Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten

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Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten calexa
calexa:

Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten

2
28.01.02 20:47
#1
Ron Sommer droht eine schwere Schlappe: Das Kartellamt will den Kabel-Verkauf an den US-Konzern Liberty verbieten. 5,5 Milliarden Euro hätte der Deal in die Kassen des Ex-Monopolisten spülen sollen - die Aktie verliert drastisch.

Düsseldorf - Das Bundeskartellamt wird dem amerikanischen Kabelnetzbetreiber Liberty Media voraussichtlich noch in dieser Woche die geplante Übernahme von 60 Prozent des Telekom-Fernsehkabels verbieten.

Wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf mehrere Beteiligte des noch bis zum 28. Februar laufenden Kartellverfahrens berichtet, hat Liberty in den Verhandlungen keine substanziellen Änderungen am Ausbaukonzept für das Kabel angeboten. Damit seien die kartellrechtlichen Bedenken bestehen geblieben, heißt es im Umfeld des Kartellamts.

Beim Bundeskartellamt war am Montagabend zunächst niemand für eine Stellungnahme zu dem Bericht erreichbar. Die Telekom wollte den Bericht nicht kommentieren. "An solchen Spekulationen können wir uns nicht beteiligen", sagte ein Sprecher. "Wir wissen nicht, wann das Kartellamt entscheidet." Der Sprecher fügte hinzu, von einer Entscheidung würde wohl zuerst auch Liberty Media und dann erst die Telekom informiert.

Wettbewerb im Kabelmarkt würde verschinden

Die Telekom will sechs ihrer regionalen Kabelnetze für 5,5 Milliarden Euro an Liberty verkaufen. Grundsätzlich haben die Wettbewerbshüter Bedenken, dass es durch die Übernahme zu einer Wettbewerbseinschränkung im Fernseh-Kabelgeschäft kommen könnte.

Denn Liberty hat angekündigt, zusätzlich zu den Telekom-Kabelnetzen, die größtenteils nur bis zu den Grundstücksgrenzen reichen, weitere kleinere Kabelnetzbetreiber aufkaufen zu wollen, die auf den letzten Metern bis zum Kabelanschluss tätig sind. Bisher, so argumentiert das Kartellamt laut "HB", können die Kabelkunden zu einem anderen Betreiber wechseln, wenn die Verträge auslaufen.

Da Liberty jedoch bereits Anteile an der PrimaCom AG, Mainz, und der United Pan-Europe Communications NV (UPC), Amsterdam, halte, sowie Telecolumbus von der Deutschen Bank AG, Frankfurt, kaufen will, werde dies künftig kaum noch möglich sein.

Das Bundeskartellamt muss über die beantragte Übernahme bis zum 28. Februar entscheiden. Die Wettbewerbshüter hatten Ende Dezember weitere Gespräche mit Liberty angekündigt.

Die Aktie der Deutschen Telekom  fiel nach schwachem Handelsverlauf auf 17,27 Euro. Der Verlust des Wertpapiers betrug somit in der Spitze fast vier Prozent.
(Quelle: Handelsblatt, manager-magazin.de)
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Das wäre natürlich über. Dann fehlen 5 Milliarden....

So long,
Calexa
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calexa:

Ein britischer Finanzmakler signalisiert Interesse

 
28.01.02 20:49
#2
Springt Liberty ab? Ein britischer Finanzmakler signalisiert bereits Interesse am Telekom-Kabel. Die britische Finanzmakler-Gruppe Compere würde für das Fernsehkabelnetz der Deutschen Telekom  bieten, falls das Bundeskartellamt den Verkauf an das US-Unternehmen Liberty untersagen sollte. "Wir wären sofort bereit einzuspringen und ein Angebot zu machen", sagte Phil Mochan, Gründer von Compere Associates der "Financial Times Deutschland".

Nach eigenen Angaben bietet Compere unter anderem gemeinsam mit der Westdeutschen Landesbank (WestLB) auch um das Telefonnetz der British Telecom.

