| EW - Nasdaq100: Welle 4 nur bis 1.160 Punkte | |
| Restpotenzial für die nächsten Wochen bei 1.250+ | |
Das alte, mittelfristige Kursziel bei 1.250+ rückt immer näher. Trotz dieses Restpotenzials geht die Rallye langsam zu Ende, zumindest wenn man das latente Abwärtspotenzial der nächsten 6 Monate als Vergleichsmaßstab nimmt. Kurzfristig sollte der NDX nun (nach einem freundlichen Wochenstart) in eine Welle 4 münden, die aber möglichst nur Kurse bis 1.160 mit sich bringt. Elliottwave Analyse Nasdaq100-Index In den vergangenen zwei Wochen hat der NDX bei deutlich gestiegener Trenddynamik den Aufwärtstrend fortgesetzt. Die 'alten' Zielmarken für das Jahrestop, nämlich knapp 1.200 und vor allem 1.250+ rücken somit immer näher. Dass der Index diese Chartmarke immer noch ansteuert ist in soweit erstaunlich, da die Preismuster Anfang Mai nicht sonderlich konstruktiv waren. Mittelfristig hat sich das Szenario Mitte Mai entschieden, nach dem der Index bei der zentralen Unterstützung bei knapp 1.100 Punkten wieder nach oben abgeprallt war. Diese Entwicklung war die Bestätigung für den Wellencount als große Flat-Korrektur seit dem letztjährigen Low. Der Anstieg ab dem März-Tief wird in diesem Zusammenhang als große Welle C bezeichnet. Der Anstieg muss impulsiv sein und besitzt aus rein klassischer Charttechnik ein Idealziel von knapp 1.300, da dort nicht nur diverse Widerstände und Trendkanäle verlaufen, sondern auch eine ideale 100%-Ausdehnung zur Welle A vorliegt. Auf Sicht von 4-9 Monaten notiert der Index mittlerweile im oberen Bereich der erwarteten Tradingrange. Ausgenommen es gibt eine Extension im Rahmen des laufenden Aufwärtsimpulses, wird der Index in den Sommermonaten und wahrscheinlich bis in den Herbst wieder deutlich fallen. Diese Abwärtsphase kann und sollte im Idealfall genauso lang andauern, wie der Anstieg seit Oktober 2002. Dabei wird ein Grossteil dieser Gewinne wieder abgegeben, so dass Kurse von unter 950 Punkte realistisch sind. Momentan bleibt abzuwarten, wie hoch das Momentum dieser nächsten großen, mittelfristigen Trendbewegung sein wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es zu ähnlich schnellen und starken Verlusten kommen wird wie im vergangenen Kalenderjahr. Daily-Chart NDX:
Technische Situation im Tageschart: Das technische Hauptproblem bei der letzten Welleneinschätzung auf Tagesbasis war die verhältnismäßig kurze Hauptantriebswelle 3, so dass es im Rahmen der Welle 4 zu einer Wellenüberschneidung hätte kommen können. Die am 20. Mai beendete Zwischenkorrektur kann im Prinzip als diese Welle 4 gelabelt werden, so dass der bisherigen Wavecount einfach fortgesetzt wird. Der deutlich Move der vergangenen Handelswoche müsste dann aber als 5 gewertet werden, was in Anbetracht der Ausdehnung ungewöhnlich und unharmonisch ist. Es bleibt somit nur ein sinnvoller Wavecount, bei dem sich auch das Problem der zu kurzen Hauptantriebswelle relativiert: In dem man das für die nächste Woche bevorstehende Zwischenhoch als Endpunkt der Welle 3 bezeichnet (was aber nur mit Hilfe eines veränderten Startpunktes möglich ist), löst man diese Teilprobleme. Aus strategischer Sicht kann man sich deshalb kurzfristig vorerst auf die klassische Charttechnik verlassen: So lange in den nächsten Wochen der Aufwärtstrend ab dem März-Low intakt bleibt, ist eine mehrtägige Gegenbewegung vorerst nur als Welle 4 anzusehen - so lange zumindest auch die Intraday-Patterns mitspielen. Natürlich besteht dabei die Gefahr das bereits diskutierte, mittelfristige Top zu 'verpassen'. Da aber auf Tagesbasis kein vernünftiger, harmonischer Aufwärtsfünfer zu erkennen ist, handelt es sich aktuell um das wahrscheinlichste Szenario, wobei im mittelfristigen Kontext das Verhältnis von Restpotenzial zur potenziellen Abwärtswelle immer im Hinterkopf behalten werden sollte. Kurzfristiger 10-Minuten-Chart NDX:
Kurzfristig Kursmuster: In den vergangenen Sitzungen hat der Index die kurzfristigen Intraday-Ziele (1.178, 1.192) jeweils deutlich überschritten. Dass es sich letztlich um eine solche Extension handeln würde, war nicht ableitbar. Lediglich das letzte rechnerische Ziel bei 1.213 bleibt noch unberührt. Unterm Strich fand die für die zweite Wochenhälfte anvisierte Kursgipfelbildung aber nicht statt. Der Intraday-Chart zeigt aber, dass es sich bei dem Move ab 1.103 um einen lupenreinen Aufwärtsfünfer handelt. Die Muster vom Freitag (zweite Sitzungshälfte) haben wiederum nur Korrekturcharakter. Folglich sollte es zu Wochenbeginn nochmals neue Zwischenhochs geben. Nichtsdestotrotz sollte der Grossteil dieser kurzfristigen Rallye gelaufen sein, da es sich nur noch um eine Subwave der 5' handelt. Die Ausdehnung bis 1.213 ist technisch problemlos möglich. Rechnerische Aufwärtsziele sind aber kaum noch ermittelbar, da der NDX in den nächsten Sitzungen in einer mehrtägigen Verschnaufpause münden sollte. Das Korrekturziel wäre der Bereich bei rund 1.160 Punkten. Nur ein dynamischer drop unter dieses Level gibt weiteres Potenzial auf der Short-Seite frei. Letztlich ist für die bevorstehende Handelswoche eine Seitwärtsbewegung oberhalb von 1.160 am wahrscheinlichsten. Markttechnik: Auf Tagesbasis ist die Markttechnik weiterhin bullisch. Von Divergenzen oder Umkehrtendenzen ist noch nichts zu erkennen. Folglich zeigt der Trendpfeil weiter nach oben. Fazit: Das alte, mittelfristige Kursziel bei 1.250+ rückt immer näher. Trotz dieses Restpotenzials geht die Rallye langsam zu Ende, zumindest wenn man das latente Abwärtspotenzial der nächsten 6 Monate als Vergleichsmaßstab nimmt. Kurzfristig sollte der NDX nun (nach einem freundlichen Wochenstart) in eine Welle 4 münden, die aber möglichst nur Kurse bis 1.160 mit sich bringt. | |