Forscher: Internet weit übschätzt. Ein Fallbeil


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Forscher: Internet weit übschätzt. Ein Fallbeil

 
27.01.01 18:12
Das Internet ist langweilig

Angeblich haben sich bereits 30 Millionen Menschen in Großbritannien und den USA ganz aus dem Internet verabschiedet. Ermittelt wurden die Daten vorwiegend durch Umfragen (siehe dazu auch: Internet Dropouts, InterNots und die Nevers). Besonders viele dieser Internetflüchtigen sollen Teenager sein. "They came, they surfed and they went back to the beach", titelt Sally Wyatt vom Forschungsprogramm Virtual Society?, die diese Gruppe untersuchte. Die "ehemaligen Benutzer" sind nach Wyatts Ansicht keine Neo-Ludditen, sondern schlichte Aufmerksamkeitsverweigerer. Nachdem sie im Web nicht gefunden haben, was sie wollten, hätten sie sich schlicht anderen Aktivitäten zugewandt.

Als speziell für Teenager relevante Gründe nennt Wyatt Langeweile, zuviel Werbung und die Einsicht, dass sich ein eigener Zugang nicht lohnt. Unterstützt werden die Zweifler an der kommenden Generation zudem von Hinweisen, dass sich die Teenager aus dem Internet zurückziehen würden, weil es dort nicht genug zu kaufen gebe. Tatsächlich entpuppten sich viele speziell auf Teenager ausgerichtete Webseiten als geschäftlicher Misserfolg.

Insgesamt meinen die Forscher, dass man die Auswirkungen des Internet weit überschätzt habe. Die Faszination könnte nur eine vorübergehende Erscheinung gewesen sein, wozu die gegenwärtigen Probleme der Internetfirmen gerade zu passen scheinen. "Es wird unser Leben verändern", sagt Steve Woolgar, der Leiter des Projekts am Economic and Social Research Council (ESRC), "aber nicht halb so tiefgreifend, wie wir das gedacht haben. Für die Masse der Bevölkerung wird es das Leben nicht wesentlich verändern." Das Internet ersetzt seiner Ansicht nach nicht herkömmliche Vorgänge, die virtuelle Aktivität stimuliert lediglich die wirkliche Aktivität. Das beste Beispiel dafür sei die Idee des papierlosen Büros.

Es geht genauso schell runter wie es hoch ging. New Econemy ein Fallbeil.



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Courtage:

Interessanter Beitrag. o.T.

 
27.01.01 18:53
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TamerJ:

interessant!!! mehr davon o.T.

 
27.01.01 19:01
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Makelo:

naja ... wohl doch eine wenig abwägige Analyse...

 
27.01.01 19:45
Der Beitrag ist ein typisches Beispiel für unrepräsentative Umfragen und daraus resultierenden sogenannten Forschungsergebnissen.
Es steht ohne Zweifel fest, dass das Internet und seine Auswirkungen auf die Aktivitäten der gesamten Gesellschaft, in den letzten Jahren weit überschätzt wurden.

Aber das die Jugend als repräsentativ für die zukünftige Entwicklung der Internetaktivitäten gelten soll, ist doch wohl weit übertrieben. Sicher haben viele dieser das Internet mal ausprobiert und sind nach kurzer Benutzung wieder abgedreht und haben sich wieder Aktivitäten zugewandt, die dieser Gruppe eben mehr Spass machen. Aber das ist doch eine typische Erscheinung in diesen bestimmten Altersgruppen. Alles mal auszuprobieren und sich für nichts richtig zu interessieren. Das gibt sich aber spätestens beim Eintritt ins Arbeits- oder Studienleben. Das Internet ist hier bereits jetzt fest integriert.
Auch im privaten Bereich wird sich noch einiges grundlegend ändern und es kommt später keiner mehr umhin, sich auf diese Änderungen einzustellen.

Ein Beispiel:
Online-Banking
Dieser Bereich wird immer stärker ausgebaut und von den Banken unterstützt.
Grund sind die enormen Kostenverringerung. Die Bankenlandschaft ist seit einiger zeit im Umbruch und es werden immer mehr Filialen geschlossen. Es wird so weit kommen, das Kunden die sich gegen das Online-Banking sperren, durch höhere Gebühren und emensen Zeitaufwand bestraft werden.

Und es gebe es noch zahlreiche  weitere Beispiele zu nennen.

Das sich diese Entwicklung aber langsamer vollzieht als von vielen erwartet ist mit der Trägheit und Unsicherheit der Menschen zu erklären. Daneben müssen in der Struktur des Internets entsprechende Grundlagen geschaffen werden. Selbst für regelmässige Nutzer ergeben sich oft Probleme dem Wirrwar der Datenflut noch folgen zu können.

Das es eine Aussorierung der guten und schlechten Geschäftideen, Firmen und Dienstleister gibt ist auch völlig normal. Erst mal versucht jeder auf den fahrenden Zug aufzuspringen und sich zu beteiligen.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Und die Zeit und der Markt säubert und sortiert.
Dies ist aber kein Phänomen des Internets. Das war bei allen revolutionären Neuerungen so und wird sich auch in der weiteren Geschichte noch tausende male wiederholen.

