Deine Sicht ist eine meiner Meinung nach naive Sicht, die die Eliten mit Bedacht immer wieder für ihre Zwecke ausnutzen.
U.a. ist es falsch, dass die Eliten nicht selten unter 15h am Tag arbeiten.
Richtig ist, dass sie dies freiwillig tun, denn sie könnten die Arbeit schließlich auch an mehrere Leute verteilen, doch die Geldgier treibt sie dazu, lieber das ganze Geld selbst einsacken zu können.
Des Weiteren finde ich es bedenklich, dass unsere Eliten immer mehr von der Basis entfernt agieren, im Grunde eigentlich ein Unternehmen gar nicht mehr gut führen können und regelmäßig falsche bzw. schlechte Entscheidungen treffen.
U.a. sind 80% aller Firmenpleiten durch Managementfehler verursacht. Davon geht ein großer Teil auf fehlende Kommunikation uns Zusammenarbeit mit der Belegschaft.
Es ist eben die Arroganz und Übermütigkeit zu denken, dass man als Unternehmer weiß wie man ein Unternehmen am Besten führen kann.
Es ist wie im Teamsport, ein guter Trainer oder auch Superstar ist nicht viel wert, wenn das Mannschaftsgefüge nicht stimmt.
Aber es gibt durchaus Unternehmen, die dies berücksichtigen und meist damit auch erfolgreicher sind als die Konkurrenz. Leider wird soetwas nicht belohnt bzw. gefördert.
Dritter Unsinn ist es den Grünen vorzuwerfen, sie haben Nichts gegen die Atomsicherheit getan. Wäre es nach den Grünen gegangen, wären wir heute dem Ausstieg vermutlich schon näher. So sind derartige Entscheidungen der SPD anzulasten, denn die Grünen standen vor der Wahl, entweder Kompromisse zu gehen und mit zu regieren oder aus der Regierung auszutreten.
Gleiches gilt letztendlich auch für die FDP, die ja letztendlich ihre Konzepte gar nicht realisieren konnten, jetzt aber dafür abgestraft werden, während die CDU wiedermal glimpflich davon kommt.
Weiterer Unsinn ist, dass man das Transfersystem für die Arbeits- und Antriebslosigkeit verantwortlich macht und als Belastungsfaktor sieht.
Könnte es vielleicht nicht auch daran liegen, dass die jungen Leute einfach keinen Bock mehr auf die Ausbeuterei und sozialen Ungerechtigkeiten haben und mit ihrer Antriebslosigkeit protestieren?
Warum soll man sich als Niedriglöhner ausbeuten lassen, während es dem Chefe oftmals gar nicht soo schlecht geht?
Könnte es nicht auch daran liegen, dass die Zahl händischer Tätigkeiten durch die Automatisierung immer weiter abnehmen, dafür komplexe Ingenieurstätigkeiten deutlich zunehmen, der Mensch da gar nicht mehr Schritt halten kann, das Bildungssystem dieses Problem ebenfalls nicht bzw. zu wenig lindern kann?
Die Antwort kann im Grunde nur sein, die weniger werdenden händischen Tätigkeiten auf mehrere Hände zu verteilen und zudem auch die Pro-Mann steigende Produktivität und Gewinne entsprechend auch auch mehr Leute zu verteilen?
Je weiter man die Transferleistungen senkt und die soziale Ungerechtigkeiten erhöht, desto weniger Antrieb werden die jungen Leute haben und desto mehr wird die Beschaffungskriminalität steigen.
Eine weitere Falschaussage ist, zu behaupten, dass Transfersysteme Geld kosten.
Geld kosten tun uns nur die immer mehr werdenden Millionäre, aber nicht die Sozialleistungsempfänger! Denn wäre dem so, dann müsste sich das Geld bei den Sozialleistungsempfängern sammeln, was jedoch nicht der Fall ist, denn das ausgezahlte Transfergeld wandert u.a. auf das Konto der Immobiliengesellschaft oder den Aldi-Brüdern ;-)
Das Geld sammelt sich quasi eben nahezu 1:1 bei der Oberschicht an, die das Geld aus dem Geldkreislauf entzieht.
Würde dieses Geld zeitnah zum Staat zurück fließen, so würden Transferleistungen deutlich weniger Geld kosten bzw. Schulden verursachen.
Wir haben kein Schulden- sondern ein reines Umverteilungsproblem.
U.a. wachsen die Schuldenberge der öffentlichen Haushalte nahezu 1:1 mit den Geldvermögen. Wie kann es sein, dass die Geldvermögen in der Krise so stark wie Nie gewachsen sind? Wir aber gleichzeitig mit hohen Neuverschuldungen zu kämpfen haben!?
So viel zum Thema Eliten ;-)
Selbst wenn man die heutigen Eliten ablösen würde, würden vermutlich immer wieder neue Eliten entstehen und es genauso machen.
Leute die sich heute über die Eliten aufregen, würden am Ende genauso handeln und ihre Mitmenschen ausbeuten, so ist der Mensch.
Eine Veränderung durch Verschiebung ist daher nicht sinnvoll, was wir brauchen ist ein System, welches sich selbst immer wieder zur Mitte orientiert, ein System, welches die Extreme erschwert und eine unnötige Geldhortung unattraktiv macht.
Ein System, bei dem es sich lohnt, Mitarbeiter besser zu bezahlen als den Wettbewerbsvorteil im Niedriglohn zu suchen.
An einem solchen System arbeite ich momentan aktiv mit.
www.unternimm-die-zukunft.de