Fed: Im Westen nichts Neues

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Fed: Im Westen nichts Neues sir charles
sir charles:

Fed: Im Westen nichts Neues

 
20.03.02 10:24
#1
Fed: Im Westen nichts Neues

Washington - Das Ende der Zinssenkungs-Spirale. Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Dienstag wie erwartet die Leitzinsen auf dem niedrigsten Niveau seit 40 Jahren gelassen, aber zugleich die Finanzmärkte auf Zinserhöhungen ab Jahresmitte 2002 vorbereitet. Die US-Währungshüter warnten in ihrer Erklärung erstmals seit 15 Monaten nicht mehr vor einer weiteren konjunkturellen Abkühlung und sprachen stattdessen von einem bedeutenden Wachstumstempo der weltgrößten Volkswirtschaft. Analysten werteten dies als Signal für ein Ende des Zinssenkungszyklus und als Vorbote für höhere Leitzinsen im Jahresverlauf. Einige Experten halten bereits ab Mai eine Anhebung des entscheidenden Zielsatzes für Tagesgeld von 1,75 Prozent für möglich, andere im Juni oder spätestens im August.

Konjunkturaufschwung

In ihrer Erklärung stellte die Fed fest, dass die Inflationsrisiken und die Gefahren einer weiteren Konjunkturabschwächung inzwischen ausgewogen seien. Sie betonte zudem, dass die Wirtschaft unterstützt vom Lageraufbau nach den "Informationen, die seit unserem letzten Treffen bekannt geworden sind" mit einem "bedeutenden Tempo" wachse. Die Fed warnte aber zugleich: "Der Grad der Nachfrageerholung als wichtige Voraussetzung für einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung wird in den nächsten Monaten weiter ungewiss bleiben."

Keine rasche Anhebung der Zinsen

Bei den Fed-Funds-Futures ist nach Angaben von Marktteilnehmern bereits eine Anhebung des Tagesgeldzielsatzes (Fed-Funds-Rate) um 25 Basispunkte am 5. Mai zu über 75 Prozent eingepreist. Zu 100 Prozent eingepreist ist ein Tagesgeldzielsatz von 3,00 Prozent am Jahresende. Volkswirte äußern sich in ersten Stellungnahmen etwas vorsichtiger. Zwar sind auch sie der Meinung, dass die Fed bestrebt sein wird, den Leitzins auf ein neutrales Niveau von rund 3 Prozent anzuheben, doch sind sie weniger sicher, welches Tempo die Notenbank vorlegen wird. Die Fed sollte sich lieber nicht zu sehr mit ihren Zinsschritten beeilen, so etwa John Silvia, Chefvolkswirt bei Wachovia Securities.

Reaktionen

Die Finanzmärkte zeigten am Dienstagabend keine nennenswerte Reaktion auf den Beschluss der Fed. Der Euro pendelte sich nach vorübergehenden leichten Einbußen wieder bei Kursen nahe 0,8830 Dollar ein. Die US-Aktienbörsen zeigten sich unbeeindruckt und bewegten sich kaum. Die US-Staatsanleihen fielen nach kurzfristigen leichten Kursgewinnen auf das Niveau vor der Fed-Entscheidung.

Indizes: Ausgewählte Börsen im Überblick
20.03.2002/08:13 Uhr (Veränderung in Prozent)
DAX 5.462,55 +0,67
Nemax50 1.041,91 +1,35
Stoxx 3.707,12 +0,25
FTSE100 5.316,10 +0,31
Dow Jones 10.635,20 +0,54

Nasdaq 1.880,87 +0,20

Nikkei 11.526,70 -2,26

Leider hat sich meine Prognosse von gestern nicht bestätigt, daß durch eine
positive Rede von Alan die ami Börsen in die Höhe gehen.

sooo Long


Fed: Im Westen nichts Neues sir charles
sir charles:

Und wieder mal keine Statements???? o.T.

 
20.03.02 10:33
#2
Fed: Im Westen nichts Neues Seth Gecko
Seth Gecko:

na gut. Mein Statement zur Marktreaktion:

 
20.03.02 10:53
#3
Wieso hätte der Markt nach der Sitzung steigen sollen? Die konjunkturelle Lage ändert sich nicht so schnell, wie Greenspan die Orte seiner Reden ändert. Und die kurzfristigen Reaktionen auf Zinsentscheidungen (oder Nichtentschedungen) sind sowieso meist zu vernachlässigen. Nein, es sieht tatsächlich so aus, als ob die Konjunktur gemächlich anspringen würde. Alan hat dies zum 113. Mal innerhalb von 7 Wochen (so kommt's mir vor ;-) bestätigt, und wie immer darauf hingewiesen, daß nunmal nichts auf der Welt absolut sicher ist, so auch dieser Aufschwung (, der wohl nebenbei bemerkt erstmal nicht die erhofften Gewinnsteigerungen mit sich bringen wird). Momentan erleben wir den klassischen fait accompli (den ich, daß sag ich mal, weil ich nicht bescheiden bin, schon vor einigen Monaten vorausgesagt habe ;-), sprich, es geht nicht nur trotz, sondern gerade wegen der scheinbaren Bestätigung des Aufschwungs durch wichtige Wirtschaftsindikatoren, jetzt nicht mehr weiter nach oben, und zwar nicht aufgrund der hohen allg. Aktienbewertung, sondern aus puren psychologischen Gründen. Wie lange dieser Zustand anhalten mag, weiß natürlich kein Mensch. Aber ich bleibe bei meiner Prognose vom Trading-Market: DIA und DAX werden die nächsten Monate (oder gar Jahre) wohl seitwärts tendieren, der eine knapp über der 10000, der andere knapp über der 5000.

Und noch ein Statement zu den Zinsen: Es hat wohl kaum jmd. eine Zinsänderung erwartet: Eine weitere Absenkung wäre in dieser Situation destruktiv. Und eine Zinsanhebung zu einem Zeitpunkt, an dem die Konjunktur gerade wieder Fuß zu fassen scheint, wäre mehr als verfrüht. Erwartung +-0 plus Ergebnis +-0 ergibt eine Marktreaktion von +-0.

cu, seth
Fed: Im Westen nichts Neues Seth Gecko
Seth Gecko:

soll natürlich DJIA heißen und nicht DIA o.T.

 
20.03.02 10:56
#4
Fed: Im Westen nichts Neues hjw2
hjw2:

der Markt hat immer recht... (lol)

 
20.03.02 10:59
#5
rechne eigentlich mit Kursanstieg zum weekend..mit äusserst gemischten Gefühlen

nur kurze daytrades..

übrigens der dax-mördercall 598162 der DB lief in 15 min. von 0,14 auf 0,28
der Handel sollte um 10.00 h eingestellt werden, wurde aber bis 10.17 gehandelt
na ja, gestern verkauft zu 0,68..

Fed: Im Westen nichts Neues sir charles

Seth klingt irgenwie logisch was du da schreibst

 
#6
die Frage bei den ganzen spielchen sind jetzt:

1.) Bleibt der Konsum der Amis auf hohen Niveau und wird nicht nur
   wieder für die leeren Lager produziert.

2.) Sinkt die Arbeitslosenrate weiter

3.) Kann ein Angriff der USA auf den Irak wieder alles zu Nichte machen???

mfg
SC


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