Für das deutsche Fernsehkabel würde die Gruppe, nach Aussage Mochans, eine ähnlich hohe Summe bezahlen wie Liberty. "Der Preis erscheint mir durchaus angemessen", sagte Mochan. Liberty-Boss John Malone hatte mit Telekom-Chef Ron Sommer für die zum Verkauf stehenden rund 10 Millionen Kabelanschlüsse einen Preis von rund 5,5 Milliarden Euro vereinbart. Zurzeit stehen die Chancen schlecht, dass die Bonner Kartellbehörde den Verkauf an Liberty genehmigt.

Mochan schätzt, dass bei Vorlage seines Angebots im Januar ein Kaufabschluss mit der Deutschen Telekom Mitte 2002 realistisch wäre. Anfang 2003 könnte mit dem Netzausbau begonnen werden, der seiner Aussage nach zwischen drei und sieben Jahre dauern und rund sieben Milliarden Euro kosten würde.
(Quelle: manager-magazin.de)

So long,
Calexa
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calexa:

Liberty-Abmahnung belastet Kurs der T-Aktie

 
30.01.02 20:48
#3
Bundesregierung und Branchenkreise rechnen nach Informationen des Handelsblatts damit, dass der US-Kabelkonzern Liberty Media auf den Kauf von 60 % des Kabelgeschäfts der Deutschen Telekom verzichtet.

dri BERLIN. Denn das Bundeskartellamt wird am Donnerstag in Bonn voraussichtlich ankündigen, dass es die geplante Übernahme der Kabelnetze der Deutschen Telekom untersagt. Auf diese „Abmahnung“ kann Liberty in den kommenden Wochen reagieren.

An den Finanzmärkten geriet die T-Aktie am Mittwoch weiter unter Druck. Auch Händler rechnen bereits mit dem Scheitern des Deals. Nach der Ankündigung der Kartellamts-Pressekonferenz fiel die T-Aktie zeitweise um 4,5 % auf 15,93 Euro, während der Dax um 1,8 % nachgab.

Die Abmahnung des Kartellamts ist jedoch noch kein rechtlich bindendes Verbot. Sie enthält in der Regel die Gründe für ein Übernahmeverbot sowie Hinweise, wie das Unternehmen doch noch eine Zustimmung erhalten kann. Endgültig entscheiden muss das Kartellamt bis 28. Februar.

Das Kartellamt befürchtet, dass der Restwettbewerb im Kabelmarkt ganz verschwinden wird, weil Liberty zusätzlich zum Telekom-Kabel weitere kleinere Kabelnetzbetreiber aufkaufen will. Ausgleichen könnte Liberty dies, indem das Unternehmen mehr Wettbewerb zum Telekom-Festnetz schafft, vor allem durch schnelle Internet-Zugänge. Dafür hat Liberty nach Handelsblatt-Informationen dem Kartellamt bisher kein überzeugendes Konzept präsentiert.

Bei einem Verbot des Kabeldeals hat Liberty ein Rücktrittsrecht von den Verträgen mit der Deutschen Telekom. Die Telekom hat angekündigt, sich dann neue Kabel-Käufer suchen zu wollen. Liberty will für die Netze 5,5 Mrd. Euro zahlen. Die Telekom hat angekündigt, die Einnahme aus dem Kabelverkauf für den Abbau ihrer Schulden zu nutzen.
(Quelle: handelsblatt.com)

So long,
Calexa
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calexa:

Im Kabel-Poker wird neu gemischt

 
03.02.02 19:43
#4
Lange will die Telekom nicht mehr auf die 5,5 Milliarden Euro warten, die ihr der Verkauf des Kabelnetzes in die Kassen spülen soll. Zwar hat das Kartellamt den Deal mit Kauf-Interessent Liberty Media vorerst geblockt. Laut "Spiegel" tüfteln beide Netzbetreiber jetzt aber mit Hochdruck an einer Möglichkeit, diese Hürde schnell zu überspringen.

Der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media  und die Telekom  suchen nach der "gelben Karte" des Bundeskartellamtes offenbar schnell neue Verhandlungen über den Verkauf des Telekom- Kabelnetzes an Liberty. Nach Telekom-Angaben stehen beide Unternehmen weiter in Kontakt. Telekom-Sprecher Ulrich Lissek wollte am Sonntag aber "nicht kommentieren, ob, wann und mit welchem Inhalt" es ein Treffen geben werde.

