Diese wird man kostenintensiv zurückbauen müssen. Im Gegensatz zu einem Windrad oder Gaskraftwerk ist der Rückbau eines Atomkraftwerks enorm kostspielig.
So ist zu erwarten, dass E.ON und RWE in den nächsten Jahren mehrere Milliarden dafür aufwenden werden müssen.
Ferner kommt noch die Endlagerung des produzierten Atommülls. Hier würde ich nicht mehr darauf setzen, dass der Steuerzahler diese Kosten weiterhin im Alleingang wird tragen wollen. Im Gegenteil, hier könnte E.ON und Co. zukünftig ordentlich zur Kasse gebeten werden, denn letztendlich gilt das Verursacherprinzip, d.h. wer den Müll erzeugt, muss/sollte diesen auch entsorgen.
Kommt weiter hinzu, dass der Bedarf an Strom stagniert bzw. rückläufig ist, was keine guten Aussichten sind, wenngleich die E-Mobilität vermutlich wieder etwas "Auftrieb" verleihen und auch E.ON wieder nach oben verhelfen könnte.
Weiter denke ich werden die Margen weiter fallen, da es am Strommarkt immer mehr Anbieter gibt, die ihren Strom unbedingt verkaufen wollen. Ich gehe zudem davon aus, dass früher oder später sich die Kunden ihren Strom direkt an Börsen kaufen und so im Vergleich zu den heutigen teuren Verträgen locker mal 30% sparen könnten, selbst wenn man zu ungünstigen Zeiten kaufen würde.
Zum Schluss ist da noch der hohe Fremdkapitalanteil, was sicherlich keine Eigenheit von E.ON ist und alle Konzerne mehr oder weniger des Leverage-Effekts tun, doch Leverage auf der positiven Seite ist toll, bei einer rückläufigen Stromproduktion kann sowas auch mal zum Eigentor werden und die Unabhängigkeit gefährden.
Alles in Allem leider keine wirklich positiven Aussichten für einen Investor, erst recht nicht in einem negativen Aktienmarkt bei dem permanent Kapital abfließt.
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