Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse


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jack303:

Frühaufsteher, der tägl. Ausblick a.d. Börse

 
13.11.02 07:35
Medienschau

13. November 2002 Unternehmensnachrichten


Deutsche Börse ersetzt Epcos zum 23. Dezember im Dax

Als Ergebnis der Sitzung des Arbeitskreises Indizes werden ab dem 23. Dezember die Titel der Deutschen Börse AG, Frankfurt, vom MDax in den Dax aufrücken. Dafür fallen gleichzeitig die Papiere der Epcos AG, München, aus dem Dax heraus und werden dann im MDax geführt, wie die Deutsche Börse am Dienstagabend erklärte. Ende März 2003 werden Epcos dann in den neuen TecDax überführt. Die Indexentscheidung sei auf Grund der neuen so genannten Fast-Exit-Regel gefallen, hieß es. Epcos habe bei der Marktkapitalisierung nur noch den 52. Rang, Deutsche Börse hingegen den 19. Platz belegt. Beim Börsenumsatz liege Deutsche Börse auf Rang 34. Die Änderung im Nemax-50 wird den Angaben zufolge zum 30. November stattfinden. Die Titel der Senator Entertainment AG, Berlin, werden dann aus dem Auswahlindex fallen und den Neuen Markt insgesamt verlassen. An deren Stelle treten die Aktien der REpowerSystems AG, Hamburg.(vwd)

Philip Morris zieht Prognose für 2003 zurück

Der US-Konsumgüter- und Tabakkonzern Philip Morris hat seine bisherige Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2003 zurückgezogen. Der Kurs der im Dow-Jones-Index notierten Philip Morris-Aktie fiel um 14 Prozent. Der Finanzvorstand des Konzerns, Dinyar Devitre, sagte auf einer Investorenkonferenz am Dienstag in New York, die Zunahme billiger ausländischer sowie gefälschter Zigarettenmarken belaste die Branche. Deswegen ziehe Philip Morris seine bisherige Prognose für 2003 zurück. Das Unternehmen wolle Ende Januar kommenden Jahres weitere Angaben zu den Geschäftsaussichten für 2003 machen, wenn die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt werde, sagte Devitre weiter. Philip Morris hatte bisher für 2003 einen Anstieg des Gewinns je Aktie zwischen acht und zehn Prozent vorhergesagt. (Reuters)

Mediaset mit höherem Ebitda - Erwartet Gewinnsteigerung

Der italienische Medienkonzern Mediaset hat im abgelaufenen dritten Quartal die Gewinnprognosen der Analysten übertroffen und erwartet im vierten Quartal ein höheres Ergebnis als im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierungen (Ebitda) sei im dritten Quartal auf 177 Millionen Euro von 158 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum gestiegen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Von Reuters befragte Analysten hatten ein Ebitda von 172,1 Millionen Euro prognostiziert. Der konsolidierte Umsatz im dritten Quartal sei auf 366,8 (Vorjahresquartal 355,9) Millionen Euro gestiegen, teilte Mediaset weiter mit. Analysten hatten einen Umsatz von 365,7 Millionen Euro erwartet. Der Trend bei den Werbeeinnahmen in den letzten Monaten des Jahres und deutliche Kosteneinsparungen ließen im vierten Quartal Steigerungen beim Ebitda sowie beim operativen Gewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum erwarten, hieß es weiter. (Reuters)

Lycos Europe schreibt weiter tief rot

In den ersten neun Monaten 2002 beliefen sich Lycos Europes Umsätze auf Euro 89,3 Millionen, was einem Rückgang um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht (Euro 114,7 Millionen). In dem am 30. September 2002 abgelaufenen Quartal sanken die Umsätze von Euro 32,9 Millionen im Vorjahresquartal um 17 Prozent auf Euro 27,2 Millionen. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsaufwand, Steuern und Abschreibungen) belief sich in den ersten neun Monaten 2002 auf Euro -55,4 Millionen. Im dritten Quartal 2002 verbesserte sich das EBITDA um 42 Prozent auf Euro -15,7 Millionen im Vergleich zu Euro -27,2 Millionen im Vorjahresquartal. Der Fehlbetrag verringerte sich um 80 Prozent von Euro -880,6 Millionen in den ersten neun Monaten 2001 auf Euro -177,5 Millionen im gleichen Zeitraum 2002. Im dritten Quartal 2002 belief sich der Fehlbetrag auf Euro minus 30,4 Millionen im Vergleich zu Euro  minus 38,6 Millionen im dritten Quartal 2001. (Ad-hoc)

