Zeitpunkt: 01.07.13 16:55
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Wann bitte soll denn der Schein bei 0,02€ zu haben gewesen sein ?! Bitte um Aufklärung.
Auch wenn ich nicht viel von Apple halte, aber die Firma ist unterbewertet ! - und das nicht nur ein wenig :).
Weil ich erst kürzlich hier was von der Verfassungsklage gelesen habe, hier dazu ein paar Zitate:
-- Ein Moratorium ist denkbar, aber nur im Wege der Gesetzesänderung", sagte der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, dem Handelsblatt. "Darüber kann es keinen Streit geben." Auf die Frage, ob ein bloßer Regierungsbeschluss verfassungswidrig sei, sagte er: "Ja, so ist es. Ein Gesetz aussetzen kann im Übrigen das Bundesverfassungsgericht. Die Regierung aber mit Sicherheit nicht." --
-- Auch die Rechtfertigung der Bundesregierung mit Bestimmungen im Atomgesetz sieht Papier kritisch. "Entweder muss ein rechtswidriger Zustand bestehen. Das könnte man etwa annehmen, wenn und soweit das Laufzeitverlängerungsgesetz nicht gilt", sagte Papier. "Es gilt aber." Die zweite Alternative sei eine Gefahr für Leben, Gesundheit oder Sachgüter, wie es im Gesetz heißt. "Dafür müsste aber eine solche konkrete Gefahr gegeben sein. Zumindest die bisherigen Einschätzungen der Atomaufsichtsbehörden widersprechen der Annahme einer konkreten Gefährdung", sagte Papier. --
-- Die von Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) genannte Rechtsgrundlage aus dem Atomgesetz genüge nicht, sagte auch der Würzburger Rechtsprofessors Kyrill-Alexander Schwarz der Nachrichtenagentur dpa. "Paragraf 19 Absatz drei Ziffer drei reicht definitiv nicht aus." Dazu müssten dringende Gefahren direkt von den Kraftwerken ausgehen. "Für eine Stilllegung wäre eine Gesetzesänderung nötig", sagte Schwarz. "Das gilt auch für eine befristete Stilllegung für drei Monate." --
-- Auch der renommierte Berliner Umweltrechtler Michael Kloepfer hält ein Moratorium ohne gesetzliche Grundlage für "evident verfassungswidrig". Ein Rückgriff auf die Bestimmung des Atomgesetzes erlaube keine "befristete Freistellung von geltenden Gesetzen", so Kloepfer in einer schriftlichen Stellungnahme. "Der Vorrang des Gesetzes kann nicht durch Willensäußerungen der Exekutive über ein "Moratorium" unterlaufen werden. Rechtsstaatliche Grundsätze und der Respekt vor dem Parlament verlangen daher einen entsprechenden Beschluss des Bundestages in Gesetzesform", --
-- Der Düsseldorfer Staatsrechtler Martin Morlok warf der Bundesregierung rechtswidriges Handeln vor. "Das Moratorium ist ein flotter Spruch der Regierung ohne rechtliche Grundlage" --
-- Ähnlich sieht das der Rechtswissenschaftler Joachim Wieland. Wieland, der als Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer lehrt, sagte Handelsblatt Online: "Die Laufzeitverlängerung ist als Gesetz des Bundestages in Kraft getreten und kann nur durch ein Gesetz zeitlich begrenzt oder dauerhaft außer Kraft gesetzt. Die Regierung ist nach dem Grundsatz des Vorrangs des Gesetzes Art.20 Abs.3 GG nicht befugt, Gesetze des Parlaments außer Kraft zu setzen." --
-- Eine solche Anordnung ist rechtswidrig", sagte der Anwalt Manfred Rebentisch, Experte für Umwelt- und Atomrecht, bei der Kanzlei Clifford Chance in Düsseldorf. --
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Scheinbar sind sich die Experten, einschließlich des obersten Ex-Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts einig.Trotz all dieser Einschätzungen hat die BRD keinerlei Rückstellungen gemacht und ist sich seiner Sache sehr sicher. Insbesondere Herr Tritin, der anmerkt, dass sich die Konzerne lieber auf andere Probleme fixieren sollen, wie dem Ausbau der Erneuerbaren. Damit wird er meiner Einschätzung als einer der unfähigsten Politiker gerecht. Was hat diese Äusserung auch nur im entferntesten mit dem Problem gemein. Der Mann wird dafür bezahlt Ideen zu entwickeln und nicht das zu sagen, dass ohnehin jedem klar ist und nichts mit der eigentlichen Problemstellung zu tun hat. Die Aussage hätte man auch von einem 16 jährigen Schüler erwarten können - solche unqualifizierten Äusserungen wären in meiner beruflichen Laufbahn einer Kündigungsanfrage gleichgekommen.
