Daß die Faktoren Euroschwäche- hoher Ölpreis- erhöhte Inflationsraten und
schwaches schwaches Wachstum in Euroland in engster Korrelation zueinander
stehen, scheint jetzt endlich in den offiziellen Sprachgebrauch
aufgenommen zu werden. Darin allerdings sollte jetzt auch die Chance
liegen, das bislang negative Blatt für den Euro und damit für den
zweitstärksten Wirtschaftsraum zu wenden, denn der Belastungscocktail aus
der faktischen Vervielfachung des Ölpreises seit Anfang 1999 könnte nun -
bei wieder nachgebenden Ölpreisen zum Wachstumsmotor der europäischen
Binnenkonjunktur werden. Ein dadurch verbesserter Euro würde weitere
Entlastungsmomente nach sich ziehen können. Damit diese Situation der
währungsbedingten Doppelbelastung Europas künftig unterbleibt, müssen
Lösungen dafür entwickelt werden, wie das Öl künftig bezahlt werden soll,
ob weiterhin in US-Dollars, die wie sich jetzt zeigt, den US-Export
behindert, oder vielleicht in einer Korbwährung, die einen für alle
Liefer- und Verbraucherländer gangbaren Kompromiss darstellen könnte. -
Denn das Wachstum und die Wohlstandseffekte kommen dann für alle optimal
zum Tragen, wenn Handelsungleichgewichte und zu starke Preisschwankungen
vermieden werden können.
gefunden bei: Börsenagent.de
Gruß, TOM-M