Es geht nicht so schnell runter wie hoch, sondern es reguliert sich auf ein gesundes Aussmass. Wer mit seiner Idee neben den Bedürnissen der Marktteilnehmer lag, muss eben gehn. Wer nicht schnell genug war, selbes usw.
Aber solch lächerliche MaFo-Ergebnisse gab es auch bei jeder Neuerung. Wenn es danach gehen würde, würden wir heute noch mit der Kutsche rumfahren und du würdest dein Gehalt weiter in einer Tüte erhalten und müsstest es an den Fingern abzählen.

Das blinde Vertrauen in alles geschriebene, was mit dem Deckel von Forschungsarbeiten und repräsentativ deklariert wurde, ist schon recht belustigend und zum Teil beängstigend.
Aber das ist wohl ein Zeichen vom information-overload. Und daran ist das Internet nun wirklich stark beteiligt.

MfG Make
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jumpin jack:

wen interessieren die teenager ! internet ist ..

 
27.01.01 20:09
kein spielzeug ! es ist ein neues medium und steht am anfang und basta.

natürlich gehen die teenies lieber an die beach ! ich auch ! ich bleibe  auch nicht zu hause nur um fernzusehen. aber wer kann sich ein leben ohne fernseher noch ernsthaft vorstellen ?? und inzukunft gibt es kein leben ohne  internet oder etwas so ähliches.

Gruss JJ
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taos:

Dazu gibt es noch in der c't

 
27.01.01 20:52
www.heise.de/newsticker/data/pmo-25.01.01-000/
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hailwood:

teenager ziehen sich zurück?

 
27.01.01 20:56
ich kann das nicht glauben. Für die Teenager aus meinem Bekanntenkreis ist das Internet, neben SMS's verschicken, das wichtigste Medium überhaupt, wichtiger noch als Fernsehen. Wer sorgt denn wohl für die vielen Zugriffe auf den Fanseiten von Britney Spears und CO? Wir Arivaner bestimmt nicht. Ich arbeite selber in der Medienbranche und kann nur versichern, daß zumindest für unsere Zielgruppe (12-25 Jahre, die Nutzung des Internets immer selbstverständlicher wird.
Natürlich hat die Freizeit auch einen hohen Stellenwert, aber selbst Teenager buchen ihren Urlaub schon übers Internet! Geht doch mal abend in ein Internet-Cafe und schaut, was da los ist! Oder fragt mal die genervten Eltern, was sie davon halten, daß der Nachwuchs dauernd das Telefon blockiert, weil der Nachwuchs mal wieder auf Surf-Tour ist!

hail

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taos:

Das Internet wird selbstverständlicher!

 
27.01.01 22:05
Ich habe nie verstanden warum die Leute im Internet „surfen". Das war eine Modeerscheinung die IN war, aber alles was mal IN ist, ist genau so schnell OUT.

Keiner kämme auf die Idee alle möglichen 130iger Nummern anzurufen, nur weil der Anruf kostenlos ist. Sinnloses surfen ist OUT. Aber deswegen ist der Informationsgehalt des Netzes nicht geringer geworden. Wer gesurft hat, wollte sich berieseln lassen, für so etwas ist Fernsehen viel besser geeignet. Es grüßt die 2 Klassen Gesellschaft.

Dabei ist für Firmen, die wirtschaftlich interessantere Variante sicherlich ein Gebrauch der sich etwa mit der Nutzung der „Gelben Seiten" vergleichen läßt. Es werden gezielt Informationen über Produkte gesucht und diese Produkte werden auch gekauft.

Das zum Teil die Nutzer auch verärgert werden, liegt einfach auch daran, das die Firmen die Inhalte fürs Internet aufbereiten, weit entfernt von der Praxis sind. Da gibt es Shockwave und was weis ich alles, nur ich sitze tagsüber in einem größerem Büro, mit einigen anderen Entwicklern. Dort stehen etwa 50 Computer, glücklicherweise hat keiner davon Lautsprecher. Also was an den Seiten so toll seien soll, sehe oder besser höre ich gar nicht. Die Effekte sind zum Teil einfach nur blöde. Zu hause mit T-DSL und (seit etwa 4 Wochen auch wider) Boxen, wirken diese Seiten natürlich total anders.

Bei vielen Dingen, die ich kaufe und die es nicht im nächsten Supermarkt gibt ist das Internet das Informationsmittel Nummer 1.

Taos





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TamerJ:

3% der weltbevölkerung hat gerade ein Handy 7%

 
27.01.01 22:48
einen Computer,, es wird eine Zeit kommen, wo jeder Mensch in der Welt mit jedem kommunizieren wird.. die Industrie wird automatisiert.. die Produktion wird jeden Menschen sättigen.. es wird eine Zeit geben, dass so ähnlich wird wie der Kommunismus oder Raumschiff Enterprise:))) es wird eine schöne Zukunft, die auch ihre Schattenseiten haben wird, wie im Film MATRIX.. aber das dauert noch 200-600 Jahre.. bis dahin können wir die Zukunft an der Börse spielen..und unsere Phantasie durchgehen lassen :))  
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