Fed-Sitzung - Ein No-Brainer?
Die unerwartet kräftige Senkung der US-Leitzinsen im November ist nach Einschätzung vieler Analysten die letzte für lange Zeit gewesen. Daran wird auch das Großreinemachen im Finanzministerium nichts ändern, dem am Freitag sowohl Finanzminister Paul O'Neill als auch der Chef-Wirtschaftsberater im Weißen Haus, Larry Lindsey, zum Opfer gefallen sind.
Bislang ist unklar, ob der Präsident mit dem offensichtlichen Rauswurf der beiden Finanzexperten seine Ungeduld über die schleppende Wirtschaftserholung demonstriert, oder sich lediglich möglicher Gegner beim Durchsetzen weiterer Steuersenkungen entledigt hat.
Klar ist hingegen, dass George W. Bush nicht sonderlich erfreut über die letzten Arbeitsmarktdaten gewesen ist. Trotz umfangreicher Regierungsprogramme zur Stimulierung der Wirtschaft haben die Unternehmen im November 40.000 Stellen gestrichen, die Arbeitslosenquote schnellte auf 6,0 Prozent.
Sollte die Regierung auf die Hilfe Alan Greenspans hoffen, dann wird sie wohl enttäuscht werden. Unter Experten gilt es als abgemachte Sache, dass die amerikanische Notenbank (Fed) die Zinsen in diesem Jahr nicht mehr senken wird.
"Die Fed hat eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie eine Deflation in den Vereinigten Staaten nicht als unmittelbare Bedrohung sieht und das sie in nicht allzu ferner Zukunft mit einer Konjunkturbelebung rechnet", sagte David Seiders, Chefvolkswirt bei der National Association of Homebuilders. "Deshalb sollte man lieber nicht auf irgend welche Sondermaßnahmen bauen."
Gefragt ist eine verlässliche Geldpolitik
Seiders glaubt, dass die Notenbanker eine kontinuierliche und verlässliche Politik verfolgen und verweist daher auf die ersten Treffen des Offenmarktausschusses im kommenden Jahr. "Die nächste Maßnahme der Fed wird eher steigende denn fallende Zinsen zur Folge haben."
Die wöchentliche Umfrage von CBSMarketWatch.com unter Experten zur wahrscheinlichen Entwicklung der Leitzinsen hat erbracht, dass einer Zinssenkung derzeit lediglich eine 8-prozentige Wahrscheinlichkeit eingeräumt wird. Durchschnittlich rechnen die Analysten damit, dass die Fed das aktuelle Zinsniveau von 1,25 Prozent für Tagesgeld noch bis Mai 2003 aufrechterhalten wird.
Die jüngsten Personalien in Washington stehen der Einschätzung nicht entgegen, ganz im Gegenteil. Die mit den Maßnahmen des Weißen Hauses aufkommende Unsicherheit unter den Investoren und die anhaltende Suche nach einem Chef für die Wertpapieraufsichtsbehörde SEC bedürfe nach Ansicht einiger Marktexperten eines Gegenpols.
Eine bedächtige Geldpolitik der Notenbank könnte die Anleger davon überzeugen, dass es um die Wirtschaft nicht so schlecht bestellt ist, wie es die letzten Schlagzeilen vermitteln und damit zu einer Beruhigung der zuletzt aufgewühlten Stimmung führen.
Die unerwartet kräftige Senkung der US-Leitzinsen im November ist nach Einschätzung vieler Analysten die letzte für lange Zeit gewesen. Daran wird auch das Großreinemachen im Finanzministerium nichts ändern, dem am Freitag sowohl Finanzminister Paul O'Neill als auch der Chef-Wirtschaftsberater im Weißen Haus, Larry Lindsey, zum Opfer gefallen sind.
Bislang ist unklar, ob der Präsident mit dem offensichtlichen Rauswurf der beiden Finanzexperten seine Ungeduld über die schleppende Wirtschaftserholung demonstriert, oder sich lediglich möglicher Gegner beim Durchsetzen weiterer Steuersenkungen entledigt hat.
Klar ist hingegen, dass George W. Bush nicht sonderlich erfreut über die letzten Arbeitsmarktdaten gewesen ist. Trotz umfangreicher Regierungsprogramme zur Stimulierung der Wirtschaft haben die Unternehmen im November 40.000 Stellen gestrichen, die Arbeitslosenquote schnellte auf 6,0 Prozent.
Sollte die Regierung auf die Hilfe Alan Greenspans hoffen, dann wird sie wohl enttäuscht werden. Unter Experten gilt es als abgemachte Sache, dass die amerikanische Notenbank (Fed) die Zinsen in diesem Jahr nicht mehr senken wird.
"Die Fed hat eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie eine Deflation in den Vereinigten Staaten nicht als unmittelbare Bedrohung sieht und das sie in nicht allzu ferner Zukunft mit einer Konjunkturbelebung rechnet", sagte David Seiders, Chefvolkswirt bei der National Association of Homebuilders. "Deshalb sollte man lieber nicht auf irgend welche Sondermaßnahmen bauen."
Gefragt ist eine verlässliche Geldpolitik
Seiders glaubt, dass die Notenbanker eine kontinuierliche und verlässliche Politik verfolgen und verweist daher auf die ersten Treffen des Offenmarktausschusses im kommenden Jahr. "Die nächste Maßnahme der Fed wird eher steigende denn fallende Zinsen zur Folge haben."
Die wöchentliche Umfrage von CBSMarketWatch.com unter Experten zur wahrscheinlichen Entwicklung der Leitzinsen hat erbracht, dass einer Zinssenkung derzeit lediglich eine 8-prozentige Wahrscheinlichkeit eingeräumt wird. Durchschnittlich rechnen die Analysten damit, dass die Fed das aktuelle Zinsniveau von 1,25 Prozent für Tagesgeld noch bis Mai 2003 aufrechterhalten wird.
Die jüngsten Personalien in Washington stehen der Einschätzung nicht entgegen, ganz im Gegenteil. Die mit den Maßnahmen des Weißen Hauses aufkommende Unsicherheit unter den Investoren und die anhaltende Suche nach einem Chef für die Wertpapieraufsichtsbehörde SEC bedürfe nach Ansicht einiger Marktexperten eines Gegenpols.
Eine bedächtige Geldpolitik der Notenbank könnte die Anleger davon überzeugen, dass es um die Wirtschaft nicht so schlecht bestellt ist, wie es die letzten Schlagzeilen vermitteln und damit zu einer Beruhigung der zuletzt aufgewühlten Stimmung führen.