Endphase in der Schlacht um die Fusion von Compaq


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sir charles:

Endphase in der Schlacht um die Fusion von Compaq

 
18.03.02 08:48
´Guten Morgen meine Lieben,


Endphase in der Schlacht um die Fusion von Compaq und HP

Beispiellose Kämpfe liefern sich derzeit rivalisierende Gruppen um die Gunst der Aktionäre.


NEW YORK. Morgen, Dienstag, werden die Aktionäre von Hewlett-Packard (HP), dem zweitgrößten Computerkonzern der Welt, über den heftig umstrittenen Kauf von Compaq Computer für 22 Mrd. Dollar (341 Mrd. S, 24,78 Mrd. Euro) abstimmen. Der Kampf um die Aktionärsstimmen ähnelt inzwischen einem politischen Wahlkampf, in dem mit harten Bandagen und allen erdenklichen PR- und Werbemitteln gekämpft wird.


Nach Meinung von US-Beobachtern ist der Ausgang immer noch völlig offen. Es könnte zu hauchdünnen Abstimmungsergebnissen kommen und eine Auszählung der Stimmen möglicherweise Tage in Anspruch nehmen. Die Compaq-Aktionäre werden dann am Mittwoch wahrscheinlich mit großer Mehrheit für den Zusammenschluß mit Hewlett-Packard stimmen.


Die Hauptgegner der Fusion sind Walter Hewlett und Davis W. Packard, die Söhne der beiden Firmengründer sowie ihre Familienstiftungen. Sie kontrollieren 18 Prozent der HP-Aktien und wollen gegen die Transaktion stimmen. Sie haben einige Co-Aktionär auf ihrer Seite, die über rund 20 Prozent der Anteile verfügen dürften.


HP und Compaq haben ebenfalls mehrere Großanleger mobilisiert. Rund 57 Prozent der HP-Aktien werden von institutionellen Investoren gehalten, 25 Prozent von Kleinanlegern. Der Rest liegt bei den Hewlett- und Packard-Familien.


Stimmenfang

In der Endphase der Auseinandersetzungen konzentrieren sich beide Seiten auf die Kleinaktionäre, die bei engen Abstimmungsergebnissen unter den Großaktionären mit ihren Stimmen letztlich den Ausschlag geben könnten.


Walter Hewlett, HP und Compaq bombardieren die Kleinaktionäre, die Mitarbeiter beider Firmen aber auch institutionelle Großaktionäre mit Pressemitteilungen, ganz- oder doppelseitigen Anzeigen in den Tageszeitungen, mit Briefen und Internet-Kampagnen. Beide Seiten überhäufen die HP-Aktionäre zudem mit Telephonanrufen, um sie für oder gegen den Zusammenschluß zu gewinnen. Sie hoffen, daß die HP-Aktionäre ihnen mit Vollmachten die Stimme geben. Die Auszählung dieser sogenannten "Proxy"-Karten könnte bei einem knappen Abstimmungsresultat Tage dauern.


"Stimmen Sie heute ab, um einen 25-Milliarden-Dollar-Fehler zu vermeiden", erklärten die Fusionsgegner am Donnerstag in ihren Zeitungsanzeigen. HP konterte mit Großanzeigen, in denen sich prominente HP- und Compaq-Kunden wie Steve Case, der Verwaltungsratsvorsitzende von AOL Time Warner und Jeffrey Katzenberg vom Filmstudio DreamWorks SKG für den Zusammenschluß einsetzen. David W. Packard versicherte in seiner ganzseitig eng beschriebenen Anzeige, HP habe ohne Fusion ausgezeichnete Möglichkeiten.


Compaq erklärte den Aktionären in seiner Großanzeige, eine Stimme für den Zusammenschluß sei der beste Weg für eine Wertsteigerung ihres Investments.


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