Die Global Cement and Concrete Association (GCCA) hat auf der COP29 in Aserbaidschan internationale Definitionen für kohlenstoffarmen Zement und Beton vorgestellt. Dieser Schritt soll die umweltfreundliche Beschaffung vereinfachen und die weltweite Nutzung nachhaltiger Baumaterialien fördern.
Der deutsche Vizekanzler Robert Habeck betonte bei der Vorstellung die Bedeutung dieser Initiative und sagte: „Dies ist ein großer Schritt vorwärts auf dem Weg zu einer umweltfreundlicheren gebauten Umwelt und einer umweltfreundlicheren Weltwirtschaft. Leitmärkte für kohlenstoffarme Grundmaterialien sind ein wichtiger Bestandteil der politischen Landschaft zur Unterstützung der Dekarbonisierung von Sektoren wie Zement und Beton.“
Die neuen Definitionen wurden in Zusammenarbeit mit Regierungen, internationalen Organisationen und Branchenvertretern entwickelt. Sie basieren auf Umweltproduktdeklarationen (EPDs), die allgemein zur Messung des CO2-Fußabdrucks im Bausektor anerkannt sind.
Thomas Guillot, Geschäftsführer der GCCA, erläuterte die Bedeutung dieses Schritts: „Beton und sein Hauptbestandteil Zement sind nach Wasser die am häufigsten verwendeten Materialien auf der Erde und für Infrastruktur, Wohnraum und widerstandsfähige Gemeinschaften unverzichtbar. Wir fordern politische Entscheidungsträger und Unternehmen auf, umweltfreundliche Beschaffungspraktiken einzuführen, um die Dekarbonisierung zu beschleunigen.“
Die Definitionen basieren auf der Arbeit der Internationalen Energieagentur (IEA) für die G7 im Jahr 2022 und sind so zugeschnitten, dass sie lokalen Benchmarks und Zielen gerecht werden und gleichzeitig die globale Konsistenz wahren. Sie zielen darauf ab, öffentliche und private Beschaffungsbemühungen zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele zu unterstützen.
Die Betonproduktion macht derzeit rund 7 % der weltweiten CO2-Emissionen aus. Die GCCA und ihre Mitglieder, die 80 % der Zementproduktionskapazität außerhalb Chinas repräsentieren, haben sich im Rahmen ihrer Roadmap „Concrete Future 2050“ verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.
Diese Entwicklung dürfte die Nachfrage nach kohlenstoffarmen Materialien ankurbeln und sie zu einem zentralen Bestandteil des globalen Übergangs zu einer nachhaltigen gebauten Umwelt machen.
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