Ergebnisanstieg in Sicht
Geht es um das Vertrauen der Verbraucher, so stellt derzeit die Mobilfunkbranche neue Rekorde auf. Denn insgesamt sehen sich die Anbieter auf diesem Markt einem immer höheren Kosten- und Konkurrenzdruck ausgesetzt, so dass die Minutenpreise kontinuierlich sinken. Die Gewinner dieses Szenarios sind laut Marktforschungsunternehmen Informa die Anbieter von Flatrates, die zusätzlich mobile Breitbandverbindungen im Angebot haben, um so die rückläufigen Durchschnittspreise auszugleichen.
Doch die hiesigen Mobilfunkanbieter lassen sich immer wieder neue Hintertürchen zum Abkassieren einfallen. Während die günstigen Tarife nach außen hin aggressiv kommuniziert werden, fallen die Verbraucher regelmäßig auf versteckte Kostenfallen, wie beispielsweise teuere Telefonate ins Ausland oder sehr hohe Gebühren bei Sonderrufnummern, herein. Die eben erwähnten neuen Rekorde beim Verbrauchervertrauen zeigen ein noch nie da gewesenes Misstrauen gegenüber den Anbietern. Laut der aktuellen Untersuchung des MRI Vertrauensbarometers haben über 80 % der Befragten kein Vertrauen in die Mobilfunkbranche.
All dies ändert aber an der nach wie vor sehr hohen Marktpenetration von 117 % der Mobilfunkbetreiber in Deutschland nichts. Zusätzlich verzeichnet die gesamte Branche durchweg eine Zunahme an Verbindungsminuten, die im Vorjahr gegenüber 2007 um 30 % höher ausfiel. Zudem sollte der Breitbandboom in den kommenden Jahren weitergehen und so zu einem weiteren branchenübergreifenden Umsatzanstieg führen. Abgesehen von den großen Mobilfunkbetreibern in Deutschland könnte sich dieses Szenario vor allem auf die kleinen Anbieter positiv auswirken.
Da wäre beispielsweise die Münchener eteleon AG, die mit den Geschäftsbereichen e-sales, e-solutions und e-products bereits zum Halbjahr 2008 eine sehr dynamische Umatzentwicklung aufweisen konnte. Dabei konnte das Unternehmen vom positiven Markttrend profitieren und die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 50 % anheben. Dennoch lieferte die Gesellschaft keinen Grund für Jubelstürme, da die Kostensituation sich ebenso dynamisch präsentierte. Aufgrund hoher Zuschüsse im Zusammenhang mit der Vertriebsoffensive stiegen die Aufwendungen um über 75 % an, so dass unterm Strich ein Rückgang beim operativen Ergebnis (EBITDA) verzeichnet wurde.
Dennoch sollte sich die Situation im neu angebrochenen Geschäftsjahr 2009 wieder entspannen. Vor allem der Verkauf eigener Produkte sollte sich hier margensteigernd auswirken. Zudem können mit dem neuen Großaktionären Drillisch AG neue Vertriebskanäle erschlossen werden und nun auch eigene Produkte insbesondere für den Onlinebereich in einen Umsatzanstieg umgewandelt werden. Bereits vor 2 Monaten sahen die Analysten des Falkenbriefs deutliche Erholungschancen bei der eteleon AG, die nun bald auch wahr werden könnten.
www.finanznachrichten.de/...0-ergebnisanstieg-in-sicht-024.htm
Dem Geld darf man nicht nachlaufen, man muss ihm entgegenkommen