Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
03.12.02 07:45
Dax behält 3.400 Punkte im Visier

03. Dezember 2002 Auch wenn der Dax gestern, beeindruckt von dem enttäuschenden US-Einkaufsmanagerindex, seine hohen Tagesgewinne teils wieder abgab und den eroberten Widerstand bei 3.443 Punkten nicht halten konnte, sehen Marktteilnehmer darin keinen Beinbruch. Erst unter den Unterstützungen bei 3.380, 3.350 und dann 3.320 Punkten wachse sukzessive das Risiko eines Rückschlags, meint ein Händler. Nach dem deutschen Handelsschluss hat die Wall Street noch ein paar Punkte zugelegt, dazu kommt eine leichte Prognoseerhöhung von Texas Instruments, was für einen positiven Start hier in Europa spricht.

Bestimmendes Wochenthema bleibt die am Donnerstag von den meisten Experten erwartete Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank in Höhe von 50 Basispunkten auf dann 2,75 Prozent. Unter anderem das Argument, die EZB wolle ihre Unabhängigkeit demonstrieren, spricht dagegen für die Variante eines „kleinen“ Zinsschritts von 25 Basispunkten.

Rentenmarkt wartet auf Zinsentscheid

Im Vorfeld der Zinsentscheidung am Donnerstag bewegt sich der Bund-Future weiterhin innerhalb seiner Seitwärts-Formation zwischen 110,35 und 112,10 Prozent. Am Montag hatte der Bund-Future 34 Ticks auf 111,09 Prozent verloren.

Euro kaum bewegt

Fast unverändert präsentiert sich der Euro am Dienstagmorgen. Um 7.17 Uhr kostet ein Euro 0,9970 Dollar nach 0,9969 Dollar am Montagabend in New York. Zum Yen notiert die US-Währung mit 124,52 Yen nach 124,49 Yen am Montag in New York. Gegenüber dem Euro stieg er zeitweise auf ein Drei-Jahres-Hoch von 124,40 Yen. Finanzminister Masajuro Shiokawa hatte am Vortag Zeitungsberichten zufolge einen Dollar-Yen-Kurs von 150 bis 160 Yen als angemessen bezeichnet. Als Folge der Berichte hatte der Yen zum Dollar an Wert eingebüßt. Nachdem der Minister die Aussagen in der Zeitung dementiert hatte, erholte sich der Yen wieder.

Börse Tokio schließt leicht im Plus - Finanztitel schwach

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Dienstag leicht im Plus geschlossen. Während Technologie- und Autowerte angesichts des schwachen Yen Kursgewinne verzeichneten, standen Finanztitel auf Grund von anhaltenden Konjunktursorgen unter Druck. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index kletterte um 0,33 Prozent auf 9.205,11 Zähler, der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,28 Prozent auf 890,76 Punkte.

Aktien Hongkong am Mittag bei richtungslosem Handel etwas fester

Etwas fester präsentiert sich der Hongkonger Aktienmarkt zum Ende der ersten Sitzungshälfte am Dienstag. Nach moderaten Verlusten zu Handelsbeginn legt der Hang-Seng-Index um 0,3 Prozent auf 10.237 Punkte zu. Händler sprechen dennoch von einem insgesamt richtungslosen Handel. Viele Teilnehmer zögen es immer noch vor abzuwarten, bis sich die Situation - möglicherweise im neuen Jahr - aufhelle, heißt es.

Neuigkeiten und Kursbewegungen nach US-Börsenschluss

Nach der Schlussglocke gab es insgesamt etwas festere Kurse. Der Nasdaq-100 After Hours Indicator gewann 0,5 Prozent auf 1.126,10 Punkte. Texas Instruments legten etwa 5,2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen seine Prognose für das vierte Quartal erhöht hatte. Texas Instruments erwartet nun ein Pro-Forma-Ergebnis von 0,03 Dollar je Aktie, nachdem es im Oktober 0,02 Dollar je Aktie angekündigt hatte. UAL zeigten sich mit minimalen Aufschlägen. Nachdem die Titel im Handelsverlauf um 34 Prozent nach oben geschnellt waren, legten sie nachbörslich um weitere 0,6 Prozent auf 3,30 Dollar zu. Die Fluggesellschaft hat die Verhandlungen mit den Gewerkschaften wieder aufgenommen, die eine Reduzierung der Gehälter abgelehnt hatte. Ebenfalls im Plus zeigten sich Citrix Systems, die nachbörslich auf Island ECN um 7,8 Prozent auf 12,79 Dollar stiegen. Die reguläre Sitzung hatten die Titel mit einem Minus von knapp drei Prozent beendet. Das Unternehmen teilte nach Handelsende mit, es rechne für das vierte Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 0,12 bis 0,17 Dollar.

