TecDax-Aktie Drillischs deftige Dividenden
heute 16:37 • FOCUS MONEY
Um bessere Margen zu erzielen, konzentriert sich Drillisch zunehmend auf Vertragskunden.
Beim Mobilfunk-Spezialisten Drillisch geht es vor allem um eines: hohe Margen. Deshalb konzetriert sich der TecDax-Konzern vermehrt aufs profitable Privatkundengeschäft. Aber auch die Aktionäre vergessen die Maintaler nicht.
Schneller und mehr als erwartet. Das klingt immer gut. Das sind die Nachrichten, die börsenseitig stets mit tosendem Applaus Aufnahme finden. Und den gab es zuletzt hauptsächlich für die Aktie des Mobilfunk-Dienstleisters Drillisch. Das Papier rennt von Rekord zu Rekord. Angesichts der positiven Nachrichten, die die Unternehmenszentrale in Maintal verlassen, ist dies auch kein Wunder.
Schneller als erwartet kommt das Unternehmen bei der Umstellung der Kundenverträge voran. Die Maintaler konzentrieren sich im Handy-Geschäft zunehmend auf lukrative Vertragskunden. Niedrigmargiges Geschäft - dazu zählen die Prepaid-Verträge - gehört der Vergangenheit an und wird reduziert.
Der Anteil der Vertragskunden wuchs im Jahresvergleich um 6,5 Prozentpunkte auf einen Anteil von 93,2 Prozent. Zusätzlich gelingt es, immer mehr Budgetkunden zu gewinnen. Das zahlt sich aus. Denn die sogenannten Budgetverträge bringen Drillisch unter dem Strich mehr als die Volumenverträge. Bei der Budgetvariante buchen Kunden ein gewünschtes Kontingent an SMS, Telefonieminuten oder Datenmenge für das mobile Surfen. Werden diese Budgets über- oder unterschritten, klingelt in Maintal die Kasse. Dies lässt sich am Rohertrag ablesen. Je Budgetvertrag lag der Rohertrag im dritten Quartal bei 9,93 Euro. Bei den Volumenkunden belief sich der Betrag auf 4,10 Euro.
Aktionäre bekommen mehr vom Kuchen
Umso beeindruckender lesen sich die Zahlen für das dritte Quartal. Der Umsatz ging leicht um acht Prozent auf 70,9 Millionen Euro zurück. Dafür ging es beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) umso rasanter voran. 18 Millionen Euro bedeuten einen Anstieg um knapp 28 Prozent.
Das zahlte sich für Aktionäre nicht nur in einem satten Kursplus aus - seit Mitte November legte die Notierung um knapp fünf Prozent zu. Für das Jahr 2013 erhöhte Drillisch sogar die Dividende auf 1,60 Euro. Auch in den beiden folgenden Jahren soll die jährliche Ausschüttung nicht abschmelzen. Mit Blick auf das kommende Jahr haben die Hessen die Prognose bereits angehoben. Dann erwartet Drillisch einen Ebitda-Gewinn von bis zu 85 Millionen Euro. Zuvor rechnete das Unternehmen mit bis zu 80 Millionen Euro.
Unser Fazit: Die Drillisch-Aktie ist ein kraftvolles Dividendenpapier. Der Konzern trennt sich von unprofitablem Geschäft. Das sorgt für die nötige Kursfantasie. Anders als die Analysten zeigt sich Drillisch optimistisch, die Dividende von 1,60 Euro je Aktie auch 2014 und 2015 halten zu können.
Von Focus-Money-Redakteur Jens Jüttner
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