Umsatz- und Gewinnwarnung bei BinTec - Liquiditätsprobleme

Der Vorstand der BinTec Communications sieht die noch in der ad-hoc-Mitteilung vom 22.08.2002 prognostizierten Umsatz- und Ergebniszahlen (Umsatz bei Euro 28 - 32 Millionen bei nur ausgeglichenen EBITA) für nicht mehr realistisch an und nimmt die Umsatzprognose auf eine Korrektur in Höhe von Euro 24 - 26 Millionen (Vj. Euro 26,6 Millionen) zurück. Hierbei ist mit einem EBITA-Verlust von bis zu Euro vier Millionen (Vj. Euro 5 Millionen) zu rechnen. Der Cash-Bestand per 30.09.2002 belief sich auf 2,115 Millionen Euro. Um die erforderliche, weitere Finanzierung der BinTec Communications AG bis zum geplanten Turn-around zu sichern, verhandelt der Vorstand derzeit mit Finanzinvestoren. Die Liquiditätslage der Gesellschaft bleibt weiterhin angespannt. (Ad-hoc)


Wirtschaftsnachrichten

Japans Wirtschaft wächst im dritten Quartal stärker als erwartet

Die japanische Wirtschaft ist im dritten Quartal stärker als erwartet gewachsen. Die am Mittwoch vorgelegten Zahlen konnten jedoch nicht Befürchtungen zerstreuen, die wirtschaftliche Erholung verliere an Schwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei in der Zeit von Juli bis September zum Vorquartal real um 0,7 Prozent gestiegen, teilte die japanische Regierung in Tokio mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet. (Reuters)

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Text: @cri

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jack303:

Dax weiterhin auf Richtungssuche

 
13.11.02 07:42


13. November 2002
Die Sorge über einen möglichen militärischen Konflikt mit dem Irak und der Blick auf anstehende Konjunkturdaten - am Mittwoch werden Informationen über das Verhalten der US-Konsumenten erwartet - dürften den Börsen wenig Fantasie verleihen. Nach der verkappten Gewinnwarnung von Philip Morris dürften vor allem die Tabakaktien unter Druck stehen, während die Techwerte etwas Rückenwind haben könnten.

Bund-Future wartet auf neue Impulse

Die Marktteilnehmer sowohl an den Börsen als auch an den Rentenmärkten warten auf neue Inspiration. Vor dem Hintergrund der Sorgen um den Irakkonflikt und anstehende Konjunkturdaten dürften die Anleger vorsichtig agieren.

Euro in Asien knapp behauptet

Knapp behauptet präsentiert sich der Euro am Mittwoch im asiatischen Handel. Um 6.44 Uhr MEZ kostet ein Euro 1,0111 Dollar nach 1,0114 Dollar am Dienstagabend in New York. Zum Yen notiert die US-Währung mit 119,77 Yen nach 119,62 Yen am Dienstag in New York.

Tokios Börse schließt leichter

Die Börse in Tokio hat am Mittwoch leichter geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte fiel auf ein neues 19-Jahres-Tief von 8438,52 Punkten. Das ist ein Rückgang im Vergleich zum Vortages-Schlusskurs von 26,25 Punkten oder 0,3 Prozent. Der breit angelegte Topix gab um 3,19 Punkte oder 0,4 Prozent auf 836,43 Zähler nach.

