bilanzierung ist wahrlich ein schwieriges feld
grds. gilt nach meinem wissen,
wenn bestellt und geliefert gleich umsatz
eingang der zahlung soweit egal. wird dann im umlaufvermögen als forderung im gb ausgewiesen.
deshalb finde ich folgenden passus aus dem jahresbericht 2017 sehr interessant:
(kursiv und in klammer = meine meinung)
Das Umlaufvermögen stieg im Berichtsjahr hingegen deutlich von EUR 9,9 Mio. zum Jahresbeginn 2016 auf EUR 17,7 Mio.zum Abschlussstichtag.
Ursächlich war dabei zunächst die Erhöhung des Finanzmittelfonds um EUR 4,5 Mio., als
Überschuss der Einzahlungen aus unseren Kapitalmaßnahmen über den operativen Mittelverbrauch des Geschäftsjahres. (übrig gebliebenes Geld aus KE)
Zudem erhöhten sich aber auch unsere Forderungen gegenüber unserer US-amerikanischen Tochtergesellschaft infolge von deren Belieferung mit Epi proColon-Testkits um EUR 2,6 Mio. und
ebenfalls unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um EUR 1,8 Mio.
Die letztgenannte Erhöhung ist dabei zu einem wesentlichen Anteil von
EUR 1,4 Mio. auf eine zum Stichtag noch offene Forderung an einen einzelnen Erwerber einiger von uns veräußerter Patente zurückzuführen.
Der Zahlungseingang zu dieser Forderung erfolgte unmittelbar nach Bilanzstichtag.
Der insgesamt starke Anstieg des Umlaufvermögens in 2016 wurde lediglich durch einen Abbau unserer Vorräte um EUR 0,8 Mio. und einen leichten Rückgang beim übrigen Umlaufvermögen und den sonstigen Aktiva von EUR 0,3 Mio. gebremst.
seite 58
zu der forderung an die tochter habe ich folgenden passus gefunden:
Zum einem war dies der stark gestiegene Forderungssaldo gegenüber unserer
Tochtergesellschaft Epigenomics, Inc. (+ EUR 2,6 Mio.).
Während diese in der Vergangenheit unter dem vorherigen Verrechnungspreisabkommen
zwischen den Gesellschaften durch ein generelles „Cost-plus“-Verfahren nahezu alle operativen Kosten mit einem Gewinnaufschlag von der Muttergesellschaft erstattet bekam
– und dadurch auch ihre Verbindlichkeiten gegenüber dieser immer umgehend
begleichen konnte –
trat im Berichtsjahr ein neues Abkommen in Kraft.
Als Lizenznehmer für die Vermarktungs- und Vertriebsrechte für Epi proColon in Nordamerika betreibt die Tochtergesellschaft seit dem Berichtsjahr nun ein eigenes
operatives Geschäft, mit dem sie mittelfristig die Profitabilitätsschwelle erreichen soll.
Solange die Umsätze auf dem USMarkt, die über die Geschäftsbeziehung zu unserem Partner Polymedco erzielt werden, sich noch auf niedrigem Niveau bewegen, kann sich Epigenomics, Inc. noch nicht aus dem eigenen Kapitalfluss finanzieren
und die aktuell kumulierten Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft noch nicht zurückzahlen.
In 2017 werden wir als Muttergesellschaft darüber entscheiden, wie mit dieser Problematik bis zum Erreichen des Break-even-Punkts der Tochter umgegangen werden
soll.
Durch unsere Strategieführerschaft im Konzern können wir die Finanzierung der Tochter
jedoch steuern und beeinflussen und gehen diesbezüglich von einer Werthaltigkeit der Forderungen an die Tochter aus.
Zum anderen bestand am Abschlussstichtag gegenüber einem Erwerber, welcher einige Patente
von uns erworben hat, eine Forderung von EUR 1,4 Mio. Diese Forderung wurde unmittelbar nach dem Bilanzstichtag durch Zahlung beglichen.
seite 59
bei mir bleiben da einige fragezeichen.
in den nächsten seiten wird dann china - chancen hingegen als ausgezeichnet hingestellt. fasse ich morgen mal zusammen.
schon ein merkwürdiger wandel, da china in q4 ja nicht existent.
kann aber auch wieder mit der bilanzierung in zusammenhang stehen. das die lizenzeinnahmen von biochain nur zweimal im jahr (z.b. in q1 und q3) gezahlt werden und dann auch entsprechend gebucht.
warten wir q1 ab.