Zumindest wird ein Aktientausch seit 2010 auch bei inländischen Kapitalgesellschaften nicht mehr als Veräußerungsmaßnahme bewertet. Die neuen Aktien treten an die Stelle der alten Aktien und es werden bei einem Verkauf der neuen Aktien, die Anschaffungskosten der alten Aktien bei der Berechnung der Kapitalertragssteuer herangezogen. Ich habe es zwar nicht explizit gelesen, aber man sollte davon ausgehen können, das Aktien, die vor 2009 erworben wurden, auch nach einem Tausch beim Verkauf steuerfrei bleiben.
Die Frage ist doch; was will Dommermuth? Irgendwas zwischen 30 - 40% um sowohl Fuß, als auch Schulter in der Tür zu haben. Dazu in den AR und auf der HV kann er zumindest Beschlüsse, die mit einfacher Stimmenmehrheit herbeigefüht werden, nach Belieben steuern. Vllt. noch den Vorstand dazu bewegen, ihm Sonderkonditionen beim Zugang zum Netz zu gewähren. Ja, da macht er dann ein indiskutables Pflichtangebot, wofür er wohl keine shares bekommen wird, aber er ist seiner Verpflichtung nachgekommen und sammelt dann bis zu der Beteiligungsquote die ihm vorschwebt weiter.
Oder will er eine Komplettübernahme? Dann wird das ziemlich teuer für ihn, aber in der Summe je share immer noch weniger als das, was ich mir langfristig als Kursziel bei DRI vorstelle.
Ob er die Dividendenzahlung auf der HV kippen würde, ist imho auch abhängig davon, welchen der beiden o.g. Wege er beschreiten würde. Will er eine Komplettübernahme, können wir die Dividende sicher knicken. Im anderen Fall kann ich mir durchaus vorstellen, dass auch ein Dommermuth nichts gegen eine Rückführung von 30 bis 40 Millionen € einzuwenden hätte.
Aber vielleicht ist es doch alles wieder nur ein Gerücht. Ich gehe für mich aber davon aus, dass Dommermuth, wie auch immer geartet, handeln wird. Eher handeln muss. Und dafür wird er sich nicht mehr viel Zeit lassen.
In der Ruhe liegt die Kraft