EZB-Direktoriumsmitglied hält Option für weitere Leitzinssenkung offen 23.06.2003 08:29 Headlines
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eugenio Domingo Solans, Direktoriumsmitglied der
Europäischen Zentralbank (EZB), hat die Option für eine weitere Leitzinssenkung
offen gehalten. "Unsere Aufgabe ist es, Preisstabilität zu gewährleisten. Aber
natürlich ist Wirtschaftswachstum extrem wichtig. Mein Wunsch ist es, dass wir
das Wachstum, dass von der Kapazität der Wirtschaft möglich wäre, so bald wie
möglich erreichen", sagte Solans in einem Gespräch mit der "Financial Times
Deutschland" (Montagausgabe).
Experten deuten die Aussage, dass die EZB kaum noch Chancen für eine
kräftige und baldige Erholung der Euro-Zonen-Wirtschaft sieht. In der Wirtschaft
der Eurozone sind nach Einschätzung von Solans viele Unsicherheiten geblieben,
Es sei "extrem schwierig zu sagen, was in der Zukunft passiert". Es gebe
Voraussetzungen für eine Erholung. "Was wir nun sehen müssen, ist, dass die
Erholung auch kommt."
Zudem schwäche sich die Preissteigerung immer weiter ab. "Die Perspektiven
für die Inflation sind gut", sagte Solans. Es sei positiv, dass die
Inflationsrate mittelfristig unter zwei Prozent liegen werde. Zudem sah der
Notenbanker derzeit keine Risiken für eine Deflation in der Eurozone.
Das schwache Wirtschaftswachstum und sinkende Inflationsraten hatten die EZB
in den vergangenen Monaten zu drei Zinssenkungen um insgesamt 1,25 Prozentpunkte
veranlasst. Derzeit liegt der Leitzins für die Eurozone bei 2,00 Prozent./jkr
/sbi
FRANKFURT (dpa-AFX) - Eugenio Domingo Solans, Direktoriumsmitglied der
Europäischen Zentralbank (EZB), hat die Option für eine weitere Leitzinssenkung
offen gehalten. "Unsere Aufgabe ist es, Preisstabilität zu gewährleisten. Aber
natürlich ist Wirtschaftswachstum extrem wichtig. Mein Wunsch ist es, dass wir
das Wachstum, dass von der Kapazität der Wirtschaft möglich wäre, so bald wie
möglich erreichen", sagte Solans in einem Gespräch mit der "Financial Times
Deutschland" (Montagausgabe).
Experten deuten die Aussage, dass die EZB kaum noch Chancen für eine
kräftige und baldige Erholung der Euro-Zonen-Wirtschaft sieht. In der Wirtschaft
der Eurozone sind nach Einschätzung von Solans viele Unsicherheiten geblieben,
Es sei "extrem schwierig zu sagen, was in der Zukunft passiert". Es gebe
Voraussetzungen für eine Erholung. "Was wir nun sehen müssen, ist, dass die
Erholung auch kommt."
Zudem schwäche sich die Preissteigerung immer weiter ab. "Die Perspektiven
für die Inflation sind gut", sagte Solans. Es sei positiv, dass die
Inflationsrate mittelfristig unter zwei Prozent liegen werde. Zudem sah der
Notenbanker derzeit keine Risiken für eine Deflation in der Eurozone.
Das schwache Wirtschaftswachstum und sinkende Inflationsraten hatten die EZB
in den vergangenen Monaten zu drei Zinssenkungen um insgesamt 1,25 Prozentpunkte
veranlasst. Derzeit liegt der Leitzins für die Eurozone bei 2,00 Prozent./jkr
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