Ihr müsst Stimmrechte und Aktien trennen. Zwischen UI und Drillisch - so ist aus mehreren Veröffentlichunen zu entnehmen - ist vertraglich eben jenes "acting in concert" vereinbart. Das heißt: Alle Stmmrechte, die drillisch oder UI direkt besitzen sowie die Aktien die MSP hält, werden zusammengerechnet. Das dürfte auch für Aktien gelten, die Drillisch solo zukauft.
Außerdem: Die Aktien (nicht Stimmrechte) von MSP können Drillisch überhaupt nicht als Aktienbesitz direkt zugerechnet werden. Sie halten einen 50%-Anteil an MSP. Über die Interna von MSP ist nichts öffentlich. Wie dort die Aktiva/Passiva aussehen, weiß hier glaube ich niemand. Gut: Die Aktiva werden hauptsächlich aus den FNT-Aktien bestehen. Aber ob es Schulden gibt und wieviel dadurch die Beteiligung wirklich wert ist, weiß man nicht.
Die Aktienübertragung aus MSP an UI, so war zu lesen, sollten die Schulden von MSP reduzieren. Da UI in MSP mit Bareinlagen (die Aktien kamen von Drillisch) und Gesellschafterdarlehen (Höhe unbekannt) eingestiegen ist (gesamt 151 Mio. Euro), nehme ich an, dass durch den Aktienübertrag Gesellschafterdarlehen von UI getilgt wurden. Inwieweit weitere Fremdfinanzierungen der MSP bestehen - unklar.
Damit ist der Gesamtwert von MSP zwar nicht gesunken, wenn damit ausschließlich Verbindlichkeiten gesenkt wurden, aber es zeigt, dass MSP weniger wert war, als die darin eingelegten FRN-Aktien. (Aktienwert minus Schulden).
Drillisch ist die Hälfte des Wertes von MSP zuzurechnen, den keiner genau kennt, der aber natürlich mit dem Kurs von FNT steigt und fällt.
Aus der endgültigen Bilanz sollten die Werte ersichtlich werden. Falls sie nicht verschleiert werden.
Auch die Frage, wie die Abschreibungen bisher gelaufen sind, ist (mir zumindest) bislang nicht ersichtlich. Wenn Abschreibungen hinsichtlich der Beteiligung an der MSP gelaufen sind, dann auf den Beteiligungswert und damit nur indirekt auf den Freenetbestand von MSP.
Gesichert ist nur der Wert der direkt gehaltenen Aktien von Drillisch (ca. 7,5%). Alles andere ist Spekulation.