Aktien Hongkong am Mittag etwas leichter

Etwas leichter zeigt sich die Börse am Mittwochmittag (Ortszeit) in Hongkong. Zum Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Hang-Seng-Index 0,3 Prozent bzw 27 Zähler auf 9.587. Insbesondere Titel aus dem Immobiliensektor verbuchen Kursgewinne und präsentieren sich besser als der Gesamtmarkt, sagt ein Händler. Im Mittelpunkt stehe die Rede des Wohnungsbauministers am Nachmittag, denn es sei offenbar eine Preisanhebung geplant. Zu den Verlierer gehören die Werte aus dem Versorgerbereich, wie etwa CLP, HK Electric und HK & China Gas. Sie leiden nach Einschätzung eines Marktteilnehmers unter der Dikussion über höhere Strom- und Gasgebühren.

USA: Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss

Eine Gewinnwarnung von Nordstrom ließ die Titel des Einzelhändlers am Dienstag im nachbörslichen Geschäft einbrechen. Das Unternehmen sagte für das dritte Quartal nur noch Gewinne von 0,13 bis 0,14 Dollar je Aktie voraus, während Analysten mit 0,19 Dollar gerechnet hatten. Die Titel verloren gegen 0.37 Uhr MEZ auf der Handelsplattform Island ECN 17 Prozent auf 18,37 Dollar. Im normalen Geschäft hatten sie noch um 3,1 Prozent zugelegt.

Northrop Grumman litten darunter, dass die Börsenaufsicht Security and Exchange Commission (SEC) laut darüber nachdachte, eine Zivilklage gegen den Hersteller von Rüstungs- und Technologiegütern anzustrengen. Northrop habe 1998 gemeinsam mit Lockheed Martin gegen Publizitätspflichten bei der seinerzeit angestrebten Fusion verstoßen. Northrop verloren nachbörslich an Nasdaq gegen 0.11 Uhr MEZ 1,3 Prozent auf 96,01 Dollar, nachdem sie im regulären Handel nahezu unverändert notiert hatten. Lockheed Martin zeigten sich nachbörslich dagegen nahezu unverändert. Aus dem regulären Handel gingen Lockheed mit einem Minus von 0,1 Prozent auf 54,53 Dollar.

Network Appliance kletterten hingegen bis 1.59 Uhr MEZ auf Island ECN um 4,9 Prozent auf 10,37 Dollar, nach einem Plus von bereits 5,9 Prozent im regulären Handel. Der Gewinn von 0,05 Dollar je Aktie im zweiten Quartal, den das Unternehmen nachbörslich bekannt gab, hatte die Erwartungen der Analysten getroffen.

Philip Morris belastet Dow - Cisco beflügelt Tech-Werte

Nachrichten über einen höheren Auftragsbestand beim weltgrößten Netzwerkausrüster Cisco Systems haben an den US-Börsen am Dienstag Hoffnungen auf eine Erholung des Technologiesektors geweckt und den Nasdaq-Index angetrieben. Dagegen habe der pessimistische Geschäftsausblick des US-Konsumgüter- und Tabakkonzerns Philip Morris die Gewinne bei den Standardwerten begrenzt, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index notierte zum Handelsschluss 0,32 Prozent höher auf rund 8.386 Punkten, nachdem er im Geschäftsverlauf bereits bis auf rund 8.505 Zähler geklettert war. Die US-Technologiebörse Nasdaq zog deutlich stärker um 2,30 Prozent auf rund 1.350 Zähler an, der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,77 Prozent auf 883 Punkte zu.

„Nach Oracle und Cisco nehmen die Optimisten wieder die Zügel in die Hand", sagte Anthony Iuliano, Leiter Aktienhandel bei Glenmede Trust. „Die Anleger befürchten, dass sie den Aufwärtstrend verpassen.“ Händler sagten, auch die Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank (Fed) hätten den Markt gestützt. Die US-Wirtschaft befindet sich danach weiterhin auf dem Weg der Erholung und erhält durch die deutliche Leitzinssenkung der vergangenen Woche neue Wachstumsimpulse.