"Butterweiche Verträge" lassen sich schnell ändern

Damit reagierte die Telekom auf einen Bericht im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel", nach dem Telekom und Liberty bereits Anfang dieser Woche überlegen, wie sie die 5,5 Milliarden Euro schwere Transaktion trotz Abmahnung der Wettbewerbshüter retten können. Dabei dürften die Spitzen der Netzbetreiber auch über den Preis diskutieren, berichtet "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe.

"Die butterweichen Verträge, die das Telekom-Management mit Liberty-Chef John Malone abgeschlossen hat, ermöglichen eine solche Nachverhandlung, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern", schreibt "Der Spiegel". Erste Signale in diese Richtung soll es dem Magazin zufolge bereits gegeben haben. Denkbar wäre auch eine Ministererlaubnis für den Deal einzuholen - diese würde die Blockade des Kartellamts zunichte machen. Bisher, so der "Spiegel", sträube sich Malone noch gegen diese Alternativ-Lösung.

Kommt Alternativplan mit TeleColumbus zum Zug?

Dagegen berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus", Liberty prüfe nun einen Alternativplan zum Einstieg in den deutschen Kabel- TV-Markt. Malone erwäge nun, die Kabelfirma TeleColumbus von der Deutschen Bank zu übernehmen, schreibt "Focus" unter Berufung auf Liberty-Kreise. Wie das Magazin weiter berichtete, käme Malone bei einer Übernahme von TeleColumbus einschließlich seiner Minderheitsbeteiligungen an den Kabelunternehmen Primacom und EWT/TSS auf mehr als drei Millionen Haushalte.

Bei dem Telekom-Deal wären es rund zehn Millionen gewesen. Liberty hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, nicht nur rund 60 Prozent des Fernseh-Kabelnetzes der Deutschen Telekom, sondern auch weitere kleinere Kabelnetzbetreiber wie TeleColumbus erwerben zu wollen. Nach der bisherigen Einschätzung des Bundeskartellamtes würde das 5,5 Milliarden Euro-Geschäft mit der Telekom zur Verstärkung Markt beherrschender Stellungen auf dem deutschen Kabelmarkt führen. Liberty Media hat bis zum 15. Februar Zeit, die Bedenken der Wettbewerbshüter - etwa durch Zugeständnisse - zu entkräften.

Allerdings ist "auf Wunsch des Unternehmens" auch eine Verlängerung dieser Frist denkbar, wie Kartellamtschef Ulf Böge der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte. Dafür gebe es jedoch bislang keine Anhaltspunkte.

Liberty will rund 60 Prozent des Telekom-Breitbandkabelnetzes kaufen. Die Telekom, die den Verkaufserlös zur Reduzierung ihres riesigen Schuldenberges einsetzen will, müsste sich bei einem Verbot des Geschäfts neue Käufer für das Netz mit rund zehn Millionen Haushalten suchen.
(Quelle: manager-magazin.de)

So long,
Calexa
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calexa:

Last Exit Liberty

 
07.02.02 18:20
#5
Mit einem Gewaltakt soll der Liberty-Deal durchgezogen werden. Doch Sonera belastet weiterhin. Vorstand Gerd Tenzer versucht derweil, die Aktionäre zu beruhigen.

Die Aktie der Deutschen Telekom  ist am Donnerstag zur Handelseröffnung zeitweise unter die Marke von 15 Euro gefallen und nimmt wieder Kurs auf den Emissionskurs von 14,57 Euro. Die Ankündigung des finnischen Telekom-Konzerns Sonera, sich von weiteren T-Aktien zu trennen, setzte die Flut schlechter Nachrichten in einem extrem schwachen Börsenumfeld fort. "Falls nun auch noch der Liberty-Deal platzt, ist völlig unklar, wie die Telekom von ihrem Schuldenberg herunter kommen will", sagte ein Händler.

