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Euro am Sonntag empfiehlt Bayer


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Bayer AG 41,515 € -1,38% Perf. seit Threadbeginn:   +119,19%
 
Nassie:

Euro am Sonntag empfiehlt Bayer

 
28.09.03 12:31
PHARMA - Konkurrenz in Potenz (EurAmS)

   
Der Kampf um den lukrativen Markt für Potenzpillen ist voll entbrannt. Mit allen Tricks versuchen die Newcomer Bayer und Eli Lilly, Pfizers Viagra-Monopol zu knacken. Offenbar mit Erfolg.
von Stefan Beste, Euro am Sonntag 39/03

Der Marktführer wird nervös. Jahrelang profitierte Pfizer von seiner Entwicklung Viagra, der ersten wirksamen Pille gegen Erektionsstörungen. Das Präparat schuf einen Milliardenmarkt mit exzellenten Wachstumsaussichten – und Pfizer, der weltgrößte Pharmakonzern, hatte das Monopol. Doch inzwischen gibt es Konkurrenz.

Seit einem halben Jahr drängt Bayer mit seiner Potenzpille Levitra auf den Markt. Und der US-Konzern Eli Lilly brachte – zunächst in Deutschland – mit Cialis einen weiteren Muntermacher für müde Männer in die Apotheken.

Pfizer gerät unter Druck: Zur Überraschung der Experten haben die Newcomer Viagra bereits erhebliche Marktanteile abjagen können. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts IMS Health kam Cialis in Deutschland im August auf einen Marktanteil von 26,8 Prozent, Levitra erreichte 13,8 Prozent und Viagra nutzten noch 59,4 Prozent der Patienten. Dabei hat Pfizer eigentlich alle Trümpfe in der Hand: Der Markenname Viagra – inzwischen ebenso bekannt wie Coca-Cola oder McDonald’s – sollte ein unschätzbarer Vorteil im Abwehrkampf gegen die neue Konkurrenz sein.

Klar, dass Rolf Hoffmann, seit Juni dieses Jahres Geschäftsführer der Lilly Deutschland GmbH, mit den Zahlen zufrieden ist: „Das ist deutlich mehr, als wir erwartet haben.“ Auch Bayer-Vorstands-Chef Werner Wenning gibt sich zuversichtlich. Im August hatte er den bislang mit Levitra erzielten Umsatz auf 23 Millionen Euro beziffert. Das Potenz-präparat ist der größte Hoffnungsträger der durch den Lipobay-Skandal angezählten Pharmasparte von Bayer. In einigen Jahren erhoffen sich die Leverkusener damit einen Umsatz von rund einer Milliarde Euro.

Der Markt für Potenzpillen gilt als Wachstumssegment. Mit Viagra schaffte Ex-Monopolist Pfizer 2002 weltweit rund 1,5 Milliarden Dollar Umsatz. Doch das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange. Bei Bayer schätzt man, dass der Markt in einigen Jahren auf bis zu fünf Milliarden Euro anwachsen könne. Die Deutschen dürften in diesem Jahr rund 90 Millionen Euro für die Muntermacher ausgeben, schätzt Lilly-Deutschland-Chef Hoffmann. Er rechnet damit, dass das Interesse an potenzsteigernden Mitteln durch die neuen Pillen deutlich steigt: „Dadurch dürften rund 30 Prozent Wachstum drin sein.“

Was die Zahlen für Deutschland auch zeigen: Im Duell der Neuen liegt Levitra gegenüber Cialis deutlich hinten. Der Abstand ist nur zum Teil durch den Startvorteil erklärbar, da Cialis gut einen Monat früher im Handel war. Hoffmann weist auf einen anderen Grund hin: „Die Wirkung von Cialis ist mit rund 24 Stunden deutlich länger als die der anderen Produkte.“ Untersuchungen hätten ergeben, dass Patienten das als besonders angenehm empfänden. Bayer verweist im Gegensatz dazu auf die geringeren Nebenwirkungen seiner Pille. Besonders für ältere Männer, die etwa unter Herzproblemen leiden, sei das von Vorteil.

