Eichel hat auch 'ne Neue
Von Matthias Gebauer
Nach den Querelen um die Turtelbilder vom Verteidigungsminister folgt sogleich die nächste Gefühlsoffenbarung im Kabinett Schröder. Diesmal ist es der Finanzminister Hans Eichel und seine neue Freundin. Den Konkurrenzkampf um das Outing hat in diesem Fall die "Bunte" gewonnen - den Minister macht das nicht gerade glücklich.
Berlin - Wieder einmal ist es die "Bunte", die mit ihrer neuen Ausgabe am Donnerstag für Getuschel und wohl auch für Schmunzeln im Bundestag und am Kabinettstisch sorgen wird. In der Vorabausgabe für die Redaktionen der Republik ist der Beitrag zwar noch nicht enthalten, doch spätestens am Kiosk kann der geneigte Leser wieder Neues über das Liebesleben der Kabinettsmitglieder lesen. "Hans im Liebesglück" titelt die Münchner Illustrierte und berichtet über das Verhältnis zwischen dem Finanzminister Hans Eichel und der 47-jährigen Gabriela Wolf.
In Berliner Kreisen ist die Liaison durchaus keine Neuigkeit. Schon lange kursierten die Gerüchte um Eichels neues Liebesglück, und der Minister steht auch - zumindest intern - zu seiner neuen Beziehung. Öffentlich wollte er dies jedoch nicht machen. Diverse Anfragen von Journalisten nach so genannten Homestorys mit Bildern der beiden lehnte der Minister ab. Lediglich einen Fototermin hatte der Minister in der vergangenen Woche dazu genutzt, seine Neue der Presse zu zeigen, die jedoch nur verhalten berichtete.
Recherchen in Eichels Heimat
Die "Bunte" jedoch forschte daraufhin investigativ in Eichels Heimatstadt Kassel und erfuhr, was da läuft zwischen Eichel und der Sekretärin einer Baufirma: Sie heißt Gabriela Wolff, ist 47 und hat drei Kinder aus erster Ehe, und die leben beim Vater. Eichel und Wolff kennen sich schon lange, ihre Liebe indes erkannten sie dem Vernehmen nach erst im letzten Jahr auf dem Kassler Weihnachtsmarkt. Die "Bunte"-Reporterin recherchierte weiter, fand Freunde der neuen Eichel-Partnerin, die aber auch nur sagen konnten, dass sie schon lange von der Romanze wissen und dass die beiden schon oft gemeinsam gesehen wurden.
So weit zu der Geschichte. Eigentlich dürfte Hans Eichel nichts daran unangenehm sein, schließlich hat er sich - und das ganz offiziell - schon 1999 von seiner Frau getrennt - ein moralischer Vorwurf ist ihm also nicht zu machen. Dennoch traktieren ihn die Autoren mit Seitenhieben. In dem Gesellschaftsblatt kommen Kellner zu Wort, die Details über nicht gerade romantische Diners zu berichten wissen. Und im Schlusssatz fordert die "Bunte" den Minister auf, doch auch öffentlich zu seiner neuen Liebe zu stehen. Ein Grund für die Schelte dürfte sein, dass Eichel ein Outing in der "Bunten" abgelehnt hatte. Für die mit "Bild" um solche politisch hoch relevanten Exklusivgeschichten konkurrierende "Bunte" ein Schlag ins Gesicht, der bestraft werden musste.
Scharping-Gate brachte Eichel zur Räson
Nach den Turtelfotos von Verteidigungsminister Rudolf Scharping lockert nun also das nächste Liebesthema den Politikalltag der Hauptstadt auf. Der Fall zeigt erneut, wie schwer den Politikern der Umgang mit der Presse fällt, wenn Liebe ins Spiel kommt. Scharping wird die Veröffentlichung seiner Liebesfotos als Höchstmaß an Unprofessionalität vorgeworfen. Nicht nur aus der Opposition musste sich der Soldatenchef anhören, dass die Pool-Impressionen nicht zum beginnenden Mazedonien-Einsatz seiner Jungs passten.
Bei den Tiraden hörte auch der Finanzminister zu, denn er hatte gemeinsam mit seinem Medienberater Klaus-Peter Schmidt-Deguelle bereits einen Outing-Plan für seine neue Liebe entworfen - allerdings nicht in der "Bunten". Eigentlich wollte der Minister Eichel seine Liebe einer großen Sonntagszeitung des Springer-Verlags gestehen, und "damit sollte es dann gut sein", heißt es in seinem Haus. Schon Kanzler Gerhard Schröder hatte so einstmals der Nation die Trennung von seiner damaligen Gattin Hillu mitgeteilt, die ihm keine Currywurst gönnte, und auch seine neue Liebe Doris per "Bild"-Zeitung lanciert.
Doch die Wasserspiel-Pleite des Verteidigungsministers veranlasste Eichel, sein Sonntags-Outing doch lieber etwas zu verschieben. In die Planung des Finanzministers und seines Beraters Schmidt-Deguelle ist die "Bunte" nun geplatzt, und in München ist man durchaus stolz auf den Beitrag, denn die Macher wissen: Nichts ist wichtiger, als in Berlin im Gespräch zu sein, koste es, was es wolle.