Tenzer glättet die Wogen

Telekom-Vorstandsmitglied Gerd Tenzer versuchte am Donnerstag, die Gemüter zu beruhigen. Man gehe davon aus, dass die Einwände der Wettbewerbshüter ausgeräumt werden könnten, so dass eine Freigabe für den Verkauf des Kabelnetzes an Liberty doch noch möglich wird. In der verbleibenden Zeit werde die Telekom Liberty unterstützen, damit die Zustimmung des Kartellamtes zustande komme. Tenzer bekräftigte, dass sich der Bonner Konzern aus dem Kabelgeschäft zurückziehen werde. Das Bundeskartellamt hatte den Kabelverkauf in der bestehenden Form vor einer Woche abgemahnt. Liberty hat noch bis 15. Februar Zeit, um die Bedenken des Kartellamtes auszuräumen.

Sonera verkauft T-Aktien

Der finnische Telekom-Konzern Sonera hat indessen ein anderes Mittel zur Schuldentilgung gefunden: Den Verkauf weiterer Telekom-Aktien. Sonera hat zwischen dem 1. Dezember 2001 und dem 6. Februar rund 19,7 Mio Aktien der Deutschen Telekom zu einem Durchschnittspreis von 20 Euro verkauft, teilte Sonera mit. Die Aktien sind Teil jenes Paketes von 72 Mio Telekom-Titeln, die die Sonera vom Bonner Telekommunikationskonzern im Mai 2001 für ihre Anteile an VoiceStream Wireless Inc und Powertel Inc erhalten hatte. Sonera verfügt noch über rund 19 Millionen T-Aktien. Der Konzern sieht die Beteiligung als "Kurzfristbeteiligung" und nutzt die Verkaufserlöse zum Schuldenabbau.

Dunkle Wolken in USA

In den USA brauen sich unterdessen die Wolken im Telekom-Sektor dichter zusammen. Die US-Telefongesellschaft Sprint  hat im vierten Quartal deutlich weniger Umsatz erzielt als von Analysten erwartet. Hinzu kommen die anhaltenden Sorgen, dem Telekomkonzern Worldcom  könne bald das Geld ausgehen. Der Worldcom-Partner Embratel meldete am Mittwoch hohe Verluste. Sollten bei den hoch verschuldeten Telekom-Konzernen ähnliche Bilanztricks auftauchen wie bei dem Energiehändler Enron  oder dem Mischkonzern Tyco , sehen Analysten schwarz.

Doch auch die führenden europäischen Werte stimmen den Blues an. Die France Télécom  wurde wegen ihrer drückenden Schuldenlast in der vergangenen Woche in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft. Bei Vodafone  zeigen sich Analysten von der Ertragssituation enttäuscht - die Aktie gibt ebenfalls stark nach.

Sommer: Schuldenabbau könnte stocken

Hinzu kommen die ureigenen Probleme der Deutschen Telekom  beim Kabelnetzverkauf: Das "Handelsblatt" zitierte Telekom-Chef Ron Sommer, der Schuldenabbau könnte ins Stocken geraten, falls der Verkauf des Kabelnetzes und der Börsengang der Mobilfunk-Tochter T-Mobile scheitert.

Die Telekom entwirft nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" intern bereits konkrete Szenarien, wie es nach einem möglichen Scheitern des Kabelnetz-Verkaufs an den US-Investor Liberty Media  weitergehen soll.

Herabstufung droht

Die Schulden drücken immens: Auch der Deutschen Telekom droht wie dem französischen Kollegen eine Herabstufung durch die Rating-Agenturen. "Aber wenn man die Telekom sieht mit einer Bilanz von 170 Milliarden Euro, mit Eigenkapital in Höhe von 70 Milliarden Euro, dann gibt das dem Thema eine andere Relation", versuchte der Telekom-Chef die Probleme zu beschwichtigen.

Das Unternehmen hätte es nach einer Herabstufung schwerer, sich Geld am Kapitalmarkt zu beschaffen: Sommer rechnet damit, dass eine Herabstufung das Unternehmen 80 bis 100 Millionen Euro an zusätzlichen Zinszahlungen kosten könnte, bei einem Zinsaufwand von insgesamt 4,5 Milliarden Euro pro Jahr.

