Ein Wechsel der Großwetterlage nicht in Sicht


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Ein Wechsel der Großwetterlage nicht in Sicht

 
09.09.01 11:19
CHART-KOLUMNE: DAX

Ein Wechsel der Großwetterlage nicht in Sicht


Von Uwe Wagner, Deutsche Bank

In der letzten Handelswoche kam es zum Teil zu dramatischen Dynamikzuwächsen innerhalb der unverändert intakten Abwärtstrends der internationalen Wertpapiermärkte. In Europa rutschten alle von uns analysierten Aktienindizes auf neue Bewegungs- und Jahrestiefs, womit auch die letzten, noch sinnvoll herleitbaren Unterstützungsniveaus unterschritten wurden. Damit ist sowohl der DAX www.investorscreen.de/entrium/chart/...=DAX.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">DAX.ETR, als auch die übrigen Europaindizes nach unten hin offen. Ist somit alles verloren ?

Grundsätzlich müssen wir festhalten, dass zumindest aus technischer Sicht ein baldiger Wechsel der Großwetterlage an den Märkten nicht absehbar ist. Dazu sind die übergeordneten Abwärtstrends zu stark ausgeprägt und die jeweiligen Bewegungsdynamiken einfach noch zu hoch. Kurzfristig wird aber eine technische Korrekturbewegung immer wahrscheinlicher.

METAPHER: HUND AN EINER GUMMILEINE

Bezogen auf den DAX bedeutet das: der aktuell laufende sekundäre Abwärtstrend (eingebettet in einen übergeordneten fallenden Primärtrend), durchläuft derzeit eine recht deutliche Beschleunigungsphase, welche sich auch über einen sich hochdynamisch entwickelnden Tertiärtrend darstellt. Erfahrungsgemäß sind es jedoch gerade diese Phasen innerhalb gültiger Sekundärtrends, welche den Keim einer Korrektur in sich tragen. Als bildliche Metapher könnte man sich einen Hund an einer Gummileine vorstellen, der sich von seinem Halter (in unserem Falle der durchschnittliche Fallwinkel des Sekundärtrends) hin und wieder über das normale Maß hinausbewegt und dann von Zeit zu Zeit wieder zurückgezogen wird.

In Erwartung einer solchen Korrekturbewegung können und müssen wir uns auf Indizien konzentrieren, welche im kurzfristigen Zeitfenster auftreten, um den Startschuss für eine Reaktion nicht zu verpassen. Dieser muss auf der Grundlage einer Kursformation oder einer Indikatorkonstellation erfolgen, welche statistisch beurteilbar ist (sie muss somit exakt und eindeutig formulierbar sein), und diese Konstellation muss uns ein akzeptables Chance / Risikoverhältnis ausweisen.

FAZIT

Als strategisches Fazit halten wir somit fest: mittelfristig ausgerichtete Positionierungen auf der Kaufseite sollten auch weiterhin zurückgestellt bleiben, da es strategisch gesehen noch keinerlei Anzeichen für eine tatsächliche Bodenbildung gibt. Diese Entwicklung müssen wir ganz einfach abwarten. Als Techniker werden wir ohnehin nicht den Boden erwischen. Unser Hauptaugenmerk liegt im kurzfristigen Zeitfenster. Erst wenn es uns gelingt, hier eine Positionierung aufzubauen, welche sich als tragend und profitabel erweist, können wir aus einer taktischen Position eine strategische Position machen.


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