Gruss
V2000
Von Matthias Gebauer
Nach den Querelen um die Turtelbilder vom Verteidigungsminister folgt sogleich die nächste Gefühlsoffenbarung im Kabinett Schröder. Diesmal ist es der Finanzminister Hans Eichel und seine neue Freundin. Den Konkurrenzkampf um das Outing hat in diesem Fall die "Bunte" gewonnen - den Minister macht das nicht gerade glücklich.
Berlin - Wieder einmal ist es die "Bunte", die mit ihrer neuen Ausgabe am Donnerstag für Getuschel und wohl auch für Schmunzeln im Bundestag und am Kabinettstisch sorgen wird. In der Vorabausgabe für die Redaktionen der Republik ist der Beitrag zwar noch nicht enthalten, doch spätestens am Kiosk kann der geneigte Leser wieder Neues über das Liebesleben der Kabinettsmitglieder lesen. "Hans im Liebesglück" titelt die Münchner Illustrierte und berichtet über das Verhältnis zwischen dem Finanzminister Hans Eichel und der 47-jährigen Gabriela Wolf.
In Berliner Kreisen ist die Liaison durchaus keine Neuigkeit. Schon lange kursierten die Gerüchte um Eichels neues Liebesglück, und der Minister steht auch - zumindest intern - zu seiner neuen Beziehung. Öffentlich wollte er dies jedoch nicht machen. Diverse Anfragen von Journalisten nach so genannten Homestorys mit Bildern der beiden lehnte der Minister ab. Lediglich einen Fototermin hatte der Minister in der vergangenen Woche dazu genutzt, seine Neue der Presse zu zeigen, die jedoch nur verhalten berichtete.
Recherchen in Eichels Heimat
Die "Bunte" jedoch forschte daraufhin investigativ in Eichels Heimatstadt Kassel und erfuhr, was da läuft zwischen Eichel und der Sekretärin einer Baufirma: Sie heißt Gabriela Wolff, ist 47 und hat drei Kinder aus erster Ehe, und die leben beim Vater. Eichel und Wolff kennen sich schon lange, ihre Liebe indes erkannten sie dem Vernehmen nach erst im letzten Jahr auf dem Kassler Weihnachtsmarkt. Die "Bunte"-Reporterin recherchierte weiter, fand Freunde der neuen Eichel-Partnerin, die aber auch nur sagen konnten, dass sie schon lange von der Romanze wissen und dass die beiden schon oft gemeinsam gesehen wurden.
So weit zu der Geschichte. Eigentlich dürfte Hans Eichel nichts daran unangenehm sein, schließlich hat er sich - und das ganz offiziell - schon 1999 von seiner Frau getrennt - ein moralischer Vorwurf ist ihm also nicht zu machen. Dennoch traktieren ihn die Autoren mit Seitenhieben. In dem Gesellschaftsblatt kommen Kellner zu Wort, die Details über nicht gerade romantische Diners zu berichten wissen. Und im Schlusssatz fordert die "Bunte" den Minister auf, doch auch öffentlich zu seiner neuen Liebe zu stehen. Ein Grund für die Schelte dürfte sein, dass Eichel ein Outing in der "Bunten" abgelehnt hatte. Für die mit "Bild" um solche politisch hoch relevanten Exklusivgeschichten konkurrierende "Bunte" ein Schlag ins Gesicht, der bestraft werden musste.
Scharping-Gate brachte Eichel zur Räson
Nach den Turtelfotos von Verteidigungsminister Rudolf Scharping lockert nun also das nächste Liebesthema den Politikalltag der Hauptstadt auf. Der Fall zeigt erneut, wie schwer den Politikern der Umgang mit der Presse fällt, wenn Liebe ins Spiel kommt. Scharping wird die Veröffentlichung seiner Liebesfotos als Höchstmaß an Unprofessionalität vorgeworfen. Nicht nur aus der Opposition musste sich der Soldatenchef anhören, dass die Pool-Impressionen nicht zum beginnenden Mazedonien-Einsatz seiner Jungs passten.
Bei den Tiraden hörte auch der Finanzminister zu, denn er hatte gemeinsam mit seinem Medienberater Klaus-Peter Schmidt-Deguelle bereits einen Outing-Plan für seine neue Liebe entworfen - allerdings nicht in der "Bunten". Eigentlich wollte der Minister Eichel seine Liebe einer großen Sonntagszeitung des Springer-Verlags gestehen, und "damit sollte es dann gut sein", heißt es in seinem Haus. Schon Kanzler Gerhard Schröder hatte so einstmals der Nation die Trennung von seiner damaligen Gattin Hillu mitgeteilt, die ihm keine Currywurst gönnte, und auch seine neue Liebe Doris per "Bild"-Zeitung lanciert.
Doch die Wasserspiel-Pleite des Verteidigungsministers veranlasste Eichel, sein Sonntags-Outing doch lieber etwas zu verschieben. In die Planung des Finanzministers und seines Beraters Schmidt-Deguelle ist die "Bunte" nun geplatzt, und in München ist man durchaus stolz auf den Beitrag, denn die Macher wissen: Nichts ist wichtiger, als in Berlin im Gespräch zu sein, koste es, was es wolle.
Gruss
V2000