Ferrari im Tiefflug
Auf einer Rallye quer durch Europa wollten 60 Fahrer das maximale Drehmoment ihrer Luxusautos testen. Die deutsche Polizei bremste den Plan aus.
![]() | |
| |
Nachdem die Beamten den Wagen an einer zweiten Kontrollstelle stoppen konnten, nahmen sie den Fahrer ins Kreuzverhör. Der Brite sagte aus, dass er Teilnehmer der "Cannonball Run Europe" sei, einer illegalen Autorallye, an der sich meist britische Luxuswagenbesitzer beteiligen. 60 Oberklasse- und Sportwagen waren morgens um 9 Uhr am Nürburgring zu einer neuen Etappe gestartet. Das Tagesziel sei das französische Calais, berichtete der Ferrarifahrer. Von dort aus gehe es am Freitag zurück Richtung England.
Bei der Polizei klingelten die Alarmglocken. Nachdem die Beamten den Etappenverlauf kannten, zog die Einsatzleitung mehrere Polizeiwagen zusammen. Die Polizisten fuhren auf der Rennstrecke betont langsam und bremsten die nachfolgenden Wagen aus.
20 Teilnehmer des illegalen Rennens bat die Polizei noch vor Ort zur Kasse: 167 Euro. Die Straßenverkehrsordnung verbietet Rennen und Rallyes auf öffentlichen Straßen
Ob die Strafe die Rennfahrer beeindruckt, bleibt fraglich. Bei den Kontrollen erfuhren die Beamten, dass auch italienische Polizisten wenige Tagen zuvor gegen etliche Teilnehmer erhebliche Geldbußen verhängt hatten.
Zumindest meldete die Aachener Polizei die Ankunft der schnellen Briten an die Kollegen in Belgien - die nächste Durchgangsstation der Tagesetappe.
Quelle: spiegel.de

