Vielleicht auch mal einen Blick auf Peers in Deutschland werfen. Da hat sich Drillisch seit Jahresanfang doch bislang noch immer mit am besten gehalten (zusammen mit der Telekom, die vom hohen Kursanstieg der US-Tochter profitieren konnte) . Von daher ist manches Gejammer über den Drillisch-Kurs aus meiner Sicht etwas schleuklappenartig. Man sollte halt stets überlegen, ob man in so eine Branche investieren will oder nicht. Wer in Telkos investiert, der legt i.d.R. weniger Wert auf Kurssteigerung und schaut eher auf die Divis. Wer mehr auf deutliche Kurssteigerungen steht, der sollte halt mehr in Wachstumswerte investieren. Auch die anderern Wettbewerber hatten in den letzten Wochen kaum Schwung nach oben (außer Freenet jüngst durch den plötzlichen Verkauf des Sunrise-Pakets mit hohem Aufschlag, wo aber auch seit dem Hüpfer diese Dynamik wieder rausgeht). Telkos / Mobilfunkunternehmen werden halt eher als wachstumsarme "Langweiler" in hochgesättigten Märkten angesehen, wo man vielleicht wenige Prozente an Divi mehr bekommt gegenüber anderen Branchen (außer in Pandemiejahren). Vielleicht setzen Investoren in den nächsten Monaten ja doch wieder mehr auf konjunkturelle Erholung von bestimmten Branchen in 2021, die zuvor die im 1. Hj. 20 durch Corona am stärksten belastet wurden ( Autowerte, Chemie, etc. ).
www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/...acht/26174894.html 10.09.2020 "..Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat seine Konjunkturprognose für 2020 angehoben ... Im nächsten Jahr soll die deutsche Wirtschaft dann wieder um 4,1 Prozent zulegen und 2022 um weitere drei Prozent wachsen..."
Werte für die eine konjunkturelle Erholung wachstumsmäßig eher irrelevant ist ( wie z.B. Telkos) , könnten dann parallel vielleicht eher weniger stark performen. An eine baldige Delistingankündigung glaube ich eigentlich nicht, da es für UI bzw. Dommermuth keinen nennenswerten Nutzen hätte, aber einen sehr deutlichen finanziellen Kraftaufwand erfordern würde. Eher könnte ich mir vorstellen, daß Dommermuth bei UI weitere Firmenmittel verwendet für UI-Aktienrückkäufe, um so schrittweise seinen Anteil an UI immer weiter zu erhöhen Richtung 50% ohne selber dabei tief in die eigene Tasche zu greifen. So ähnlich haben es die Samwers bei RI ja auch gemacht.
(Verkleinert auf 44%)

