hier mal ein paar meldungen.
Wall Street Schluss: Fed erhöht den Leitzins, Märkte schließen fester
03.05.2005 22:09:00
Die US-Märkte schlossen am Dienstag mit kleinen Zugewinnen. Neben diversen Unternehmenszahlen stand vor allem die Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed am Abend im Fokus. Der Offenmarktausschuss hatte dann auch wie erwartet die Funds Rate um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent angehoben. Dies war damit bereits die achte leichte Zinsanhebung seit Juni 2003.
Im Bereich der Unternehmenszahlen standen Qwest, Marsh & McLennan und Safeway im Blickpunkt des Interesses. Daneben sorgte auch die endgültige Übernahme von MCI durch Verizon für Gesprächsstoff.
Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,05 Prozent bei 10.256 Zählern, die NASDAQ wiederum meldete einen Zugewinn von 0,23 Prozent auf 1.933 Punkte.
Ein weiteres Gesprächsthema waren die jüngsten Absatzzahlen der großen US-Autokonzerne. General Motors musste im vergangenen Monat April wieder einen Absatzrückgang in den USA verbuchen, nachdem man bereits in den beiden Vormonaten einen deutlichen Rückgang verzeichnet hatte. Wie das Unternehmen mitteilte, ging der Umsatz um 7 Prozent auf 385.939 Einheiten zurück. Jedoch konnte die Pkw-Sparte aufgrund neuer Modelle ein Plus von 7,5 Prozent verbuchen, während die Truck-Sparte einen Rückgang von 17 Prozent verzeichnete. Nicht besser erging es Ford. Das Unternehmen erklärte, dass die Zahl der verkauften Fahrzeuge um 2 Prozent auf 281.292 Einheiten zurückging. Bereits im gesamten ersten Quartal 2005 und in den letzten elf Monaten musste der Konzern im Jahresvergleich Einbußen hinnehmen.
Die MCI Inc., die zweitgrößte US-Telefongesellschaft für Fernverbindungen, wird nach dem Rückzug der Qwest Communications International Inc. aus dem Bieterstreit nun definitiv von der Verizon Communications Inc. für 8,44 Mrd. Dollar übernommen. Qwest, die viertgrößte US-Telefongesellschaft für Nahverbindungen, hatte mehrfach ihr Angebot für den ehemaligen WorldCom-Konzern erhöht und wurde dabei jedes Mal von Verizon geschlagen, da MCI die Offerte der größten US-Telefongesellschaft für Nahverbindungen immer wieder bevorzugte. Zuletzt hatte Qwest 9,9 Mrd. Dollar bzw. 30,40 Dollar pro MCI-Aktie geboten. Dieses Angebot wurde nun jedoch zurückgezogen, da sich MCI auch hier für die jüngste Verizon-Offerte ausgesprochen hat. Laut Qwest ist es nicht mehr im besten Interesse von Aktionären, Kunden und Mitarbeitern, weiterhin an einem Prozess zu partizipieren, der sich scheinbar permanent zum Nachteil von Qwest entwickelt. Verizon zahlt nach ursprünglich gebotenen 23,10 Dollar pro Aktie nun mindestens 26 Dollar für jede MCI-Aktie. Die Summe setzt sich aus einem Baranteil von 5,60 Dollar und 0,5743 Verizon-Aktien (bzw. einer ausreichenden Aktienanzahl im Wert von 20,40 Dollar) zusammen. Im Vergleich dazu hätte das Qwest-Angebot 16 Dollar in bar und 3,373 Qwest-Aktien beinhaltet. Mit der gewonnenen Übernahmeschlacht, die zehn Wochen dauerte, erhält Verizon mit MCI den zweitgrößten US-Ferverbindungsanbieter sowie den zweitgrößten US-Telekomanbieter für große Unternehmen und Verwaltungen.
Die Qwest Communications International Inc. meldete, dass sie im ersten Quartal einen Gewinn nach einem deutlichen Vorjahresverlust erzielt hat. Aufgrund von Stellenstreichungen, anderen Kostensenkungen sowie eines Einmalerlöses aus Asset-Verkäufen konnte die viertgrößte US-Telefongesellschaft für Nahverbindungen demnach einen Gewinn von 57 Mio. Dollar bzw. 3 Cents pro Aktie ausweisen. Im Vorjahr war noch ein Fehlbetrag von 310 Mio. Dollar bzw. 17 Cents pro Aktie ausgewiesen worden. Vor dem Einmalerlös wurde ein Verlust von 11 Cents pro Aktie verbucht. Analysten hatten einen Verlust von 10 Cents pro Aktie erwartet. Der Umsatz des Konzerns, der nun die Übernahmeschlacht um MCI gegen den Konkurrenten Verizon Communications Inc. verloren hat, verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent auf 3,45 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von Erlösen von 3,45 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen Analysten einen Verlust von 9 Cents pro Aktie bei Umsätzen von 3,44 Mrd. Dollar in Aussicht.
Der weltgrößte Versicherungs-Broker Marsh & McLennan meldete heute, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 70 Prozent eingebrochen ist, was mit dem Wegfall einer Gebührenart zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 134 Mio. Dollar bzw. 25 Cents pro Aktie nach 446 Mio. Dollar bzw. 83 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Sonderbelastungen lag der Gewinn bei 52 Cents pro Aktie. Analysten hatten einen Gewinn von 49 Cents pro Aktie erwartet. Der Umsatz lag mit 3,18 Mrd. Dollar auf Vorjahresniveau. Analysten waren im Vorfeld von Erlösen in Höhe von 3,15 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal schätzen Analysten das EPS auf 44 Cents bei Erlösen von 3,03 Mrd. Dollar.
Die Safeway Inc., der drittgrößte Lebensmittelhändler in den USA, konnte ihren Gewinn im ersten Quartal 2005 verdreifachen. Wie das Unternehmen am Dienstag bekannt gab, erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 8,6 Mrd. Dollar, nach 7,7 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Dies bedeutet ein Umsatzwachstum von rund 12 Prozent. Zudem kletterte der Nettogewinn von 43,1 Mio. Dollar oder 10 Cents je Aktie im Vorjahresquartal auf nun 131,3 Mio. Dollar bzw. 29 Cents pro Aktie. Analysten waren von einem EPS von 25 Cents bei Umsätzen von 8,0 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende zweite Quartal prognostizieren Analysten ein EPS von 34 Cents bei Umsätzen in Höhe von 8,6 Mrd. Dollar.
-cas- / -red-
greetz uedewo