Eigentlich die beste aller Welten


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Libuda:

Eigentlich die beste aller Welten

 
26.02.05 16:33


Wenn man sich die nachstehende Meldung ansieht, dann kann es eigentlich kaum noch besser laufen. Dass davon erst sehr wenig in den Kursen steckt, gibt den Aktienmärkten Potenzial.

Beginnen wir mit der erfreulichsten Meldung: "Die stärkste Abweichung im Vergleich zur ersten Schätzung ergab sich bei den Exporten. Diese sind im Berichtszeitraum nicht wie urspünglich gemeldet um 3,9 Prozent gesunken, sondern um 2,4 Prozent gestiegen, hieß es." Dass wir uns genau an diesem Wendepunkt befinden, wo schon sehr lange mengenmäßig zurückgehende US-ImportE das auch wertmäßig tun, weil die Mengeeffekte die Preiseffekte der Einfuhrverteuerung überkompensieren, habe ich schon einige Monate angekündigt. Greenspan hat das kürzlich ja auch getan - begleitet vom üblichen Geheul der Katasrophetenmafia, deren Angstzockerei in den letzten beiden Jahren ausschließlich VerlustE gebracht hat.

Sehr positiv auch: "Das Wachstum der Unternehmensinvestitionen lag mit 14,0 Prozent hingegen deutlich über der ursprünglichen Schätzung von 10,3 Prozent." Statt konsumiert wird investiert - besser geht es kaum.

Einige werden jetzt sagen, dass der Konsum aber noch zu schnell wachse: "Die Konsumausgaben stiegen im Berichtszeitruam nur noch um 4,2 Prozent (3. Quartal plus 5,1 Prozent). Ursprünglich waren 4,6 Prozent Wachstum ausgewiesen worden." Da kann ich auch beruhigen, denn leider sind die Zeitungsschreiberlinge nicht in der Lage, mit diesem Problem adäquat umzugehen, da sie die Unterschiede zwischen Nominal- und Realgrößen im Volkshochschulkurs in Volkswirtschaft nicht richtig verstanden haben. Man darf nämlich die 3,8% Wachstum, eine Realgröße, nicht mit den 4,2% mehr Konsumausgaben, eine Nominalgröße, in Verbindung bringen. Wenn man das tun will, muss man beim Konsum die Preissteigerungen herausrechnen (oder die Steigerungen des nominalen BIP, das bei knapp 7% liegen, dürfte heranziehen), dann ist man bei 1,2%. Wir sehen also, dass wie gewünscht, nur Teile des zusätzlichen Einkommens konsumiert werden, der Rest aber investiert und in den Abbau des Handelsbilanzdefizits fließt. Allen Dummsprüchen der Katastrophenheuler zum Trotz, werden die viel beschworenen Ungleichgewichte immer bedeutungsloser. Dass sich einige verzockte Invesmentbängster wieder eine neue Sau ausdenken, die sie durch die Anlegergehirne zu treiben versuchen, steht allerdings auch fest.

Hier der komplette Text, aus dem meine Zitate stammen:


USA: Wirtschaft im 4. Quartal mit mehr Schwung als ursprünglich gemeldet

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das Wirtschaftswachstum in den USA hat im vierten Quartal nicht so deutlich an Schwung eingebüßt wie ursprünglich gemeldet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei um 3,8 Prozent gewachsen, teilte das Handelsministerium am Freitag mit.



In einer ersten Schätzung war ein Wachstum von 3,1 Prozent veranschlagt worden. Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Wachstum von 3,6 Prozent gerechnet. Im Sommer war die Wirtschaftsleistung der größten Volkswirtschaft der Welt auf das Jahr hochgerechnet noch um 4,0 Prozent gewachsen. Von der Revision unberührt bleibt die Wachstumsrate für das Gesamtjahr 2004. Diese blieb mit 4,4 Prozent unverändert zur bisherigen Schätzung.

Grund für die Revision im vierten Quartal war den Angaben zufolge ein höherer Export und höhere Investitionen. Dies sei nur zum Teil durch geringere Konsumausgaben und höhere Importe ausgeglichen worden. Die Konsumausgaben stiegen im Berichtszeitruam nur noch um 4,2 Prozent (3. Quartal plus 5,1 Prozent). Ursprünglich waren 4,6 Prozent Wachstum ausgewiesen worden. Das Wachstum der Unternehmensinvestitionen lag mit 14,0 Prozent hingegen deutlich über der ursprünglichen Schätzung von 10,3 Prozent.

Die stärkste Abweichung im Vergleich zur ersten Schätzung ergab sich bei den Exporten. Diese sind im Berichtszeitraum nicht wie urspünglich gemeldet um 3,9 Prozent gesunken, sondern um 2,4 Prozent gestiegen, hieß es. Bei der Preisentwicklung ergab sich keine Änderung zur ersten Schätzung. Im vierten Quartal betrug die Teuerungsrate 2,5 Prozent und bei der Kernrate, ohne die schwankungsanfälligen Energie und Nahrungsmittelpreise, auf das Jahr hochgerechnet 1,6 Prozent./FX/jha/he

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Libuda:

Aktien so attraktiv wie seit Jahrzehnten nicht,

 
26.02.05 20:28


so Klaus Kaldemorgen, Chef von Deutschlands größter Investmentgesellschaft, DWS, in der FTD vom Montag;

"Vergleicht man beispielsweise die Rendite von Anleihen mit der Rendite von Aktien, so sind Aktien so attraktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr."

Um Euch das zu erzählen hat der Bubi lange gebraucht, ich erzähle Euch das schon seit dem Frühjahr 2003, als der DAX bei 2.300 stand.



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Libuda:

Angst versperrt den Blick auf das Wesentliche

 
27.02.05 09:53
Grüner-VM
Autor: Thomas Grüner
13:26 | 12.02.05


Crashgurus haben weiterhin Hochkonjunktur. Der Absturz scheint nur eine Frage der Zeit zu sein.

Auch in dieser Woche bekamen wir wieder haufenweise negative und skeptische Kommentare zu lesen. Vermeintliche Verkaufsignale wurden zum wiederholten Male ausgemacht. Der Markt hat sich aber wieder einmal nicht an diese so "klaren Verkaufsignale" gehalten. Die europäischen Indizes haben auf neuen Jahreshochs - teilweise auf Mehrjahreshochs - geschlossen. Trotz dieser Kursrekorde ist weiterhin genügend Skepsis im Markt vorhanden.

Gestern Abend habe ich in Kaiserslautern meine Vortragsreihe mit der Präsentation unserer Jahresprognose für 2005 begonnen. Am Dienstag, 15. Februar, werde ich in der IHK in Frankfurt sprechen, am Freitag, 18. Februar in Hamburg.

Die Reaktion der Zuhörer am gestrigen Freitag war von Erstaunen geprägt. Die meisten meiner vorgetragenen Argumente hatte die Mehrzahl der Besucher noch nie gehört. Mit meiner Meinung zum diesjährigen Börsenverlauf habe ich sicher überrascht.

Viele Phänomene aus 2004 sind immer noch gültig bzw. haben sich sogar weiter verschärft. Die Risiken werden weiterhin übergewichtet und die meisten Investoren stehen immer noch unter den Eindrücken des Bärenmarktes von 2000 bis 2002. Die Angst versperrt weiterhin den Blick auf die wesentlichen Einflussfaktoren. Die emotionale Falle ist immer noch aufgebaut. Versuchen Sie dieser zu entgehen!
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