: Flugzeugfriedhöfe überfüllt


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: Flugzeugfriedhöfe überfüllt

 
13.12.01 09:49
Kein Ende der Luftfahrtkrise: Flugzeugfriedhöfe überfüllt

Bis zu 2400 Maschinen könnten im Frühjahr außer Dienst gestellt sein. Und ein Ende der Krise ist nicht abzusehen.

Die Flugzeugfriedhöfe in den USA sind zunehmend überfüllt. | (c) epa

 
 

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Weltgrößte Airline in schweren Turbulenzen


Die weltweite Krise des Flugwesens läßt die Zahl der nicht mehr benötigten Verkehrsflugzeuge unaufhaltsam steigen. Warteten Ende Oktober 1700 Flugzeuge auf neue Aufgaben und Eigentümer, so waren es per 30. November bereits 1828. Die Zahl der gestrandeten Maschinen könnte demnächst 2000 erreichen, den höchsten Stand der Geschichte der Luftfahrt. 1993 hatte eine Krise 1089 Flugzeuge auf den Boden gezwungen. Beliebte Abstellplätze sind die großen Flugzeugfriedhöfe im warm-trockenen und somit korrosionsarmen Klima Arizonas und Südkaliforniens.


Auch die AUA-Gruppe bleibt von dieser Tendenz nicht verschont. Die Flotte ist von 102 auf 96 Flugzeuge geschrumpft. Der Höhepunkt der Krise dürfte noch nicht erreicht sein. Da viele Airlines weiter massiv Personal abbauen, könnte nach Angaben von Luftfahrtexperten bis zum Frühjahr der "Überbestand" auf 2400 Maschinen anwachsen. Viele der Flugzeuge sind zwar älterer Bauart. Aber schon müssen Aer Lingus und British Midland neue Airbusse außer Dienst stellen.


Bis 11. September waren Flugzeuge erst weit jenseits des zehnten "Geburtstags" ein Fall für den Gebrauchtmarkt. Seit den Terrorakten von New York sind 92 der begehrten Boeing 737 ausgemustert worden - vorher waren erst 15 Jets dieses Typs in "Pension". Umgekehrt ermöglicht diese Tendenz finanzschwachen Airlines, moderne Gebraucht-Jets zu kaufen.


Airbus-Produktion sinkt

MÜNCHEN (vwd). Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (European Aeronautic Defence and Space) rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Luftfahrtkrise. Während für 2002 ein Rückgang der Airbus-Auslieferungen von 320 heuer auf 300 Einheiten prognostiziert wird, muß laut Co-Geschäftsführer Rainer Hertrich 2003 mit einem weiteren Absinken gerechnet werden. Im laufenden Geschäftsjahr strebe die EADS weiterhin ein Umsatzwachstum von 20 Prozent sowie einen Zuwachs bei Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 15 Prozent an. Hertrich zeigte sich zuversichtlich, daß Deutschland den Kaufvertrag für den neuen Militär-Airbus A400 M wie geplant bis Jahresende unterzeichne.



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