Zweiter Versuch mit Liberty

Das Geld aus dem Kabelnetzverkauf wird für den Schuldenabbau dringender denn je benötigt. Auf der anderen Seite sei der Konzern aber auch nicht bereit, seine Fernsehkabelsparte zu verschenken, sagte Sommer. Liberty hatte der Deutschen Telekom 5,5 Milliarden Euro für einen Großteil der Kabelnetze in Deutschland geboten.

Nach dem Einspruch des Bundeskartellamtes arbeiten Telekom und Liberty dem Vernehmen nach mit Hochdruck an einer neuen Offerte. Das Bundeskartellamt fordert, dass Liberty für mehr Wettbewerb bei Telefondiensten oder dem Internet-Zugang sorgen müsse. Der US-Konzern hat nun bis Mitte Februar Zeit, sich zu den Vorbehalten zu äußern.

Charttechnisch angeschlagen

Die charttechnische vorläufige Unterstützung bei 16,40 Euro hat die T-Aktie nicht halten können. Die Aktie gab Mittwoch weiter nach und notierte fortgesetzt unter 16 Euro. Die Analysten von M.M. Warburg halten es in ihrer charttechnischen Analyse nicht für ausgeschlossen, dass die T-Aktie ihr Tief bei 13,12 Euro noch einmal testet.
(Quelle: manager-magazin.de)

So long,
Calexa
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten Peet
Peet:

Förmliches Verfahren gegen Deutsche Telekom eröffn

 
07.02.02 18:46
#6
Mietleitungen: Förmliches Verfahren gegen Deutsche Telekom eröffnet


BT Ignite, die Festnetz- und Softwaresparte der British Telecom Group, zeigt sich zufrieden angesichts der Entscheidung der RegTP, gegen die Deutsche Telekom ein förmliches Verfahren einzuleiten. Darin geht es um den Verdacht, dass der Marktführer seine Mitbewerber bei der Bereitstellung von Mietleitungen diskriminiert. BT Ignite hatte der Deutschen Telekom insbesondere vorgeworfen, sie brauche bei ihren Mitbewerbern viel länger, um sie mit diesen Leitungen zu versorgen, als bei ihren eigenen Kunden.

"Unser Eindruck ist, dass der Regulierer plant, einen einheitlichen Vertrag über die Bereitstellung von Mietleitungen aufzusetzen", so Wolfgang Essig, Country Manager Deutschland bei BT Ignite. "Sollte dieser Vertrag verbindliche Fristen und Vorschriften enthalten, die solche diskriminierenden Praktiken verhindern, dann wäre das ein großartiger Sieg für den Wettbewerb auf dem deutschen Telekommunikationsmarkt", fuhr er fort. Die Telekom hat nun bis zum 22. Februar Gelegenheit, Einzelheiten zu ihrer Bereitstellungspraxis anzugeben. Anschließend hat die RegTP die beteiligten Parteien für den 7. März 2002 zu einer förmlichen Anhörung nach Bonn geladen. (as)  
 
[ Donnerstag, 07.02.2002, 18:39 ]  

 
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten calexa
calexa:

Und hier eine Meldung für alle SMSer

 
07.02.02 19:30
#7
T-Mobile will Minusstaende von Prepaidkunden einklagen...

Kunden, denen als Prepaid-Kunden von T-Mobile in den naechsten Tagen eine Mahnung ins Haus flattert, sollten – so die Verbraucherzentrale Baden-Wuerttemberg - sofort Widerspruch einlegen. Hintergrund fuer diese Nachforderungen sei eine technische Panne bei der Telekom, die bereits im Fruehjahr 2000 bei T-Mobil dazu fuehrte, dass Xtra-SMS laengere Zeit nicht abgerechnet wurden. So haben Simser-Fans ihre Xtra-Card um bis zu 150 Euro ueberzogen. Da laut Allgemeinen Geschaeftsbedingun- gen der Telekom Xtra-Kunden aber nur bis zu vier Euro ins Minus geraten duerfen, seien die Mahnbescheide nicht zulaessig. Die Telekom versuche damit, ihre eigenen Abrechnungsfehler auf Kosten der Kunden auszugleichen:
Quelle: www.verbraucherzentrale-bawue.de/SES76572864/doc2947A.html

