DTE +40% Das Interview

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DTE +40% Das Interview drescher-systems.com

DTE +40% Das Interview

 
#1
DAB bank: Herr Strobach, zunächst herzlichen Glückwunsch! Sie haben mit Ihrem Tipp, die Telekom-Aktie bei 9,20 € nachzukaufen voll ins Schwarze getroffen. Jetzt interessiert uns: Was empfehlen Sie
a) dem T-Aktionär, also unseren Kunden, die die T-Aktie schon im Depot haben? Was empfehlen Sie
b) unseren Kunden, die die Telekom noch nicht im Depot haben und schließlich: was sollte
c) der kurzfristig orientierte Trader machen, der nach dem Motto "rein-raus" einfach schnelle Kursgewinne mitnehmen möchte?
Jürgen Strobach: Ich beginne in umgekehrter Reihenfolge zunächst mal mit c), dem kurzfristigen Trader: sofern ein Trader auf meinen Tipp hin aktuell einen satten Kursgewinn verbuchen kann, empfehle ich, die Gewinne durch Setzen eines Stopp Loss (5 bis 10 % unter dem aktuellen Kurs) zu sichern.

Einem kurzfristig orientierten Trader, der noch nicht in Deutsche Telekom investiert ist, empfehle ich, nach den starken Anstiegen der letzten Tage, eine zu erwartende Konsolidierung (Korrektur) zum Einstieg zu nutzen und auch hier natürlich mit Stopp Loss zu arbeiten.

 
DAB bank: OK, kommen wir zu b): was sollte ein Anleger machen, der eher mittel- bis langfristig orientiert ist? Sollte der ein Engagement in die T-Aktie in Erwägung ziehen, oder gibt es interessantere Werte?
Jürgen Strobach: In einem Universum von über 30 000 Aktien weltweit gibt es sicher interessantere Werte als die Deutsche Telekom. Allerdings sollte man bei Engagements auch immer das Chance/Risiko-Verhältnis berücksichtigen.

Und hier schlägt das Pendel bei der Deutschen Telekom eindeutig zugunsten der Chance aus. Auch in diesem Jahr wird das Unternehmen ein positives EBITDA erwirtschaften.

Jedoch wird aufgrund von vorzunehmenden Abschreibungen in diesem Jahr noch ein negatives Ergebnis erwartet.

Die Börse eskomptiert jedoch die Zukunft. Ab dem Jahr 2004 wird für die Telekom wieder ein insgesamt positives Ergebnis erwartet; und dies sollte auch bald in den Kursen eingepreist werden.

Einem "Nicht-T-Aktionär" empfehle ich deshalb, nun eine Anfangsposition aufzubauen und in regelmäßigen Abständen, vorzugsweise an schwachen Tagen, zu verstärken.

 
DAB bank: Punkt a): In Ihrem letzten Aktien-Tipp haben Sie den leidgeprüften T-Aktionären geraten, schrittweise Ihren Einstand zu verbilligen, um zu einem mittelfristig attraktiven Einstandskurs zu kommen.
Hat sich nach den starken Kurszuwächsen der letzten Tage nun etwas an Ihrer Einschätzung geändert?
Jürgen Strobach: Seit meiner Kauf-Empfehlung bei 9,20 € hat der Kurs der Deutschen Telekom um gut 40 % zugelegt (Anm. d. Red.:Kurs aktuell am 18.7.02: EUR 12,80).

Nachdem nun die Personaldiskussionen in der Führungsspitze zumindest vorübergehend beendet sind, erwarte ich, dass sich die Volatilität des Telekom-Kurses etwas beruhigen wird.

Ein Abdriften auf das am 27.06. gesehene Tief von knapp über 8,00 Euro schließe ich aus. Dieser starke Rückgang war auch durch externe Einflüsse, unter anderem die Bilanzmanipulationen bei Worldcom, geprägt.

Da durch den Wechsel an der Führungsspitze - Rücktritt von Dr. Sommer; Interimsvorstandsvorsitz von Prof. Sihler für die nächsten 6 Monate - nun harte Einschnitte und ein radikalerer Konsolidierungskurs mit Kostensenkungen und Beschleunigung des Schuldenabbaus erwartet werden, schätze ich das Risiko größerer Kursrückgänge weitaus geringer ein als die Chance auf mittelfristige deutliche Kursgewinne.

Dennoch wird es nach starken Anstiegen immer wieder Konsolidierungen geben, die man zum Aufstocken der Position nutzen sollte.

 
DAB bank: Eine letzte Frage, die ich so ähnlich in den letzten Wochen an alle Vermögensverwalter gerichtet habe: Wann, meinen Sie, geht es an den Börsen in Europa und den USA wieder kontinuierlich und ruhig aufwärts?
Jürgen Strobach: Ich denke, die Börsen werden solange so schwankungsfreudig bleiben, wie keine eindeutig positiven makroökonomischen Daten in Europa und vor Allem in den USA vorliegen.

 
DAB bank: Auf welche Daten sollte man hier Ihrer Meinung nach besonders achten?
Jürgen Strobach: Erstens: das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dieses sollte in den USA über 2,5% für 2002/2003 und in der Euro-Zone für 2002 mindestens wieder bei 1,5% liegen.

Zweitens: das Zinsniveau sollte in beiden Regionen nicht steigen, sondern in etwa auf dem aktuellen niedrigen Niveau verharren.

Drittens: das Verbrauchervertrauen in den USA sollte über mindestens 3 Monate kontinuierlich ansteigen.

Wenn diese 3 Faktoren wieder eintreffen, können wir meiner Ansicht nach wieder mit einer dauerhaften Wende nach oben an den Börsen rechnen!

 
DAB bank: Vielen Dank! Wir werden das in den nächsten Wochen beobachten und beim Aktien-Tipp immer wieder bei Ihnen nachhaken.

 
Das Interview führte Waldemar Meyer, DAB bank AG
 
Bitte beachten sie:
Die Bank sind Sie - die Äußerungen in diesem Interview stellen ausschließlich die Meinung des Interviewpartners dar. Sie geben nicht die Meinung der DAB bank wieder. Alle Angaben ohne Gewähr. Historische Kursentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Kursentwicklungen.
Die Liquidität beim Handel mit ausländischen Werten ist nicht immer gewährleistet. Starke Kursschwankungen sind möglich.  

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Endlich mal wieder 40% - ich war dem aus eigener Überzeugung gefolt und bin auch immer noch drin = SL 11,5€  aktuell

Gruß,

DS




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