Zur allgemeinen Einschätzung:
Ich persönlich gehe von einem Eigentor aus. Ca. 8 Mrd. Euro stehen für E.on im Raum. Ich bin kein Lobbyfreund oder Befürworter von solchen Klagen, aber wenn man einerseits sieht, wie die Regierung die Autokonzerne unterstützt, sei es Abwrackprämie oder CO2 Lockerungen und andererseits den Energiekonzernen systematisch das Wasser abgräbt, so muss man schon feststellen das dies ein höchst fragwürdiges vorgehen ist. Nicht im entferntesten ist sowas mit Gerechtigkeit vereinbar und nur aus Angst vor dem Druck der Öffentlichkeit beschlossen worden. Das stützt auch die These, dass der Wähler als Marionette benutzt wird und nach der Wahl deutliche Bekenntnisse folgen werden. Weshalb werden sonst die Entscheidungen nach die Wahl vertagt.
Nur Schade, dass viele Altaktionäre schon abgesprungen sind. Ihnen sollten große Teile dieser Summe zufließen. Sie waren die, die durch unrechtmäßiges Vorgehen betrogen worden sind.
ist , dass bei den Versorgern die durchaus realistische Möglichkeit, auf juristischem Wege erhebliche Entschädigungen einzufahren, nicht mal ansatzweise im Kurs berücksichtigt ist.
Während alles rein theoretisch mögliche , von vornherein ausschliesslich negativ gesehen wird- wie zuletzt etwa das Brasilienengagemen, über dessen Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit man sicher erst abschliessend in frühestens 5 bis 10 Jahren urteilen wird können, als von schon jetzt verfehlt von den meisten Investoren angesehen wird, werden durchaus realistische Szenarien, die genaugenommen keine negative Szenarien beinhalten sondern allenfalls positive Optionen aufzeigen, wie die aktuellen Klagen, völlig ausser acht gelassen.
Auf der anderen Seite werden bei Unternehmen, die wirklich vor Riesenproblemen stehen, bzw sie schon längst haben, die bilanziell eher schwach aufgestellt sind, wie Thyssen, alles negative geradezu geflissentlich ausgeklammert.
Warum eine e-on kursmässig niedriger steht, und das ja nicht gerade um ein paar Cent, als eine Thyssen ist für mich echt eine Rätzsel. Thyssen würde mich mir persönlich erst im einstelligen Bereich anschaun, und dann wäre es immer noch ein spekulatives Investment.
Klar, hat eine e-on auch jede Menge Probleme, aber immerhin hat man die Probleme mit einer gesunden Bilanz, einer ordentlichen Profitabilität, und einer Strategie, die recht sinnvoll erscheint.