So long,
Calexa
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten MOTORMAN
MOTORMAN:

Liberty akzeptiert Auflagen des Kartellamts nicht

 
17.02.02 18:54
#8
Quelle: www.teltarif.de

SZ: Keine Chance für Kabelnetz-Verkauf der Telekom an Liberty  

Liberty akzeptiert Auflagen des Kartellamts nicht  16.02.2002
15:47  


Die Chancen für eine Einigung zwischen dem US-Konzern Liberty Media und dem Bundeskartellamt über den Kauf von sechs regionalen TV-Kabelnetzen der Telekom sind nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" auf null gesunken. Nach Darstellung des Blattes brachte auch ein letztes Gespräch aller Beteiligten vor Ablauf der vom Kartellamt gesetzten Erklärungsfrist keine Annäherung zwischen den Standpunkten des Investors und der Wettbewerbsbehörde. In Branchenkreisen wird nun fest damit gerechnet, dass Liberty bei einer am Montag anberaumten Pressekonferenz den Verzicht auf den Kauf der Netze bekannt geben und begründen wird.
     Das Kartellamt hatte Liberty eine Frist bis Freitag um Mitternacht eingeräumt. Bis zum Nachmittag war die Stellungnahme nach Angaben des Bundeskartellamts noch nicht eingegangen.
     Liberty will der Telekom für 5,5 Milliarden Euro (10,75 Mrd DM) rund 60 Prozent der Kabelnetze in Deutschland abkaufen und vom geplanten Firmensitz in München aus vor allem im digitalen Fernsehen aktiv werden. Das Kartellamt hatte Liberty vor gut zwei Wochen abgemahnt, da es eine marktbeherrschende Stellung befürchtet. Die endgültige Entscheidung dazu will das Kartellamt Ende des Monates treffen.
     Am Donnerstag gab das Kartellamt zudem bekannt, dass es sich auch gegen den geplanten Zugriff Libertys auf das wichtige Kabelnetz-Endkundengeschäft in Deutschland verwehren wird. Nach dem bisherigen Stand müsse der Kauf von Telecolumbus-Töchtern verboten werden, weil er für Liberty zu einer marktbeherrschenden Stellung auf dem Kabelnetzmarkt führe. Liberty will zusätzlich zu den Telekom-Netzen, die meist nur bis zu den Grundstücken reichen, weitere kleinere Kabelnetzbetreiber aufkaufen, die die Verbindung auf den letzten Metern bis zur Anschlussbuchse im Haus (Netzebene 4) stellen. Hierzu gehört auch die Übernahme von Telecolumbus-Gesellschaften von der Deutschen Bank.
     Angesichts der massiven Bedenken des Kartellamts bezweifeln Branchenkenner, dass die Telekom die Kabelnetze an Liberty verkaufen darf. "Es ist ein grundsätzliches Problem, das das Kartellamt mit Liberty hat", sagte Analyst Peter Thilo Hasler von der HypoVereinsbank. Um die Vorgaben des Kartellamts zu erfüllen und die Netze neben dem digitalen Fernsehen auch für die Telekommunikation und den schnellen Internetzugang zu öffnen, müsse Liberty jährlich fünf bis sechs Milliarden Euro investieren. "Diese Investitionen sind zu hoch", sagte er. Sollte das Kartellamt sich endgültig gegen Liberty stellen, muss sich die Telekom einen anderen Käufer suchen, da sie das Geld für die Kabelnetze zum Schuldenabbau braucht.


dpa / Kai Petzke
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Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten Wikinger
Wikinger:

ja und?

 
17.02.02 18:55
#9
wie wirkt sich das auf die kurse aus?

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Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten MOTORMAN
MOTORMAN:

@wikinger:

 
17.02.02 18:59
#10
war jetzt nicht als reine Aktien-Info gedacht.

mm
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten calexa
calexa:

Jetztf ehlt der Telekom

 
17.02.02 19:00
#11
das schon eingeplante Geld für den Schuldenabbau. Damit bleiben die Zinszahlungen für die Kredite hoch. Außerdem fehlt das Geld für weitere Einkäufe. Das ist nicht gut. Allerdings ist der Kurs der Telekom in den letzten Tagen schon gefallen aufgrund der Erwartung der Märkte, daß es nicht zu einem Verkauf kommt....vielleicht passiert jetzt in der nächsten Woche gar nichts.