Die Cisco-Aktie legte um rund 5,8 Prozent auf 12,87 Dollar zu und war Umsatzspitzenreiter an der Nasdaq. Cisco-Unternehmenschef John Chambers hatte auf einer Analystenkonferenz gesagt, der Auftragsbestand des Konzerns sei über das am 9. September genannte Volumen von 1,4 Milliarden Dollar gestiegen. Das Volumen hatte im September unter den zwei Milliarden Dollar im Vorjahr gelegen, was einige Analysten als Hinweis auf möglicherweise künftig sinkende Umsätze gewertet hatten. Der Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange kletterte um rund vier Prozent. Die Titel von Oracle gewannen rund fünf Prozent auf 9,50 Dollar. Finanzchef Jeff Henley hatte am Vorabend kurz vor US-Handelsschluss gesagt, der weltweit zweitgrößte Softwarehersteller und SAP-Konkurrent erwarte nach zwei Jahren rückläufiger Umsätze 2003 wieder Wachstum.

Dagegen fielen die Titel von Philip Morris um rund 14 Prozent auf 37,03 Dollar und belasteten damit die Standardwerte. Der Konzern zog seine bisherige Prognose für das kommende Geschäftsjahr 2003 zurück und begründete dies mit der Zunahme billiger ausländischer sowie gefälschter Zigarettenmarken, die die Branche belaste. Philip Morris bekräftigte jedoch die Prognose für den Gewinn im laufenden Geschäftsjahr. Der S&P-Tabakindex verlor 13,4 Prozent. Die Titel des weltweit zweitgrößten Mobiltelefonherstellers Motorola stiegen rund 4,4 Prozent auf 8,75 Dollar. Das Unternehmen hatte am Vorabend mitgeteilt, es halte an seiner im Oktober herabgesetzten Ergebnisprognose für das vierte Quartal fest.

Die Kommentare der Fed-Vertreter hätten die Kurse ebenfalls gestützt, sagten Händler. Der Präsident der Federal Reserve Bank von Minneapolis, Gary Stern, hatte sich überzeugt gezeigt, dass die Erholung der US-Wirtschaft auf dem Weg ist. Fed-Vize-Präsident Roger Ferguson betonte, auch nach der Zinssenkung vor einer Woche verfüge die Fed noch über genügend Spielraum für eine wachstumsfördernde Geldpolitik.

US-Anleihen schließen nahezu unverändert

Weitgehend mit Aufschlägen haben sich die US-Anleihen am Dienstag präsentiert, gegen Handelsende gingen die Gewinne jedoch wieder zurück. Am Montag hatte es wegen eines Feiertags keinen  Anleihehandel gegeben, daher habe es noch Umschichtungen in die Papiere  gegeben, erklärten Händler. So sei es über weite Teile zu der eher unüblichen gleichlautenden Tendenz von Aktien und Treasurys gekommen. Zehnjährige Papiere mit einem Kupon von vier Prozent gewannen letztlich 3/32  auf 101-10/32. Die Rendite betrug 3,84 Prozent nach 3,852 Prozent am Freitag. Der mit 5,375 Prozent  verzinste 30-jährige Longbond sank um 1/32 auf 108-27/32 und rentierte mit 4,80 Prozent nach 4,798 Prozent. Tagesgeld wurde mit 1-5/16 Prozent gehandelt.

Unterstützung für die Notierungen kam laut Händlern weiterhin von den weltpolitischen Belastungen, wovon Anleihen als sicherer Hafen profitierten. Das habe Umschichtungen in die Staatsanleihen begünstigt. Einen gewissen Einfluss auf den Handelsverlauf nahmen Äußerungen von Fed-Repräsentanten. So meinte etwa Vice-Chairman Roger Ferguson in Pittsburgh, dass die bisher  vorgenommene Serie von Zinssenkungen ausreichen müsste, um eine Konjunkturerholung zu bewirken. Auch schwächere Konjunkturdaten widersprächen dem nicht, hieß es von Ferguson.

Quellen: FAZ.NET, vwd, dpa, AP, AFP, Bloomberg, Reuters.
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Text: @cri

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