Wenn ihr in Stahl investieren wollt, geht in voestalpine. Die ist kürzlich von der Conviction Buy list geflogen. Meist gehts dann noch 20 Prozent nach oben. Die haben auch ein gutes Modell und solide Bilanzen.
kann eben weitaus mehr verdient werden als mit Longinvestitionen, insbesondere dann, wenn das Gros der Aktionäre mehr auf die fundamentalen Daten schaut und denkt, da könne ja kaum allzu schlimmes geschehen aufgrund der niedrigen Bewertung.
eines sehen wir aber immer mehr in Zeiten, in den Geld die Börsen quasi nach Belieben manipulieren kann. Kurse können, wie irre das auch erscheinen mag, durch Marktmacht lange in geradezu absurde Regionen bewegt werden, und das geht in Zeiten billigen fast kostenlosen Geldes mit praktisch allen aktien, auch solchen mit hoher Marktkapitalisierung. Und da das Gros der institiutionellen computermässig jeden Trend quasi ungeprüft hinterherläuft, bekommt es dann eben solange eine Eigendynmamik, bis die Kuh bis auf den letzten Tropfen gemolken ist.
ME hat es hier nicht mit einer "Verschwörung" gegen e-on zu tun, andere Versorger wie GDF Suez oder eine RWE trifft es genauso.
Oder eben eine Kali und Salz, wo auch viele e-on-Aktionäre investiert zu scheinen. The trend is your friend , aber eben auch your enemy, wenn der Trend fallend ist.
Der Vorteil von uns privaten ist allerdings, dass wir nicht stetig unsere Performance an bestimmten Messlatten orientieren müssen. Wir können auch mal was kaufen, was fällt, aber uns sehr günstig bewertet erscheint.
Man wird mal sehen, ob mit dem neuen Quartal die Laggards des ersten Halbjahrs besser performen. Durchaus mögich, per Halbjahresulitmo sind wohl die wenigsten Fondsmanager begierig darauf, Im portfolio in grossen Umfang gerade die Aktien vorzuzeigen, die in diesem Halbjahr sehr schlecht gelaufen sind.
im neuen quartal könnte man sich aber ggf anders aufstellen, denn ganz blöd sind die Fondsmanager nun auch nicht
Zu den Renditen in Brasilien und der Türkei hab ich schon mal durch Berechnungen angemerkt, dass wir dort im Schnitt um das 3 - 4 fache (allein bei der Umsatzrendite) höher liegen als in Europa. War wohl einer der Hauptgründe, sich in Brasilien oder der Türkei zu engagieren. Daran werden kurzfristige Aufstände auch nichts ändern. Wird das wirtschaftswachstum noch beschleunigt, so wird die Energienachfrage dort noch profitabler. Das ist auch der Punkt, den viele Analysten unter den Tisch kehren. Der Betrieb der Kraftwerke ist jetzt schon 3-4 mal höher als hier. Zusätzlich kann man dieses Engagement nicht mit den von Thyssen und Co vergleichen, da diese als eigenständige Gesellschaften dort Fuß fassen wollten. E.on stützt sich auf akzeptierte und etablierte Partner und ist somit kein wirklich neuer Mitbestreiter. Zu den Aufständen kann man sagen, dass ein Wandel in der unterdrückerischen Politik (in diesen Ländern) von meiner Seite zu begrüßen ist. Bei der türkischen Beteiligung hat E.on mit der Sabanci Holding einen sehr starken und einflussreichen Partner in der Türkei gefunden. Die Familie hat großen politischen Einfluss, viele internationale Partner und sehr sehr viel Geld. Der österreichische Energieversorger wird sich für das Abtreten dieser Geschäfte noch reichlich ärgern. Man muss aber auch sagen, dass ihnen aufgrund ihrer finanziellen Möglichkeiten nicht der nötige Spielraum zur Verfügung gestanden hätte. Auch hier muss ich sagen, dass E.on strategisch eine Klasse Entscheidung getroffen hat, da ich davon ausgehe, dass die Grundlastkraftwerke (Wasserkraft) in naher Zukunft durch gesetzliche Regelungen unter Druck kommen, zumal sie jetzt schon geringe Renditen abwerfen.
