Wenig überraschend war zunächst die Seitwärtssitzung kurz vor Weihnachten. Nachdem zuvor bereits klar korrektive Muster ausgebildet wurde, war es nur noch eine Frage der Zeit bis die nächste Abwärtswelle startete. Überraschend hingegen war die Trenddynamik vom Freitag, da die nächste Trendbewegung eigentlich erst nach dem Jahreswechsel auf der Tageordnung stand. Folglich erreichte der Dax das erste Zwischenziel bei 2.870 Punkten etwas früher als vermutet
Vor allem der nicht erfolgreiche Test der 3.000-er Marke in der Woche vor Weihnachten hat gezeigt, dass die laufende Abwärtskorrektur deutlich stärker ausfallen wird. An diesem Punkte bestand nämlich die berechtigte Chance einer nachhaltigen Bodenbildung. Der Dax entschied sich aber für eine Ausdehnung der Abwärtskorrektur. Korrektur deshalb, weil weiterhin davon ausgegangen wird, dass es sich nur um eine Gegenbewegung des Anstiegs seit Oktober handelt.
Mittelfristig befindet sich der Dax nämlich in einer großen Bearmarket-Rallye. Mit dem markierten Anstieg wurde der erste Korrekturteil beendet. Bislang wurde davon ausgegangen, dass sich seit dem Zwischenhoch Ende Oktober ein komplexes, seitwärts gerichtetes Korrekturmuster als Welle b (ggf. B) bildet. Auf Grund der tiefen Notierungen kann aber darüber diskutiert werden, ob dieser Pull-Back nicht doch erst im Dezember startete.
Exkurs: Schaut man sich die Chart der Dax30-Einzelaktien an, so fällt ebenfalls auf, dass viele Werte ebenfalls nur in einer Bearmarket-Rallye stecken und im Jahresverlauf neue Zwischentiefs markieren. Anhand der einzelnen Prognosewerte lassen sich aber andererseits Rückschlüsse auf die Entwicklung des Gesamtindex ziehen. Das Problem dabei sind die notwendigen Stichtage. Oftmals dehnen sich bestimmte Trends zeitlich deutlich aus bzw. Korrekturen fallen kürzer aus als vermutet, so dass es durchaus signifikante Verschiebungen geben wird. Berechnete Prognosewerte können deshalb nur als Groborientierung dienen, zumal neben den Ermittlungsproblem auch keine Aussagen über den zwischenzeitlichen Verlauf getroffen werden können. Im nachfolgenden Tableau kann man sehen, dass sich für Ende Januar ein Dax-Stand von knapp 3.000 ergibt. Für den 1. April hingegen ein Preisniveau von knapp 3.600 Punkten, ebenso wie für den Jahresschluss (31.12.03). Es lässt sich also daraus schlussfolgern, dass in den nächsten 12 Monaten die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. Ganz allgemein zeigt bei diesem Exkurs der Prognosepfeil eine Seitwärtsbewegung an. (Ende Exkurs)
Prognose-Tableau Dax30-Werte:

Daily-Chart Dax:

Nichtsdestotrotz sind die Preismuster der vergangenen Wochen tendenziell korrektiv. Zwar sind im Intraday-Bereich Einzelimpulse erkennbar. Bislang formieren sich diese aber nicht zu einem Abwärtsimpuls. Wellentechnisch wird deshalb weiterhin von einem Double-Zigzag seit Anfang Dezember ausgegangen. Das zweite Zigzag begann demnach am 17. Dezember, wobei der Downmove seit dem 23ten bereits der Subwave c2 zuzuordnen ist.
Dies bedeutet folgendes: Sobald ein vollständiger Abwärtsfünfer seit 3.048 vorliegt, kann über eine Trendwende diskutiert werden. Gibt es anschließend auch noch die notwendigen Long-Signale steht einer nachhaltigen Gegenbewegung nach oben nichts im Weg.
Das zweite rechnerische Ziel für den aktuellen Abstiegs ist der Preisbereich bei 2.755+. Zwar gibt es noch ein Retracement bei 2.820+; im Hinblick auf die noch unvollständigen Muster muss aber mit einem Move unter 2.800 gerechnet werden. Die sehr kurzfristigen Preismuster bestätigen dies dahingehend, dass am Montag im unteren 2.800-er Bereich die Subwave 3\` zu Ende gehen wird (vgl. Intraday-Chart). Folglich wird es einen Pull-Back im Rahmen der Wave 4\` geben, die aber aus jetziger Sicht nur bis 2.885/90 laufen wird. Danach setzt der Dax den Abwärtstrend fort, so dass ein weiterer Tiefpunkt ausgebildet wird.
Der zentrale Widerstand liegt im Moment bei 2.920-40 Punkten. So lange der Index diese Kurslevel nicht durchbrochen hat gibt der intakte Abwärtstrend im Zweifel die Richtung vor, zumal bis dahin jegliche Long-Signale führen. Erst ein Break gibt weiteres Aufwärtspotenzial bis zur Baissetrendbegrenzung und später ggf. 3.180 Punkte frei.
Der worst-case für die nächsten Sitzungen sieht so aus, dass zwar im mittleren 2.700-er Bereich ein Tief markiert wird; anschließend aber kein nachhaltiger Trendwechsel gelingt. In diesem Fall würde der Dax sich nur sehr langsam bis 2.830/40 vorkämpfen und bereits dort den Rückzug antreten. Erst bei 2.680 und 2.645 könnte der Index dann eine entsprechende Unterstützung finden, wobei sogar ein Test der Oktober-Lows möglich wird.
3-Stunden-Chart Dax:

5-Minuten-Chart Dax:

Markttechnik: Auf Tagesbasis zeigt der Trendpfeil weiter klar nach unten, zumal fast die komplette Technik Verkaufssignale anzeigt. Ebenso verhält es sich im Intraday-Bereich, jedoch wird bei weiteren Abgaben eine stark überverkaufte Situation eintreten. Aus zyklischer Sicht gibt es am Montag (30.12.) einen schwachen Fibo-Termin, allerdings bleiben vorerst immer noch die Termine vom 10. bzw. 13. Januar als signifikante Termine bestehen. Ob sich der Abwärtstrend tatsächlich noch bis zu diesem Zeitpunkt ausdehnt muss abgewartet werden, zumal es auch für den 3.1. einen (allerdings sehr schwachen) Zyklustag gibt.
Fazit: Unterhalb von 2.920-40 ist selbst im sehr kurzfristigen Trendbereich Optimismus fehl am Platz. Dennoch besteht eine realistische Chance, dass der Abstieg seit Anfang Dezember im mittleren 2.700-er Bereich zum Stoppen kommt. Für eine zweite Aufwärtswelle bis März/April muss es danach aber der Break der Baissetrendbegrenzung gelingen, da sonst weitere Abgaben bis zu den Oktober-Lows drohen.
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Feedback: Mathias Onischka (elliott@gmx.net)
Autor: Mathias Onischka (© wallstreet:online AG), 01:18 30.12.2002
Dax 30 / 15 Minute Chart:

