ExcessCash #36248 : ... Ausserdem ist die Kurssicherung Bedingung für die Finanzierung.
=======================
Das ist genau der Punkt. Da Drillisch ja Freenet-Aktien auf Pump gekauft hatte, verlangt der Gläubiger (Bank of America) berechtigterweise, daß Drillisch diesen Aktienkauf absichert. Drillisch kann also aufgrund der Vertragslage garnichts anders, selbst wenn sie es wollten. Die Absicherung kostet jährlich eine Menge Geld (ca. 4 Millionen Euro pro Jahr) und den Kursanstiegen der entsprechenden FNT-Aktien stehen auf der anderen Seite dann ebenso hohe Buchverluste gegenüber, da sich die Put-Optionen entsprechend in die andere Richtung bewegen wie der FNT-Kurs. Das ist eben ein gewisses Manko bei der FNT-Beteiligung, wie auch die Tatsache bei einem nicht unerheblichen Teil der FNT-Aktien ein Divi-Cap von 5% zu haben. Somit partizipiert Drillisch nur teilweise von den Kursanstiegen und Ausschüttungen bei Freenet. Vielleicht erklärt auch dies zum Teil, daß die Schere zwischen DRI und FNT kursmäßig nicht weiter zugeht
04.04. 2012 Drillisch-Aktie: Auswirkungen des Financial Engineering auf das EPS und Vorsteuerergebnis - http://www.aktiencheck.de/news/Artikel-Drillisch_Aktie_Auswirkungen_des_Financial_Engineering_auf_EPS_und_Vorsteuerergebnis-4302645 - Der "...Drillisch-Konzern habe per Ende 2011 26 Mio. freenet-Aktien im Bestand gehabt. (20,3% der ausstehenden freenet-Aktien). Davon seien der Drillisch AG direkt 11,5 Mio. zuordenbar gewesen, 14,5 Mio. Aktien würden von der Tochtergesellschaft MSP Holding GmbH gehalten. Das Financial Engineering im Zusammenhang mit den vom Konzern gehaltenen freenet-Aktien habe erhebliche Auswirkungen auf das Vorsteuerergebnis und damit auf das nach IFRS ausgewiesene EPS. Die in der MSP Holding gehaltenen freenet Aktien würden über die Bank of America finanziert und die direkt gehaltenen Aktien nun über eine Wandelanleihe. Im Mai 2011 habe Drillisch bekannt gegeben, über die Tochtergesellschaft MSP Holding 6,44 Mio. Aktien zum Kaufpreis von EUR 55,38 Mio. (pro Aktie: EUR 8,60) erworben zu haben. Der Paketkauf sei mit einem Darlehen in der gleichen Höhe finanziert worden. Bereits im Februar 2011 seien in einer kreditfinanzierten Tranche freenet-Aktien für ca. EUR 31 Mio. erworben worden. Insgesamt belaufe sich damit das Kreditpaket mit der Bank of America auf ca. EUR 89,7 Mio. Zur Absicherung des Darlehens seien 13,3 Mio. freenet-Aktien an die Bank of America verpfändet worden. Die erste Tranche des Kredits sei 2015 zurückzuzahlen. .Gleichzeitig sei mit der Bank of America ein Kurssicherungsgeschäft abgeschlossen worden. Das Kurssicherungsgeschäft solle Wertschwankungen der freenet-Aktie auffangen. Das Derivat verursache direkte Kosten pro Jahr (WRe: EUR 4 Mio.), die unter anderem von der freenet-Dividendenzahlung abhängen würden. Zudem müsse der Wert des Kurssicherungsgeschäfts im Finanzergebnis ausgewiesen werden. Der Wert werde zu jeden Stichtag neu ermittelt und hänge im Wesentlichen vom freenet-Kurs sowie von der Restlaufzeit ab. Tendenziell sei der Wert des Derivats umso geringer, je höher der freenet-Kurs sei. Die Wandelanleihe auf freenet-Aktien habe ein Volumen von ca. EUR 125 Mio. und eine Laufzeit von fünf Jahren.#000000"> #000000">Ab einem Kurs der freenet-Aktie von EUR 14,77 könne Drillisch die Anleihe in freenet-Aktien zurückzahlen. Hierfür würden 8,5 Mio. freenet-Aktien verpfändet. Gleichzeitig stehe der Drillisch AG nur eine Dividendenrendite der verpfändeten Aktien von 5% zu. Ein darüber hinaus gehende Dividendenrendite stehe den Gläubigern zu und werde zur Anpassung des Wandlungspreises genutzt. .... Unterhalb des EBIT würden sich die Prognosen aus den oben aufgeführten Sachverhalten schwierig gestalten, da erstens die Bedingungen des Derivats nicht bekannt seien und zweitens der freenet-Kursverlauf jeweils zu einem bestimmten Stichtag geschätzt werden müsste. .
