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Fondsrating-Agenturen

 
08.05.02 11:23

Fondsrating-Agenturen  
Orientierung, aber keine Garantie


Der Fondsdschungel grünt und blüht - trotz Börsenflaute und Krise am Neuen Markt präsentiert sich dem Anleger auf dem Investmentmarkt eine verwirrende Vielfalt von mehr als 5000 in- und ausländischen Fonds. Dass so manches Gewächs aus diesem Biotop in Bezug auf die langfristigen Renditechancen eher in die Gattung der Sumpfblüten eingeordnet werden sollte, liegt af der Hand. Doch für die Laien im Fondsgeschäft sind die Chancen und Risiken einzelner Produkte nicht auf den ersten Blick zu erkennen.

Eine Schneise für Anleger wollen Fondsrating-Agenturen ins Dickicht der Anbieter schlagen. Hierbei werden die Fonds je nach Qualität in verschiedene Kategorien eingeteilt. Die internationalen Agenturen Standard & Poor’s (www.funds-sp.de) und Morningstar (www.morningstarfonds.de) vergeben einen bis fünf Sterne, bei der deutschen Agentur Feri Trust (www.feritrust.de) erfolgt die Einstufung ebenfalls in fünf Stufen von “A” für Top-Fonds bis “E” für Verlustbringer. Alle drei Agenturen haben jeweils mehr als 1.000 Investmentfonds unter Beobachtung - damit sind zumindest die wichtigsten Produkte abgedeckt.



Unterschiedliche Kriterien


Die Vorgehensweise der einzelnen Agenturen ist unterschiedlich. Zwar ist die Basis stets die Wertentwicklung in der Vergangenheit, doch schon hier setzen die Bewerter individuelle Schwerpunkte. So legen die Experten bei Standard & Poor’s viel Wert darauf, dass die Wertentwicklung eines Fonds möglichst stetig und schwankungsarm verläuft. Dieses Kriterium wird zwar auch bei Feri Trust berücksichtigt, doch mit einer Gewichtung von 70 Prozent steht hier die reine Wertentwicklung im Vergleich zur Konkurrenz an erster Stelle. Bei Morningstar wiederum spielt auch die Höhe der Ausgabeaufschläge eine Rolle, die bei der Einstufung der Fonds mit berücksichtigt wird.
Einen Sonderweg beschreitet Standard & Poor’s mit der zusätzlichen Bewertung des Fondsmanagements. Schneidet ein Fonds anhand der Renditedaten gut ab, nehmen die Analysten die Qualifikation der Fondsmanager akribisch unter die Lupe. Die Ergebnisse werden einem Komitee vorgelegt, das dann über das Management-Rating von “A” bis “AAA” entscheidet.



Fondsanalysten im Überblick


NameInternetadresseFondsgattungenSchwerpunkte BewertungRatingstufenZugang zur Datenbank
Feri Trustwww.feritrust.de target="_new" rel="nofollow">www.feritrust.deAktien- und RentenfondsRendite, RisikoA bis Ekostenlose Registrierung, Cookies erforderlich
Lipperwww.lipperleaders.com target="_new" rel="nofollow">www.lipperleaders.comAktien-, Renten- und Mischfondsje nach Wahl Rendite oder Schwankungs-intensität1 bis 5ohne Registrierung und Cookies, derzeit nur Englisch
Morningstarwww.morningstarfonds.de target="_new" rel="nofollow">www.morningstarfonds.deAktien-, Renten- und MischfondsRisiko, Rendite, Kosten* bis *****ohne Registrierung und Cookies

Standard & Poor's

www.funds-sp.com/win/de/Index.jsp target="_new" rel="nofollow">www.funds-sp.deAktien-, Renten-, Misch- und ImmobilienfondsRisiko und Rendite* bis *****ohne Registrierung, Cookies erforderlich
Standard & Poor's Management-Ratingwww.funds-sp.com/win/de/Index.jsp target="_new" rel="nofollow">www.funds-sp.deAktien- und RentenfondsQualität des FondsmanagementsA bis AAAohne Registrierung, Cookies erforderlich

Quelle: Angaben der Anbieter



Gute Orientierungshilfe


Für Thomas Bieler, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, stellen Ratings eine gute Orientierungshilfe beim Einschätzen der Fondsqualität dar. Er weist darauf hin, dass die Analyse meist sehr viel gründlicher verlaufe als bei reinen Rendite-Hitlisten in manchen Anlegermagazinen oder auf Internet-Informationsseiten, die oft nur isoliert die Wertentwicklung über einen einzigen Zeitraum darstellen. “Gerade bei der Betrachtung kurzer Vergleichszeiträume können daraus schnell falsche Schlüsse gezogen werden.”

Liegt beispielsweise ein Ostasien-Fonds aufgrund einer zufälligen Markterholung vorn, ist er aufgrund seiner hohen Schwankungsrisiken dennoch nicht als Basisinvestment geeignet. Als positives Beispiel für die Fondsbewertung in Finanzzeitschriften nennt Bieler das Magazin FINANZtest von der Stiftung Warentest. In 11 Fondskategorien wird die Wertentwicklung über insgesamt 49 Einjahres-Zeiträume analysiert und mit dem entsprechenden Index verglichen. Ein grünes, gelbes oder rotes Signal zeigt dann die Qualität des Fonds an.



Werben mit alten Ratings


Bei guter Benotung erscheint es schon als fast zwangsläufige Folge, dass die Fondsgesellschaften das Analystenlob für die Verkaufsförderung einsetzen. Allerdings sollten Anleger die Werbung mit guten Rating-Noten mit Vorsicht genießen. So ist es durchaus schon vorgekommen, dass Fondsgesellschaften mit überholten Top-Ratings geworben haben, obwohl die Agenturen den Fonds mangels guter Ergebnisse mittlerweile ins Mittelfeld zurückgestuft hatten. Vor der Anlageentscheidung sollte folglich stets geprüft werden, ob die vom Fondsanbieter genannte Rating-Einstufung noch aktuell ist.

Auch wenn Fondsratings eine gute Orientierungshilfe im Anbieterdschungel liefern, sollte ihre Bedeutung nicht überschätzt werden. Beim Wechsel des Fondsmanagements oder der Anlagestrategie kann ein gutes Rating unter Umständen schnell zur Makulatur werden. “Für künftige Entwicklungen können Ratings keine Garantie bieten”, gibt Bieler zu bedenken. Dazu kommt, dass vor der Entscheidung für eine bestimmte Fondsgattung die Vermögensaufteilung, die Risikobereitschaft sowie die Einkommensverhältnisse und die steuerliche Situation berücksichtigt werden müssen. Bieler: “Diese Fragen müssen vor dem Investment geklärt sein.”
multexinvestor
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Arbeiter:

Fonds- professionell / interessanter Link !

 
09.05.02 21:32
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