heißes Eisen, die Börse. Vielleicht geht es nur mir so, aber derzeit empfinde ich es als schwierig langfristig zu planen und das Verhalten an der Börse vorherzuahnen bzw. zu -sehen.
Fundamentaldaten spielen anscheinend auch keine (große) Rolle mehr - getrieben von Ängsten und Spekulationen fahre ich persönlich derzeit besser, wenn ich nicht auf einen optimalen KGV, ein gutes Kurs-Buchwert-Verhältnis oder den Cashflow schaue, sondern eher darauf was mir mein Gefühl und die öffentliche Wahrnehmung sagt.
Das ist einerseits frustrierend, denn gut aufgestellte Titel garantieren nicht mehr unbedingt eine positive Kursentwicklung, andererseits treibt mich das verstärkt zu konservativen Titeln wie BASF, Novartis, Fresenius und Co. mit zwar geringerer Rendite, dafür aber auch geringeren Risiken; was in der aktuellen Situation (Sommerlach; Geldhahn der Notenbanken wird in absehbarer Zeit geschlossen, etc.) nicht das Dümmste ist. Aber Sicherheit gibt es natürlich auch hier nicht.
Eon ist auch so ein Fall, der für den aktuellen Wandel am Aktienmarkt spricht: Vor Jahren noch eine der sichersten Aktien, ein Versorger mit hoher Dividente, gut aufgestellt und positive Zukunftsaussichten ist der Titel nun im Sumpf angekommen und hat auch mir reichlich (virtuelle) Verluste beschert. Solange die Divididente einigermaßen konstant hoch gezahlt wird, kann mir das relativ egal sein. Trotzdem frustriert es einen Aktionär, wenn ein gesunder Titel fast auf der Hälfte des Buchtitels datiert; Besserung nicht in Sicht.
Das ständige Up- und Down der Indexe stimuliert zu schnellen Gewinnrealisierungen, das wiederum führt zu wenig konstanten Kurswerten. Vom Computerhandel mal gar nicht zu sprechen. Wir sind alle freiwillig hier und es gibt auch keinen Grund "zu weinen", jedoch empfinde ich die Aktienmarkt-Situation seit 2008 und jetzt verstärkt seit 2011 als sehr dificil. Um noch ein paar Worte über Eon loszuwerden:
In 2013 rechne ich weiter mit sinkenden Kursen, dem Gesamtmarkt geschuldet.
Erst in 2015 könnte es wieder merklich Berg auf gehen, wenn die Einsparungen greifen und Eon sich neu im Gesamtmarkt strukturiert und platziert hat. Die Veränderungen brauchen Zeit. Das Unternehmen ist mMn solide geführt, wird also diese Krise auch überstehen. Alte Kurse sehen wir vermutlich aber erst in vielen Jahren wieder. Ob es temporär unter die 10€ geht? Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Dazu ist der Titel einfach viel zu gut bewertet. Wo wir dann wieder am Anfang meines Postings wären ... :-D :-P