie wankelmütig oder gar schlecht, können Anleihen davon profitieren.

Euro steigt in Fernost auf Kurse um 1,0560 Dollar

Der Euro hat am Dienstag in Fernost bei Kursen um 1,0560 Dollar fester tendiert. Händler sagten, es gäbe wachsende Besorgnis über den Zustand der US-Wirtschaft und dies würde den Dollar belasten.
Auch zum Yen gab der Dollar leicht auf Kurse um 118,70 Yen nach. Impulse für den Devisenhandel erwarteten Händler von den am Nachmittag veröffentlichten Daten zur Entwicklung des US-Einzelhandels im Dezember. Von Reuters befragte Volkswirte rechneten im Schnitt mit einem Anstieg der Umsätze ohne Autos um 0,2 Prozent zum Vormonat. Im November hatten die Verbraucher den Einzelhändlern in den USA noch ein Umsatzplus von 0,5 Prozent beschert.

Börse Tokio schließt freundlich

Fester sind die Aktien an der Tokioter Börse am Dienstag nach dem langen Wochenende aus der Sitzung gegangen. Der Nikkei-225-Index beendete den Handelstag mit einem Plus von 0,98 Prozent oder 82,61 Yen auf 8.553,06. Der Topix schloss mit einem Gewinn von 0,98 Prozent oder 8,20 Punkten auf 846,90. Die Aktien von NTT DoCoMo legten 4,64 Prozent auf 248.000 Yen zu. Händler führten die Kursgewinne auf Nachrichten vom Freitag zurück, wonach das Unternehmen im Dezember 393.000 neue Abonnenten hinzugewann.

Aktien Hongkong am Mittag fast unverändert

Fast unverändert präsentiert sich der Hongkonger Aktienmarkt am Dienstag. Der Hang-Seng-Index gewinnt bis zum Ende der ersten Sitzungshälfte zwei Punkte auf 9.836. Nach Aussage eines Händlers bewegen sich die Aktienkurse in einer sehr engen Spanne. Leichte Kursverluste sehen HSBC, während China Mobile gewinnen. Die Liste der Gewinner führen Cathay Pacific an, und die Aktie steigt um 2,6 Prozent auf 11,75 Hong Kong Dollar. Einem Zeitungsbericht zufolge, soll Dragonair der Cathay Pacific ein “Codeshare-Geschäft“ vorgeschlagen haben. Ebenfalls im Plus zeigen sich die Exportwerte. Esprit klettern um 2,4 Prozent auf 14,90 Hong Kong Dollar.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss

Die Aktien von Rambus stiegen am Montag nachbörslich leicht an. Zuvor hatte das Unternehmen Quartalszahlen vorgelegt, die über den Erwartungen des Marktes lagen. Rambus kletterten auf Island ECN bis gegen 1.57 Uhr MEZ um 3,2 Prozent auf 8,68 Dollar. Umgesetzt wurden 567.000 Aktien. Für das erste Quartal meldete das Unternehmen einen Gewinn von 0,06 Dollar je Aktie. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Cent weniger gerechnet. Der Gewinn blieb nahezu unverändert zum Vorjahr, während der Umsatz um drei Prozent auf 25,7 Millionen Dollar stieg.

Die Aktien von Varian Semiconductor Equipment rückten nachbörslich auf Island ECN bis gegen 0.41 Uhr MEZ um 1,6 Prozent auf 29,82 Dollar vor. In der regulären Sitzungen gaben die Titel über zwei Prozent ab. Der Zulieferer für die Halbleiterindustrie erwartet nach eigenen Angaben im ersten Quartal den Break-Even zu schaffen. Der Gewinn je Aktie soll nach Unternehmensangaben im ersten Quartal in einer Spanne zwischen 0,06 und 0,09 Dollar liegen. Analysten hatten mit dem Erreichen der Gewinnzone im ersten Quartal gerechnet. Im ersten Quartal des Vorjahres berichtete Varian noch einen Verlust je Aktie von 0,37 Dollar.

Nachbörslich knapp behauptet zeigten sich die Aktien von FedEx. Die Aktie fiel an Nasdaq bis gegen 23.09 Uhr MEZ um 0,1 Prozent auf 57,54 Dollar, nachdem sie in der regulären Sitzung noch im Plus gelegen hatte. FedEx erwartet für das kommende Geschäftsjahr 2003/04 einen Anstieg ihrer Pensionkosten um 80 Millionen bis 120 Millionen Dollar. Für das laufende Geschäftsjahr 2002/03 prognostiziert FedEx einen Anstieg ihrer Ausgaben für den Pensionsfonds auf Jahressicht von ebenfalls 80 Millionen Dollar. Grund sei die geringere Rendite der angelegten Gelder.

