Unionsfraktionschef Friedrich Merz will nicht schlafend bei der Arbeit gezeigt werden. Der Politiker geht deswegen juristisch gegen eine Werbekampagne des Fernsehsenders n-tv vor.
In einer n-tv-Werbekampagne wird der CDU-Politiker unter dem Überschrift "wachrütteln" schlafend im Bundestag gezeigt, berichtet der "Spiegel". Der Fraktionsvorsitzende habe dem Sender umgehend eine Abmahnung geschickt und eine Unterlassungserklärung erwirkt.
n-tv-Chef Helmut Brandstätter nannte das in dem Magazin eine "ein bisschen humorlose Reaktion". Außer Merz würden zwar auch Motive mit den gähnenden oder schlummernden Fraktionsvorsitzenden Peter Struck (SPD) und Gregor Gysi (PDS) geschaltet, doch nur der Unionspolitiker fühlte sich offenbar durch Foto und Anzeigentext ("Politik in Deutschland. Wer schläft - wer ausgeschlafen ist.") geschädigt, heißt es im "Spiegel".
n-tv-Chef Brandstätter zeigte aber durchaus Verständnis mit den müden Politikern: "Es ist doch niemandem zu verdenken, im Parlamentsalltag die Augen mal ein bissl zu schließen."
© dpa