MfG
© Eastrich
back to the future - forward to the past -
Vor allem der nicht erfolgreiche Test der 3.000-er Marke in der Woche vor Weihnachten hat gezeigt, dass die laufende Abwärtskorrektur deutlich stärker ausfallen wird. An diesem Punkte bestand nämlich die berechtigte Chance einer nachhaltigen Bodenbildung. Der Dax entschied sich aber für eine Ausdehnung der Abwärtskorrektur. Korrektur deshalb, weil weiterhin davon ausgegangen wird, dass es sich nur um eine Gegenbewegung des Anstiegs seit Oktober handelt.
Mittelfristig befindet sich der Dax nämlich in einer großen Bearmarket-Rallye. Mit dem markierten Anstieg wurde der erste Korrekturteil beendet. Bislang wurde davon ausgegangen, dass sich seit dem Zwischenhoch Ende Oktober ein komplexes, seitwärts gerichtetes Korrekturmuster als Welle b (ggf. B) bildet. Auf Grund der tiefen Notierungen kann aber darüber diskutiert werden, ob dieser Pull-Back nicht doch erst im Dezember startete.
Exkurs: Schaut man sich die Chart der Dax30-Einzelaktien an, so fällt ebenfalls auf, dass viele Werte ebenfalls nur in einer Bearmarket-Rallye stecken und im Jahresverlauf neue Zwischentiefs markieren. Anhand der einzelnen Prognosewerte lassen sich aber andererseits Rückschlüsse auf die Entwicklung des Gesamtindex ziehen. Das Problem dabei sind die notwendigen Stichtage. Oftmals dehnen sich bestimmte Trends zeitlich deutlich aus bzw. Korrekturen fallen kürzer aus als vermutet, so dass es durchaus signifikante Verschiebungen geben wird. Berechnete Prognosewerte können deshalb nur als Groborientierung dienen, zumal neben den Ermittlungsproblem auch keine Aussagen über den zwischenzeitlichen Verlauf getroffen werden können. Im nachfolgenden Tableau kann man sehen, dass sich für Ende Januar ein Dax-Stand von knapp 3.000 ergibt. Für den 1. April hingegen ein Preisniveau von knapp 3.600 Punkten, ebenso wie für den Jahresschluss (31.12.03). Es lässt sich also daraus schlussfolgern, dass in den nächsten 12 Monaten die Bäume nicht in den Himmel wachsen werden. Ganz allgemein zeigt bei diesem Exkurs der Prognosepfeil eine Seitwärtsbewegung an. (Ende Exkurs)
Prognose-Tableau Dax30-Werte:
Daily-Chart Dax:
Nichtsdestotrotz sind die Preismuster der vergangenen Wochen tendenziell korrektiv. Zwar sind im Intraday-Bereich Einzelimpulse erkennbar. Bislang formieren sich diese aber nicht zu einem Abwärtsimpuls. Wellentechnisch wird deshalb weiterhin von einem Double-Zigzag seit Anfang Dezember ausgegangen. Das zweite Zigzag begann demnach am 17. Dezember, wobei der Downmove seit dem 23ten bereits der Subwave c2 zuzuordnen ist.
Dies bedeutet folgendes: Sobald ein vollständiger Abwärtsfünfer seit 3.048 vorliegt, kann über eine Trendwende diskutiert werden. Gibt es anschließend auch noch die notwendigen Long-Signale steht einer nachhaltigen Gegenbewegung nach oben nichts im Weg.
Das zweite rechnerische Ziel für den aktuellen Abstiegs ist der Preisbereich bei 2.755+. Zwar gibt es noch ein Retracement bei 2.820+; im Hinblick auf die noch unvollständigen Muster muss aber mit einem Move unter 2.800 gerechnet werden. Die sehr kurzfristigen Preismuster bestätigen dies dahingehend, dass am Montag im unteren 2.800-er Bereich die Subwave 3\` zu Ende gehen wird (vgl. Intraday-Chart). Folglich wird es einen Pull-Back im Rahmen der Wave 4\` geben, die aber aus jetziger Sicht nur bis 2.885/90 laufen wird. Danach setzt der Dax den Abwärtstrend fort, so dass ein weiterer Tiefpunkt ausgebildet wird.
Der zentrale Widerstand liegt im Moment bei 2.920-40 Punkten. So lange der Index diese Kurslevel nicht durchbrochen hat gibt der intakte Abwärtstrend im Zweifel die Richtung vor, zumal bis dahin jegliche Long-Signale führen. Erst ein Break gibt weiteres Aufwärtspotenzial bis zur Baissetrendbegrenzung und später ggf. 3.180 Punkte frei.
Der worst-case für die nächsten Sitzungen sieht so aus, dass zwar im mittleren 2.700-er Bereich ein Tief markiert wird; anschließend aber kein nachhaltiger Trendwechsel gelingt. In diesem Fall würde der Dax sich nur sehr langsam bis 2.830/40 vorkämpfen und bereits dort den Rückzug antreten. Erst bei 2.680 und 2.645 könnte der Index dann eine entsprechende Unterstützung finden, wobei sogar ein Test der Oktober-Lows möglich wird.
3-Stunden-Chart Dax:
5-Minuten-Chart Dax:
Markttechnik: Auf Tagesbasis zeigt der Trendpfeil weiter klar nach unten, zumal fast die komplette Technik Verkaufssignale anzeigt. Ebenso verhält es sich im Intraday-Bereich, jedoch wird bei weiteren Abgaben eine stark überverkaufte Situation eintreten. Aus zyklischer Sicht gibt es am Montag (30.12.) einen schwachen Fibo-Termin, allerdings bleiben vorerst immer noch die Termine vom 10. bzw. 13. Januar als signifikante Termine bestehen. Ob sich der Abwärtstrend tatsächlich noch bis zu diesem Zeitpunkt ausdehnt muss abgewartet werden, zumal es auch für den 3.1. einen (allerdings sehr schwachen) Zyklustag gibt.
Fazit: Unterhalb von 2.920-40 ist selbst im sehr kurzfristigen Trendbereich Optimismus fehl am Platz. Dennoch besteht eine realistische Chance, dass der Abstieg seit Anfang Dezember im mittleren 2.700-er Bereich zum Stoppen kommt. Für eine zweite Aufwärtswelle bis März/April muss es danach aber der Break der Baissetrendbegrenzung gelingen, da sonst weitere Abgaben bis zu den Oktober-Lows drohen.
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Feedback: Mathias Onischka (elliott@gmx.net)
Autor: Mathias Onischka (© wallstreet:online AG), 01:18 30.12.2002
Dax 30 / 15 Minute Chart:
MfG
© Eastrich
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