So long,
Calexa

Homepage: www.carstenlexa.de
www.direcdesign.de
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten ecki
ecki:

Ist wohl nicht toll, aber ich denke eingepreist.

 
17.02.02 19:00
#12
Telekom braucht einen Käufer zum Schuldenabbau. Und die Behörde mausert sich bezüglich des Kabelnetzes zum Investitionsverhinderer.

Telekom vom chart eh schwer angeschlagen.
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten Wikinger
Wikinger:

oh!

 
17.02.02 19:03
#13
es wird hier seit tagen gepredigt das es ein aktienboard ist.
ich dachte das es bestimmt auf den kurs auswirkt.
dann geht es doch wieder mit der telekom aufwärts.
50 euro in drei wochen?

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Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten MOTORMAN
MOTORMAN:

Liberty Media auf Konfrontationskurs mit Kartellam

 
17.02.02 19:03
#14
Liberty Media auf Konfrontationskurs mit Kartellamt

Quelle: www.onlinekosten.de Samstag, den 16.02.02 09:18

Beim Milliarden-Deal um die Übernahme des Telekom-Kabelnetzes geht der US-Konzern Liberty Media auf Konfrontationskurs mit dem Bundeskartellamt: Das Unternehmen kündigte am Freitag im kalifornischen Englewood an, es mache gegenüber den Bonner Wettbewerbshütern keine Konzessionen. Die Behörde hatte angekündigt, ohne Änderungen an dem Vorhaben den Einstieg der Amerikaner auf den deutschen Markt verhindern zu wollen. Damit steht das Geschäft, mit dem die Deutsche Telekom einen Teil ihres hohen Schuldenberges abtragen wollte, vor dem Platzen.

"Wir sind überzeugt, dass unser vorgeschlagener Kauf und unser Geschäftsmodell zusätzlichen Wettbewerb auf den Märkten schaffen würden", erklärte Liberty. Konkret verwies das Unternehmen dazu auf Hochgeschwindigkeits-Zugänge zum Internet, Sprachtelefonie und Video in dem bislang ausschließlich für Fernsehen und Radio genutzten Kabelnetz. Einen klaren Abschied von seinen deutschen Kabel-Plänen verkündete der Konzern von Medienmogul John Malone zunächst nicht. Das Unternehmen will seine Haltung am Montagmittag bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main erläutern.

Wie das Kartellamt hatten sich auch die deutschen TV-Sender gegen den Kauf der restlichen Telekom-Netze für 5,5 Milliarden Euro (10,8 Milliarden Mark) ausgesprochen. Liberty hatte bis Freitag Zeit, um die Bedenken der Wettbewerbshüter nach einer ersten Abmahnung zu zerstreuen; die Prüffrist läuft bis Monatsende.

(swa/afp)  
Dt. Telekom: Kartellamt will Verkauf verbieten MOTORMAN

Liberty und Telekom äußern sich zu Kabel-Plänen

 
#15
Quelle: www.onlinekosten.de

Montag, den 18.02.02 11:06

Zu den Bedenken des Bundeskartellamts gegen die geplante Übernahme des Telekom-Kabelnetzes durch den US-Konzern Liberty Media haben die beiden Konzerne fristgerecht Stellung genommen. Die Stellungnahmen von Liberty und Telekom seien am Freitag eingegangen, teilten die Wettbewerbshüter mit. Über den Inhalt der Schreiben könne das Amt vor Abschluss des Verfahrens jedoch keine Auskunft geben. Die Prüffrist für das Vorhaben endet am 28. Februar.

Das Bundeskartellamt hatte angekündigt, ohne Änderungen an dem Vorhaben den Einstieg der Amerikaner auf den deutschen Markt verhindern zu wollen. Liberty Media hatte am Freitag bereits erklärt, gegenüber dem Kartellamt keine Konzessionen zu machen. Seine konkrete Haltung will das Unternehmen am Mittag in Frankfurt am Main darlegen.
(pgi/afp)


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