The trend is your friend - bei mir gilt: Er ist mein Feind. Der Trend versucht, mich von rationalen Entscheidungen, zu trennen und den Emotionen hinzugeben. Ich sehe es (so absurd es klingt) als bestätigend an, wenn der Kurs weiterfällt. Denn damit bin ich mir sicher, dass ich mich nicht mit der Masse bewege. Noch was absurdes: Je weiter der Kurs fällt (und fundamental alles in Ordnung ist), umso sicherer ist das Investment.
Ich will die obige Aussage zum Trend noch relativieren, da es immer auf die Handlungsstrategie ankommt. Wenn ich nach der Charttechnik arbeite, ist er klarerweise mein Freund. Ich bin aber am liebsten Contrarian, fundamental und in fallende Messer greifend. Sozusagen ein eiskaltes Ausnutzen des psychologischen Wahnverhaltens, dass auf Herdentrieb basiert. :)
Nur soviel zum Vorfall in Berlin:
Die Äusserungen einiger hier zeugen von absoluter Unwissenheit. Die Kommentare sind nicht mehr als (dumme!) Stammtischparolen.
Selbstverständlich können Drogen Psychosen auslösen. Die Mehrzahl der Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis hat mit Drogen aber nichts zu tun. Insbesondere Kommentare wie "selber Schuld" sind einfach erbärmlich. Auch ihr oder eure Kinder können eine solche Erkrankung entwickeln auch wenn ihr totale Abstinenzler seid.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich hätte in der Situation auch geschossen. Das steht auch gar nicht zur Debatte. Zur Debatte steht warum der Polizist ohne Sicherung durch 2 Mann! ohne Schutzwese! in den Brunnen steigt. Der Mann hatte sich selbst verletzt, jedoch nicht mit Selbsttötung gedroht. Das SEK war zu dem Zeitpunkt des Schusses nicht gerufen und das alleine ist schon höchst unprofessionell.
Ich hätte in der Situation auch geschossen und das war legitim. Aber die Notwehrsituation war vom Polizisten höchst unprofessionell selbst herbeigeführt. Abstand halten und auf das SEK warten, welches in Berlin über insgesamt 4 Elektroteaser verfügt. Wenn der aus dem Brunnen klettert und losgeht kann man immer noch schiessen. Und zum Umstellen des Brunnens war genug Personal vor Ort.
Und zu "wenn er sich zudröhnt und so verhält selber schuld".
Du bist einfach nicht qualifiziert den Vorganz zu beurteilen und schon gar nicht steht dir der Entscheid der Schuldfrage zu. Zum Glück. Das vorläufige Obduktionsergebnis hat bishher keine Hinweise auf Alkohol oder andere Drogen erbracht.
Ich habe schon viele Menschen gesehen mit Schizophrenien, akuten Psychosen, bipolaren Störungen, Ich-Störungen.
Du weisst einfach nicht genug um dein Maul so aufzureissen. Also lass es lieber. Du machst dich einfach nur peinlich vor jedem der ein bisschen was davon versteht.
Nix für ungut.
LG
Noch lebe ich :). Du magst Recht haben, dass dies seine Zeit dauert. Ich hab damit aber sehr gutes Geld verdient. Das ist aber kein Grund das das in Zukunft auch so sein wird. Das größte Schwein, dass zur Zeit durch die Dörfer getrieben wird ist der Pessimismus bei Rohstoffen. Ich gehe davon aus das Kupfer (für mich einer der wichtigsten Rohstoffe) noch weiter fallen wird (es genügt wenn China weiter hustet) und habe jetzt schon etliche Kuperförderer auf dem Schirm. Wobei mir bei den fundamentalen Daten zu Rio Tinto das Alu Engagement nicht so sehr gefällt, da ich hier große Konkurrenz sehe. (Danke auch an den Artikel von Bruno). Aber es bleibt noch reichlich Zeit sich umzusehen :) und es gibt durchaus interessante Kandidaten.
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