Auf dem weit wichtigeren US-Markt freilich hat Bayer derzeit die besseren Karten. Zum einen, weil Levitra bereits seit August auf dem Markt ist, während Eli Lilly noch auf die Zulassung seines Präparats warten muss. Zum anderen, weil die Leverkusener mit dem britischen Pharmariesen Glaxo SmithKline einen schlagkräftigen Vertriebspartner gewonnen haben.

Beide können auf einen ersten Achtungserfolg gegenüber Viagra verweisen: Nach einer Untersuchung des US-Marktforschungsinstituts Impact RX entfällt bereits rund die Hälfte der Neuverschreibungen auf Levitra. Damit ist freilich noch nichts über die tatsächlichen Marktanteile gesagt, da nur Patienten erfasst sind, die erstmals eine Potenzpille auf Rezept erhalten.

Dennoch macht Pfizer Front gegen die unliebsame Konkurrenz aus Deutschland. Der US-Konzern sieht seine Patentrechte verletzt und hatte bereits vor einem Jahr Klage eingereicht. Nun, heißt es aus Leverkusen, habe Pfizer die Klage erweitert, weil Levitra inzwischen im Handel ist.

Damit haben die Amerikaner zumindest erreicht, dass die Bayer-Aktie ihre Gewinne aus der Vorwoche wieder abgeben musste. Eine Reaktion, die Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz für übertrieben hält: „Der Markt für Potenzpillen ist nun mal hart umkämpft. Aber Bayer ist auf dem richtigen Weg“, sagt die Analystin. Die Gefahr, dass Pfizer mit seiner Klage Erfolg haben könnte, hält sie für gering. Immerhin habe der Konzern Ähnliches auch schon in Großbritannien versucht – und dort den Prozess auf ganzer Linie verloren.
 
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Turbo2003:

Auch die Actien-Börse empfiehlt Bayer

 
30.09.03 10:29
Hallo nassie,

es scheint momentan wenige zu geben, die sich für Bayer interessiern oder sogar neu in Bayer investieren wollen. Dabei soll doch Levitra zu mehr Stehvermögen und Ausdauer verhelfen. Was mich skeptisch macht, ist daß die positiven Nachrichten (Gute Zulassungszahlen von Levitra; keine Sammelklagen in den USA) einfach verpufft sind. Eigentlich hätten die ausreichen müssen, um den Kurs über die unten angegebenen 22 Euro zu heben. Aber ich bin mal gespannt, was das 3. Quartal bringt. Bayer hat sich ja schon positiv dazu geäußert.

Gruß

Turbo

29.09.2003
Bayer interessant
Die Actien-Börse

Die Wertpapierexperten von "Die Actien-Börse" halten die Aktie von Bayer (ISIN DE0005752000/ WKN 575200) für ein sehr interessantes Investment.

Das neue Produkt von Bayer heiße Levitra und solle ab 2004 einen Absatz von rund 500 Mio. USD erwirtschaften und somit das Loch von Lipobay stopfen.

Laut den Experten von "Die Actien-Börse" solle der Bereich der Pharmazeutik zwar ausgegliedert werden, jedoch nicht von Bayer getrennt werden. Der Umsatz der Sparte werde auf rund 18 Mrd. Euro geschätzt. Dem gegenüber stehe eine Marktkapitalisierung von nur 15 Mrd. Euro (gesamter Bayer-Konzern).

Charttechnisch bestehe zwar in Folge einer DAX-Korrektur ein Rückschlagpotential von ca. 10%. Auf der anderen Seite befinde sich ein Widerstand bei 22 Euro. Gelinge das Überwinden der wichtigen Marke, laute das nächste Kursziel 28 bis 30 Euro.

In dieser Spanne liegt also der Entscheidungsspielraum der nächsten vier Wochen für die Bayer-Aktie, so die Anlageexperten von "Die Actien-Börse".

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Optimal:

doch ich ! die Bayer hat mir dieses Jahr

 
30.09.03 10:51
schon über 2000.- gebracht

war dann draussen - und bin nach der Gerichtsentscheidung zu 21.- wieder rein ...

vor dem Plums ...  jetzt muß ich sowieso warten, überlege aber schon nachzukaufen

18,80 ist nicht teuer

auch die Dividende von an die 0,90 nicht zu vergessen
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