Insgesamt tendierten die Aktien am Montag seitwärts. Der Nasdaq 100 After-Hours Indicator stieg 0,42 auf 1.083,42 Zähler.

Wall Street legt Atempause ein

Nach den Kursgewinnen in den ersten Wochen des Jahres haben die US-Börsen am Montag eine Atempause eingelegt und wenig verändert geschlossen. Händler sagten, die Anleger nähmen im Vorfeld der in dieser Woche erwarteten Quartalsbilanzen Gewinne mit. Außerdem belasteten eine Herabstufung der Aktien des Computerherstellers Dell und trübe Ergebnisprognosen des Versorgers Duke Energy das Geschäft. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit plus 0,01 Prozent auf rund 8.786 Punkten kaum verändert, nachdem er zur Eröffnung mehr als ein Prozent zugelegt hatte. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel leicht um 0,14 Prozent auf rund 926 Zähler, und der technologielastige Nasdaq-Index gab 0,11 Prozent auf rund 1.446 Punkte nach.

„Viele Anleger nehmen im Vorfeld einiger Konjunkturdaten und vor dem Beginn der Berichtssaison in dieser Woche Gewinne mit", sagte Harry Michas von manmarketmonitor.com. In den nächsten Tagen werden unter anderem Intel, IBM, General Motors und General Electric Quartalszahlen vorlegen. „Im Blickpunkt dieser Woche stehen die Unternehmensbilanzen", sagte Ken Tower, Chefstratege bei CyberTrader, in einer Mitteilung an seine Kunden. „Die Konjunkturdaten waren in den vergangenen drei Monaten uneinheitlich, und wir erwarten deshalb das Gleiche von den Bilanzen. Für die Märkte bedeutet das Volatilität, vor allem auch wegen der ungelösten Probleme in Venezuela und Irak.“

Belastend auf die Technologietitel wirkten sich Händlern zufolge Kursverluste der Dell-Aktien von mehr als 4,3 Prozent auf 25,98 Dollar aus. J.P.-Morgan-Chase-Analyst Bill Shope hatte die Einstufung für das Papier auf „Neutral“ von „Overweight“ gesenkt und dies mit einer zunehmend aggressiven Preispolitik in der Branche begründet. Die Aktien des Konkurrenten Hewlett-Packard verloren rund 2,4 Prozent auf 20,36 Dollar. Die Papiere des weltgrößten Chipherstellers Intel schlossen nach Kursgewinnen im Verlauf 0,2 Prozent niedriger mit 17,38 Dollar. Die Investmentbank Salomon Smith Barney hatte die Ergebnisschätzung für den Konzern für 2003 angehoben. Intel will am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen.

Die Börsianer begrüßten nach Händlerangaben den Rücktritt von AOL-Time-Warner-Chairman Steve Case. Die Aktien des weltgrößten Medienunternehmens kletterten um rund ein Prozent auf 15,03 Dollar. Analysten nannten die Entscheidung des Mitbegründers von America Online überfällig. Die Fusion habe den Anlegern nicht die prognostizierten hohen Wachstumsperspektiven eröffnet, hieß es. Case hatte vor rund zwei Jahren maßgeblich die 106 Milliarden Dollar schwere Fusion von AOL und Time Warner mitgetragen.

US-Anleihen schließen gut behauptet

Die Kurse der US-Anleihen tendierten am Montag im späten New Yorker Handel gut behauptet. Angesichts fehlender Konjunkturdaten hätten sich die Notierungen der Festverzinslichen am Aktienmarkt orientiert, hieß es im Handel. Deren anfängliche Stärke habe die Anleihen zunächst belastet. Die schnell wieder schwindenden Gewinne der Aktien hätten dann im Verlauf zu einer leichten Erholung der Anleihen geführt.

Zehnjährige Titel mit einem Kupon von vier Prozent gewannen 3/32 auf 98-31/32 und rentierten mit 4,130 Prozent nach 4,142 Prozent am Freitag. Der 30-jährige Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent kletterte um 9/32 auf 105-6/32, die Rendite betrug 5,029 Prozent nach 5,045 Prozent.

Beobachter sehen die Anleihekurse generell aber weiter unter Druck. Die Emissions-Pipeline der Unternehmen sei gut gefüllt, dies dürfte die Kurse belasten, hieß es. “Historisch gesehen ist Mitte Januar immer ein gutes Datum für ein starkes Emissions-Geschäft am Anleihe-Markt“, sagt Jim Caron, Rentenstratege bei Merrill Lynch. Er sieht aber dennoch eine 75-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Rendite der zehnjährigen Anleihe auf nahe Sicht in der seit Oktober bestehenden Range von 3,75 und 4,35 Prozent verharren wird.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @cri

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jack303:

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