Anleger können sich z.Zt. wohl noch nicht entscheiden, ob diese News gut oder schlecht für den Kurs sind
Von Jacob Gronholt-Pedersen
DOW JONES NEWSWIRES
MOSKAU (Dow Jones)--Der Energiekonzern E.ON erwägt einen Tausch seiner Gazprom-Aktien gegen Anteile an russischen Förderstätten. "E.ON denkt über eine Reihe von Optionen nach, darunter ein Tauschgeschäft in Russland", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen, ergänzte der Informant. E.ON wollte die Aussagen nicht kommentieren.
Die Düsseldorfer E.ON AG hatte zunächst 6,5% der Aktien des russischen Gazprom-Konzerns besessen. Vergangenes Jahr tauschte das DAX-Unternehmen 3% gegen ein Viertel am Erdgasfeld Juschno Russkoje ein. Seitdem bezeichnete E.ON die verbliebenen 3,5% nur noch als finanzielles Engagement während sie zuvor als "strategisch" eingestuft worden waren.
Während der Finanzkrise habe der Gazprom-Anteil erheblich an Wert verloren, sagte Lev Snykov, Analyst bei VTB Capital. Derzeit habe die Beteiligung nur einen kleinen Wert für E.ON als Finanzinvestment. Der Wert des Anteils liege aktuell bei knapp unter 4 Mrd USD nach rund 12 Mrd USD vor der Krise.
Gazprom und E.ON seien langfristige Partner, so Analyst Snykov weiter. Die entscheidende Frage wäre, ob der russische Konzern bereit sei, zu tauschen.
Gazprom lehnte eine Stellungnahme ab.
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