DJ XETRA-SCHLUSS/DAX beendet triste Börsenwoche mit Verlusten
Von Benjamin Krieger
Eine verlustreiche Börsenwoche ist am Freitag mit erneut schwachen Kursen zu Ende gehen gegangen. Der DAX büßte 1,1 Prozent auf 8.103 Punkte ein. Auf Wochensicht summieren sich die Verluste damit auf mehr als 300 Punkte oder 3,7 Prozent. Vor allem die Ungewissheit, ob die USA Syrien angreifen und wie sich ein Angriff auf das Pulverfass Naher Osten auswirkt, ließ Anleger auch am Freitag vorsichtshalber Aktien verkaufen.
Hinzu kamen überraschend gute Konjunkturdaten, die - auf den ersten Blick paradoxerweise - ebenfalls die Aktienkurse drückten. Bei der zweiten Veröffentlichung einer viel beachteten Umfrage der Uni Michigan zur Stimmung von US-Konsumenten zeigten diese sich besser gelaunt als erwartet. Damit nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die US-Notenbank eher früher als später den Geldhahn zudreht. Das wiederum belastet Aktien, die jahrelang vom billigen Notenbankgeld profitiert haben.
Verkauft wurden vor allem Papiere, die stark von der Konjunktur abhängen. Neben den Automobilaktien BMW, Daimler, VW und Continental, die zwischen 1,2 und 1,9 Prozent nachgaben, verloren auch die Aktien der Lufthansa, von HeidelbergCement und Siemens überdurchschnittlich an Wert. Auch in der zweiten Reihe traf es konjunkturabhängige Titel wie ElringKlinger, GEA oder Klöckner & Co.
Aktien der Deutschen Bank verteuerten sich gegen den Trend um 0,7 Prozent. Sie wurden von einer Hochstufung auf "Übergewichten" von "Neutral" durch J.P. Morgan gestützt. Begründet hat die Bank die Hochstufung damit, dass sich der Aktienkurs der Deutschen Bank unter allen großen Banken seit Jahresbeginn am schwächsten entwickelt habe. Damit sei sie nun attraktiv bewertet.
Auch Infineon-Aktien profitierten mit einem Plus von 0,4 Prozent von einem positiven Anaylstenkommentar. Die Citigroup erklärte die Aktie zu ihrem bevorzugten Investment.
Bei den Nebenwerten legten Aktien der Immobiliengesellschaft LEG um 1 Prozent zu. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr die Mieteinahmen gesteigert und den Leerstand reduziert.
(Quelle: Godmode-Trader.de)
Obwohl in dieser Woche auch Daimler und Continental besonders stark vom Kursrückgang betroffen waren und auch über das MA-Handelssystem bei Daimler und Infineon ein Verkaufssignal generiert wurde, haben sich die Verkaufssignale nicht "perfekt" entwickelt. Somit ist keine Verkauf durchgeführt worden.
Die Verluste im MA-Depot betrugen in dieser Woche fast 5%. Depotveränderungen gab es trotz des relativ starken Rückgangs beim DAX-Index nicht.
Am 27.08.2013 hat Exane BNP das Kursziel bei Continental von 100 € auf 118 € erhöht. Bei Linde hat Goldman Sachs heute das Kursziel von 170 € auf 187 € mit Rating buy erhöht. Bei Volkswagen Vz belastet derzeit der Syrien-Konflikt.
Ansonsten darf mit dem Ergebnis trotz des verlustreichen DAX insgesamt zufrieden sein.
Die Ausführungen sind nicht als Empfehlungen zu verstehen.
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