"Fondsmanager wissen auch nicht mehr als normale Anleger"
Ein gezieltes Management von Aktienfonds bringt kaum einen besseren Ertrag als das Nachbilden eines Index, zeigt eine neue Studie der Security KAG.
Fonds werden dafür bezahlt, daß sie Experten beschäftigen, die dann Entscheidungen treffen, um unser Geld zu vermehren. Nach Möglichkeit sollten sie bessere Entscheidungen treffen als dies die breite Masse tut, und eine bessere Performance als der Index haben. Das schaffen sie aber nicht, zeigt eine Studie der Security KAG, der Fondsgesellschaft der Grazer-Wechselseitigen-Gruppe.
Konkret betrachtet die Studie 87 Fonds, die in globale Aktien investieren und vergleicht die Performance der Fonds mit der Entwicklung des MSCI World Index. Ergebnis: Nach fünf Jahren lagen 50 von 87 Fonds hinter dem Index, hatten also eine schlechtere Wertentwicklung, und nur zwei Fonds waren wirklich statistisch signifikant besser als der Vergleichsindex.
"Unter 87 Affen, die mit Dartpfeilen wahllos Aktien auswählen, müßten es vier sein, die signifikant besser als der Index sind", meint Peter Ladreiter, der diese Studie verfaßt hat. Statistisch gesehen ist es also reiner Zufall, daß manche Fondsmanager eine bessere Performance haben als der Markt, ergänzt Martin Mikulik, Chef der Security KAG.
Bei einem längeren Untersuchungszeitraum von zehn Jahren blieben aus 42 Fonds vier signifikant bessere übrig - die restlichen 45 existierten vor zehn Jahren noch nicht. Diese vier waren zwar statistisch gesehen wirklich besser als der Index, jedoch war keiner der vier im zehnjährigen Zeitraum besseren Fonds unter jenen zweien, die über fünf Jahre besser waren als der Index. "Auch das spricht wieder, dafür, daß ein Übertreffen des Index reiner Zufall ist", sagt Mikulik.
Aber wofür braucht man dann überhaupt noch Fonds? Sollte man einfach nur noch Indexzertifikate kaufen? Kurzfristig sicher keine schlechte Strategie, meint Constantin Veyder-Malberg, Chef der Capital Bank (Ex-RBB Wolfsberg), der Privatbank der Grazer-Wechselseitigen-Gruppe. Schnelle Aufwärtsbewegungen der Indizes könnten so mitgenommen werden. Langfristig seien aber indexnahe Fonds besser, weil diese, im Gegensatz zu Indexzertifikaten, neben der Kurssteigerung durch die Dividendenrendite langfristig um ein bis zwei Prozent besser seien als Indexzertifikate, sagt Veyder-Malberg.
Warum sind Fondsmanager nicht besser als der Markt? Sie sollten doch über mehr Information verfügen. Der Privatbank-Chef meint, alle Informationen seien für jedermann so schnell verfügbar, daß kein Fondsmanager dadurch einen signifikanten Wettbewerbsvorteil habe. "Einen Informationsvorsprung gibt es eigentlich nicht mehr und die Regeln gegen Insiderwissen verhindern, daß echte Insider ihre Informationen verwenden dürfen." Das gelte aber nur für entwickelte Märkte in Europa und den USA. In weniger entwickelten Märkten, wie etwa Emerging Markets, sei die Verfügbarkeit von Information für jedermann noch nicht so gegeben, und dort könne man auch mit aktivem Fondsmanagement einen Mehrertrag erzielen.
"gg" haben wir doch immer gewußt
Ein gezieltes Management von Aktienfonds bringt kaum einen besseren Ertrag als das Nachbilden eines Index, zeigt eine neue Studie der Security KAG.
Fonds werden dafür bezahlt, daß sie Experten beschäftigen, die dann Entscheidungen treffen, um unser Geld zu vermehren. Nach Möglichkeit sollten sie bessere Entscheidungen treffen als dies die breite Masse tut, und eine bessere Performance als der Index haben. Das schaffen sie aber nicht, zeigt eine Studie der Security KAG, der Fondsgesellschaft der Grazer-Wechselseitigen-Gruppe.
Konkret betrachtet die Studie 87 Fonds, die in globale Aktien investieren und vergleicht die Performance der Fonds mit der Entwicklung des MSCI World Index. Ergebnis: Nach fünf Jahren lagen 50 von 87 Fonds hinter dem Index, hatten also eine schlechtere Wertentwicklung, und nur zwei Fonds waren wirklich statistisch signifikant besser als der Vergleichsindex.
"Unter 87 Affen, die mit Dartpfeilen wahllos Aktien auswählen, müßten es vier sein, die signifikant besser als der Index sind", meint Peter Ladreiter, der diese Studie verfaßt hat. Statistisch gesehen ist es also reiner Zufall, daß manche Fondsmanager eine bessere Performance haben als der Markt, ergänzt Martin Mikulik, Chef der Security KAG.
Bei einem längeren Untersuchungszeitraum von zehn Jahren blieben aus 42 Fonds vier signifikant bessere übrig - die restlichen 45 existierten vor zehn Jahren noch nicht. Diese vier waren zwar statistisch gesehen wirklich besser als der Index, jedoch war keiner der vier im zehnjährigen Zeitraum besseren Fonds unter jenen zweien, die über fünf Jahre besser waren als der Index. "Auch das spricht wieder, dafür, daß ein Übertreffen des Index reiner Zufall ist", sagt Mikulik.
Aber wofür braucht man dann überhaupt noch Fonds? Sollte man einfach nur noch Indexzertifikate kaufen? Kurzfristig sicher keine schlechte Strategie, meint Constantin Veyder-Malberg, Chef der Capital Bank (Ex-RBB Wolfsberg), der Privatbank der Grazer-Wechselseitigen-Gruppe. Schnelle Aufwärtsbewegungen der Indizes könnten so mitgenommen werden. Langfristig seien aber indexnahe Fonds besser, weil diese, im Gegensatz zu Indexzertifikaten, neben der Kurssteigerung durch die Dividendenrendite langfristig um ein bis zwei Prozent besser seien als Indexzertifikate, sagt Veyder-Malberg.
Warum sind Fondsmanager nicht besser als der Markt? Sie sollten doch über mehr Information verfügen. Der Privatbank-Chef meint, alle Informationen seien für jedermann so schnell verfügbar, daß kein Fondsmanager dadurch einen signifikanten Wettbewerbsvorteil habe. "Einen Informationsvorsprung gibt es eigentlich nicht mehr und die Regeln gegen Insiderwissen verhindern, daß echte Insider ihre Informationen verwenden dürfen." Das gelte aber nur für entwickelte Märkte in Europa und den USA. In weniger entwickelten Märkten, wie etwa Emerging Markets, sei die Verfügbarkeit von Information für jedermann noch nicht so gegeben, und dort könne man auch mit aktivem Fondsmanagement einen Mehrertrag erzielen.
"gg" haben wir doch immer gewußt