Daten belasten US-Standardwerte

Unerwartet schwach ausgefallene US-Konjunkturdaten haben zum Wochenauftakt die Standardwerte an den US-Börsen belastet. Positive Analystenkommentare zu den Branchen-Schwergewichten Intel und Advanced Micro Devices (AMD) hätten dagegen die Technologiewerte gestützt, sagten Händler.

Der Dow Jones notierte zum Handelsschluss 0,38 Prozent niedriger auf 8.862,57 Punkten. Der Nasdaq Composite stieg dagegen um 0,38 Prozent auf 1.484,76 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,19 Prozent auf 934,53 Zähler.

„Viele dachten, die Wirtschaft habe die Wende geschafft, und das bringt uns auf den Boden der Wirklichkeit zurück", kommentierte John Cassady, Portfolio-Manager bei Fifth/Third Investment Advisors, den jüngsten Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager. Das an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturbarometer des Institute of Supply Management (ISM) stieg im November zwar auf 49,2 Punkte von 48,5 Punkten im Oktober. Analysten hatten aber einen stärkeren Anstieg auf 51,3 Zähler erwartet. Ein Index-Wert von über 50 Punkten zeigt eine Expansion im Verarbeitenden Gewerbe, Werte darunter zeigen eine Schrumpfung an. „Der ISM hat dem Markt den Boden weggezogen", sagte Ted Oberhaus von Lord Abbett & Co.

„Das ist ein guter Tag für die Technologiewerte nach der Heraufstufung von Lehman - einige Marktteilnehmer denken, dass wir langsam eine höhere Nachfrage sehen werden", sagte Marian Kessler von Rutherford Investment Management in Portland. Die Titel von Intel stiegen rund 0,8 Prozent auf 21,05 Dollar, nachdem die Investmentbank Lehman Brothers die Aktien auf „overweight“ von „equal weight“ heraufgestuft hatte. Auch die Papiere von AMD profitierten mit einem Kursgewinn von rund 5,1 Prozent auf 8,93 Dollar von einer Hochstufung desselben Hauses.

Die Aktien von Mobilfunkunternehmen stiegen ihrerseits nach einer Heraufstufung der Branche durch die Investmentbank Morgan Stanley und stützten mit ihren Kursgewinnen den Nasdaq-Index. Die Bank hatte ihre Bewertung der Branche auf „attractive“ von „in-line“ heraufgesetzt und dies mit einer erwarteten Geschäftsverbesserung für die Unternehmen des Sektors im kommenden Jahr begründet. Die Aktien von AT&T Wireless legten rund 6,6 Prozent auf 8,05 Dollar zu, die Titel von Sprint PCS Group notierten rund 7,5 Prozent höher auf 6,19 Dollar. Die Titel des Weltmarktführers bei Mobiltelefonen Nokia, kletterten um rund 4,9 Prozent auf 20,15 Dollar. Die Investmentbank Merrill Lynch hatte ihre Bewertung der Aktie auf „buy“ von „neutral“ angehoben.

Zum Handelsauftakt hatten die Standardwerte noch deutliche Kursgewinne verzeichnet, was Händler auch auf positive Nachrichten von Einzelhandelsunternehmen zurückführten. So hatte der weltweite Branchenführer Wal-Mart von einem Rekordumsatz an dem wichtigen Verkaufstag nach dem Feiertag „Thanksgiving“ berichtet. Wal-Mart-Aktien legten rund 0,4 Prozent zu auf 54,38 Dollar.

