Erste Bank gibt Wiener Börse noch weiteres Potenzial Datum: 20.06.2001
' Wien, 20. Jun (Reuters) - Die Wiener Börse wird nach Ansicht der Ersten Bank der oesterreichischen Sparkassen AG 2001 zu den internationalen Topperformern gehören. Gestützt durch attraktive Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund einer Bodenbildung auch an den internationalen Märkten sollte der ATX bis Jahresende einen Zielwert von 1300 Punkten erreichen können, sagte Günther Artner, Analyst der Ersten Bank am Mittwoch vor Journalisten. Auf zwölf Monate gesehen erwarte die Erste Bank den blue chip-Index der Wiener Börse bei 1380 Punkten. Der ATX lag zuletzt um 1230 Punkte, seit Jahresbeginn hat er rund 14,6 Prozent zugelegt, während der DAX etwa acht Prozent im Minus liegt, der Dow Jones 1,5 Prozent verlor. "Die Trendwende zum Positiven ist vielleicht noch nicht da, aber die Märkte befinden sich in einer Phase der Bodenbildung", sagte Artner. In den nächsten Wochen würden noch Gewinnwarnungen - vor allem von Technologiewerten - auf den Börse lasten, mit Fortschreiten des Jahres würde sich die Situation aber bessern. "Im vierten Quartal wird es wieder bergauf gehen", sagte Artner. Die Ingredienzen für den Anstieg seien zum einen die Zinssenkungen, die niedrigeren Bewertungsniveaus auf denen sich die Märkte teilweise befänden und letztlich die Tatsache, dass für 2002 mit wieder beachtlichen Gewinnsteigerungen zu rechnen sei. Dies würde auch die Stimmung an den Märkten verbessern. Eine Zinssenkung in Europa sei im Juli zu erwarten. Die Erste Bank rechnet laut Artner mit einer Senkung um 25 Basispunkte. Jedenfalls würde 2001 das Wachstum in Europa mit derzeit angenommen 2,5 Prozent höher ausfallen als in den USA, was letztlich auch dem Euro gut tun würde. Zu Jahresende sieht die Erste Bank den Euro bei 0,97 Cents zum Dollar. In Zahlen und für den Wiener Markt ausgedrückt erwartet die Erste Bank den ATX im dritten Quartal in einer Bandbreite von 1200 bis 1280 Punkten, der Zielwert per Ende des dritten Quartals wird mit 1270 Punkten genannt. Für das vierte Quartal wird die ATX-Spanne zwischen 1220 und 1340 Punkten gezogen, mit dem Zielwert 1300. Im ersten Halbjahr 2002 könnte dann der ATX in einer Range zwischen 1290 und 1400 Punkten pendeln. Der Zielwert der Ersten Bank ist 1380 Punkte. Artner erwartet den ATX über den Sommer hin freundlich und das Niveau von 1220 Punkten - lange Zeit ein Widerstand - sollte sich als gute Unterstützung erweisen. Die Prognose begründet die Erste Bank mit den für 2002 zu erwartenden höheren Gewinnen. Für Österreich sei mit einem Gewinnwachstum 2002 von 13,4 Prozent zu rechnen, nachdem 2001 ein Rückgang von 5,5 Prozent erwartet wird. Mit einem Kurs- Gewinn-Verhältnis von 13,4 für 2001 und von 11,6 für 2002 ist die Wiener Börse auch attraktiv bewertet. Der EuroStoxx weise für 2001 ein KGV von 17,4 und für 2002 eines von 15,1 aus. Wien sollte, ist Artner überzeugt, daher international wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Randbörsen würden in einem schwachen Umfeld entdeckt werden. Die Motoren für den ATX-Anstieg im ersten Halbjahr seien das Aufholen von "value stocks" wie VA Stahl AG, Böhler- Uddeholm AG und OMV AG zu ihren peer-Gruppen, gute und teilweise über den Erwartungen liegende Ergebnisse bzw. die Privatisierungsphantasie - bei Austria Tabak AG - gewesen, sagte Artner. Als Bremse hätte sich indes die Managementdiskussion bei Telekom Austria AG und Austrian Airlines AG erwiesen. "Für die Aktien ist das höchst unerfreulich". Als "tendenziell belastend" im zweiten Halbjahr stuft die Erste Bank den Abschluss der Neugewichtung der MSCI-Indizes ein. Die Halbierung der Gewichtung auf 0,04 (0,09) im Weltindex würde zu Mittelabflüssen im vierten Quartal führen können. Werte, die rausfielen - wie Generali Holding und BBAG - oder geringer gewichtet würden - wie die Verbund - würden belastet sein. VA Stahl, die neu aufgenommen werden, sollten davon profitieren können. Bei den Empfehlungen rät die Erste Bank zum Motto "Qualität statt Quantität". Die Topempfehlungen mit der Bewertung "Buy" sind VA Stahl, Adcon Telemetry AG, Pankl Racing Systems AG, AHT AG, Gericom AG und Schoeller Bleckmann Oilfield AG. Zu den "Outperformern" rechnet die Erste die Austria Tabak, Bauholding AG, Böhler-Uddeholm, BWT AG, Flughafen Wien AG, Mayr-Melnhof Karton AG, OMV AG, Palfinger AG, Wienerberger Baustoffindustrie AG und Sanochemia Pharmazeutika AG. ((-- Finanzdienst Österreich, +43 1 531 12 270, vienna.newsroom@reuters.com)) '