US-Anleihen schließen nach ISM-Index gut behauptet

Mit gut behaupteter Tendenz haben sich die US-Anleihen am Montag im späten Geschäft gezeigt. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von 4,0 Prozent tendierten unverändert bei 98-9/32 und rentierten ebenfalls unverändert mit 4,213 Prozent. Der Longbond mit einer Zinsausstattung von 5,375 Prozent gewann dagegen 2/32 auf 105-3/32. Es ergab sich eine Rendite von 5,038 Prozent. Auf Grund des unter den Erwartungen ausgefallenen ISM-Index des Verarbeitenden Gewerbes und den deutlich nachgebenden Kursen an Wall Street habe es nach den starken Abgaben zu Handelsbeginn doch noch für einen Sprung ins positive Terrain gereicht, erklärte ein Teilnehmer.

Der ISM-Index der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe der USA ist im November zwar auf 49,2 gestiegen. Ökonomen hatten aber mit einem Anstieg auf 51,0 Punkte gerechnet. Zu Beginn hatten die über den Prognosen gelegenen US-Konjunkturdaten der Vorwoche noch für starken Abgabedruck gesorgt. Doch nach dem etwas schwächer als erwartet ausgefallenen ISM-Index hätten viele Teilnehmer wieder vom Aktien- in den Anleihemarkt umgeschichtet, sagte ein Beobachter. Das Interesse der Anleger richte sich allerdings bereits auf die Bekanntgabe der US-Arbeitsmarktdaten am Freitag, fügte ein Händler hinzu.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @la

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jack303:

Medienschau

 
03.12.02 07:46
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03. Dezember 2002 Unternehmensnachrichten

Texas Instruments hebt Umsatz- und Ergebnisprognose an

Der US-Technologiekonzern Texas Instruments hat am Montag nach Börsenschluss seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das vierte Quartal 2002 angehoben. Als Grund nannte die Firma, der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone, eine größere Nachfrage nach seinen Mobilfunk-Chips. Der Halbleiter-Umsatz werde zum Vorquartal voraussichtlich um rund zwei Prozent sinken, statt wie zunächst erwartet um fünf Prozent, teilte das Unternehmen mit. Für den Gesamtumsatz des Unternehmens werde ein Minus von sieben Prozent zum Vorquartal erwartet, statt den zunächst prognostizierten zehn Prozent. Im dritten Quartal hatte Texas Instruments 2,25 Milliarden Dollar umgesetzt. Auch beim Gewinn je Aktie hob die Firma die Prognosen für das vierte Quartal an. Nun wird mit einem Gewinn je Aktie von drei US-Cent vor Einmal-Posten gerechnet und mit einem US-Cent je Aktie nach Einmal-Posten. In beiden Fällen sieht die Firma eine Schwankungsbreite von einigen Cents nach oben und unten. (Reuters)

„FT“: Vivendi bereitet Angebot für BT-Anteil an Cegetel vor

Vivendi Universal bereitet nach Informationen der „Financial Times“ (FT) ein Gebot für den Anteil der BT Group, London, von 26 Prozent an der Cegetel vor. Dies schreibt das Blatt am Dienstag unter Berufung auf Bankenkreise. Vivendi hatte zuvor die Offerte von Vodafone über 6,8 Milliarden Euro für ihren Anteil von 44 Prozent an der französischen Telefongesellschaft abgelehnt. (vwd)

Zweiter US-Bundesstaat geht im Fall Microsoft in Berufung

West Virginia wird neben Massachusetts gegen das Urteil des Bundesgerichts in Washington im Kartellrechtsverfahren gegen die Microsoft Corp Berufung einlegen. Das Gericht hatte den Vergleich zwischen dem Software-Konzern und dem US-Justizministerium Anfang November in weiten Teilen gebilligt. West Virginia und Massachusetts sind die einzigen der neun ursprünglich klagenden Bundesstaaten, die bisher in Berufung gehen. (vwd)


Wirtschaftsnachrichten

Japan: Shiokawa relativiert Aussagen zum Yen-Dollar-Wechselkurs

Der japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa hat am Dienstag einen online veröffentlichten Bericht der Mainichi Shimbun zurückgewiesen, dem zufolge er ein Wechselkursverhältnis von 150 Yen bis 160 Yen je US-Dollar als wünschenswert bezeichnet hat. Diese Spanne sei von ihm lediglich als Beispiel für die Relation der beiden Währungen bei Kaufkraftparität genannt worden, stellte Shiokawa klar. Als wünschenswert habe er diese Bandbreite hingegen nicht bezeichnet. (vwd)

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Text: @la
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