Quelle: REUTERS
' Wien, 20. Jun (Reuters) - Die Wiener Börse wird nach Ansicht der Ersten Bank der oesterreichischen Sparkassen AG 2001 zu den internationalen Topperformern gehören. Gestützt durch attraktive Rahmenbedingungen und vor dem Hintergrund einer Bodenbildung auch an den internationalen Märkten sollte der ATX bis Jahresende einen Zielwert von 1300 Punkten erreichen können, sagte Günther Artner, Analyst der Ersten Bank am Mittwoch vor Journalisten. Auf zwölf Monate gesehen erwarte die Erste Bank den blue chip-Index der Wiener Börse bei 1380 Punkten. Der ATX lag zuletzt um 1230 Punkte, seit Jahresbeginn hat er rund 14,6 Prozent zugelegt, während der DAX etwa acht Prozent im Minus liegt, der Dow Jones 1,5 Prozent verlor. "Die Trendwende zum Positiven ist vielleicht noch nicht da, aber die Märkte befinden sich in einer Phase der Bodenbildung", sagte Artner. In den nächsten Wochen würden noch Gewinnwarnungen - vor allem von Technologiewerten - auf den Börse lasten, mit Fortschreiten des Jahres würde sich die Situation aber bessern. "Im vierten Quartal wird es wieder bergauf gehen", sagte Artner. Die Ingredienzen für den Anstieg seien zum einen die Zinssenkungen, die niedrigeren Bewertungsniveaus auf denen sich die Märkte teilweise befänden und letztlich die Tatsache, dass für 2002 mit wieder beachtlichen Gewinnsteigerungen zu rechnen sei. Dies würde auch die Stimmung an den Märkten verbessern. Eine Zinssenkung in Europa sei im Juli zu erwarten. Die Erste Bank rechnet laut Artner mit einer Senkung um 25 Basispunkte. Jedenfalls würde 2001 das Wachstum in Europa mit derzeit angenommen 2,5 Prozent höher ausfallen als in den USA, was letztlich auch dem Euro gut tun würde. Zu Jahresende sieht die Erste Bank den Euro bei 0,97 Cents zum Dollar. In Zahlen und für den Wiener Markt ausgedrückt erwartet die Erste Bank den ATX im dritten Quartal in einer Bandbreite von 1200 bis 1280 Punkten, der Zielwert per Ende des dritten Quartals wird mit 1270 Punkten genannt. Für das vierte Quartal wird die ATX-Spanne zwischen 1220 und 1340 Punkten gezogen, mit dem Zielwert 1300. Im ersten Halbjahr 2002 könnte dann der ATX in einer Range zwischen 1290 und 1400 Punkten pendeln. Der Zielwert der Ersten Bank ist 1380 Punkte. Artner erwartet den ATX über den Sommer hin freundlich und das Niveau von 1220 Punkten - lange Zeit ein Widerstand - sollte sich als gute Unterstützung erweisen. Die Prognose begründet die Erste Bank mit den für 2002 zu erwartenden höheren Gewinnen. Für Österreich sei mit einem Gewinnwachstum 2002 von 13,4 Prozent zu rechnen, nachdem 2001 ein Rückgang von 5,5 Prozent erwartet wird. Mit einem Kurs- Gewinn-Verhältnis von 13,4 für 2001 und von 11,6 für 2002 ist die Wiener Börse auch attraktiv bewertet. Der EuroStoxx weise für 2001 ein KGV von 17,4 und für 2002 eines von 15,1 aus. Wien sollte, ist Artner überzeugt, daher international wieder mehr in den Blickpunkt rücken. Randbörsen würden in einem schwachen Umfeld entdeckt werden. Die Motoren für den ATX-Anstieg im ersten Halbjahr seien das Aufholen von "value stocks" wie VA Stahl AG, Böhler- Uddeholm AG und OMV AG zu ihren peer-Gruppen, gute und teilweise über den Erwartungen liegende Ergebnisse bzw. die Privatisierungsphantasie - bei Austria Tabak AG - gewesen, sagte Artner. Als Bremse hätte sich indes die Managementdiskussion bei Telekom Austria AG und Austrian Airlines AG erwiesen. "Für die Aktien ist das höchst unerfreulich". Als "tendenziell belastend" im zweiten Halbjahr stuft die Erste Bank den Abschluss der Neugewichtung der MSCI-Indizes ein. Die Halbierung der Gewichtung auf 0,04 (0,09) im Weltindex würde zu Mittelabflüssen im vierten Quartal führen können. Werte, die rausfielen - wie Generali Holding und BBAG - oder geringer gewichtet würden - wie die Verbund - würden belastet sein. VA Stahl, die neu aufgenommen werden, sollten davon profitieren können. Bei den Empfehlungen rät die Erste Bank zum Motto "Qualität statt Quantität". Die Topempfehlungen mit der Bewertung "Buy" sind VA Stahl, Adcon Telemetry AG, Pankl Racing Systems AG, AHT AG, Gericom AG und Schoeller Bleckmann Oilfield AG. Zu den "Outperformern" rechnet die Erste die Austria Tabak, Bauholding AG, Böhler-Uddeholm, BWT AG, Flughafen Wien AG, Mayr-Melnhof Karton AG, OMV AG, Palfinger AG, Wienerberger Baustoffindustrie AG und Sanochemia Pharmazeutika AG. ((-- Finanzdienst Österreich, +43 1 531 12 270, vienna.newsroom@reuters.com)) '
Quelle: REUTERS