was meint Ihr? und warum sinkt dann der DAX? JM
DIHK rechnet 2006 mit zwei Prozent Plus
Weltweit wächst die Wirtschaft, und auch in Deutschland erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 2006 ein Plus von zwei Prozent - und neue Jobs. Doch die Freude währt nur kurz: Nächstes Jahr kommt mit der Mehrwertsteuererhöhung schon wieder ein Dämpfer.
Die Weltwirtschaft brummt wie seit Jahren nicht mehr.
Martin Wansleben, DIHK
"Im Frühsommer 2006 sind die Unternehmen so positiv gestimmt wie seit dem Wiedervereinigungs-Boom nicht mehr", erklärte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben bei der Präsentation der DIHK-Frühsommer-Konjunkturumfrage am Montag in Berlin. Das Wachstum lag den Angaben zufolge im Vorjahr nur bei 0,9 und 2004 bei 1,6 Prozent. Durch die erwarteten zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr rechnen die Experten auch mit mehr Beschäftigung. Die Arbeitslosigkeit werde im Jahresschnitt um rund 300.000 zurückgehen.
Reformrückstau in Deutschland
"Die Weltwirtschaft brummt wie seit Jahren nicht mehr", sagte Wansleben. Wegen des Rückstaus bei den Strukturreformen nehme Deutschland daran weniger teil als andere Industrieländer.
Der DIHK-Frühsommerumfrage zufolge rechnen 34 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage; 53 Prozent erwarten eine gleich bleibende Entwicklung, nur 13 Prozent der mehr als 21.000 an der Umfrage beteiligten Unternehmen befürchten eine Verschlechterung. Dieses positive Bild sei vor allem durch die Erwartungen der Exportbranchen Elektrotechnik, Chemische Industrie sowie Maschinenbau geprägt, betonte DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke.
Auch DIW geht von Wachstum aus
Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht für dieses Jahr von einem beschleunigten Wachstum aus. Laut DIW-Konjunkturbarometer dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2006 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sein; im ersten Quartal hatte das Wachstum noch 0,4 Prozent betragen. Gestützt wird das gesamtwirtschaftliche Wachstum demnach weiterhin von der Auslandsnachfrage und der stabilen Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie.
Die Konjunktur im Bauhauptgewerbe dürfte laut DIW einen positiven Beitrag leisten: Den wetterbedingten Produktionsausfällen zum Jahresbeginn sei im zweiten Quartal ein entsprechender Produktionsanstieg gefolgt.
Rückgang bei Export erwartet
Weniger optimistisch sind die Experten mit Blick auf das kommende Jahr. Für 2007 wollte der DIHK keine Prognose abgeben, Chefvolkswirt Nitschke verwies aber auf "dämpfende Effekte der Mehrwertsteuererhöhung" um drei Prozentpunkte sowie auf Risiken und die bereits zurückgehenden Erwartungen für die Exportwirtschaft.
Wansleben forderte eine "klare Entlastung" bei der Unternehmensbesteuerung und bei der Erbschaftssteuer. Die dadurch entstehenden Belastungen seien Investitionshemmnisse. Auch das Gesundheitswesen und der Arbeitsmarkt müssten in die wachstumsorientierte Strukturreform einbezogen werden.
Ölpreis als Risiko
Risiken für den Export liegen den Angaben zufolge im Ölpreis, bei den Inflationsgefahren in den USA und Europa mit der Folge steigender Zinsen, bei der Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums sowie bei dem zu erwartenden Wertzuwachs des Euros. "Problematisch wäre es, wenn im nächsten Jahr die Weltwirtschaft sich verlangsamt und die Mehrwertsteuer um drei Prozent steigt", sagte Wansleben.
Mit Material von dpa, AP, AFP
DIHK rechnet 2006 mit zwei Prozent Plus
Weltweit wächst die Wirtschaft, und auch in Deutschland erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 2006 ein Plus von zwei Prozent - und neue Jobs. Doch die Freude währt nur kurz: Nächstes Jahr kommt mit der Mehrwertsteuererhöhung schon wieder ein Dämpfer.
Die Weltwirtschaft brummt wie seit Jahren nicht mehr.
Martin Wansleben, DIHK
"Im Frühsommer 2006 sind die Unternehmen so positiv gestimmt wie seit dem Wiedervereinigungs-Boom nicht mehr", erklärte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben bei der Präsentation der DIHK-Frühsommer-Konjunkturumfrage am Montag in Berlin. Das Wachstum lag den Angaben zufolge im Vorjahr nur bei 0,9 und 2004 bei 1,6 Prozent. Durch die erwarteten zwei Prozent Wachstum in diesem Jahr rechnen die Experten auch mit mehr Beschäftigung. Die Arbeitslosigkeit werde im Jahresschnitt um rund 300.000 zurückgehen.
Reformrückstau in Deutschland
"Die Weltwirtschaft brummt wie seit Jahren nicht mehr", sagte Wansleben. Wegen des Rückstaus bei den Strukturreformen nehme Deutschland daran weniger teil als andere Industrieländer.
Der DIHK-Frühsommerumfrage zufolge rechnen 34 Prozent der Unternehmen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage; 53 Prozent erwarten eine gleich bleibende Entwicklung, nur 13 Prozent der mehr als 21.000 an der Umfrage beteiligten Unternehmen befürchten eine Verschlechterung. Dieses positive Bild sei vor allem durch die Erwartungen der Exportbranchen Elektrotechnik, Chemische Industrie sowie Maschinenbau geprägt, betonte DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke.
Auch DIW geht von Wachstum aus
Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht für dieses Jahr von einem beschleunigten Wachstum aus. Laut DIW-Konjunkturbarometer dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2006 um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen sein; im ersten Quartal hatte das Wachstum noch 0,4 Prozent betragen. Gestützt wird das gesamtwirtschaftliche Wachstum demnach weiterhin von der Auslandsnachfrage und der stabilen Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie.
Die Konjunktur im Bauhauptgewerbe dürfte laut DIW einen positiven Beitrag leisten: Den wetterbedingten Produktionsausfällen zum Jahresbeginn sei im zweiten Quartal ein entsprechender Produktionsanstieg gefolgt.
Rückgang bei Export erwartet
Weniger optimistisch sind die Experten mit Blick auf das kommende Jahr. Für 2007 wollte der DIHK keine Prognose abgeben, Chefvolkswirt Nitschke verwies aber auf "dämpfende Effekte der Mehrwertsteuererhöhung" um drei Prozentpunkte sowie auf Risiken und die bereits zurückgehenden Erwartungen für die Exportwirtschaft.
Wansleben forderte eine "klare Entlastung" bei der Unternehmensbesteuerung und bei der Erbschaftssteuer. Die dadurch entstehenden Belastungen seien Investitionshemmnisse. Auch das Gesundheitswesen und der Arbeitsmarkt müssten in die wachstumsorientierte Strukturreform einbezogen werden.
Ölpreis als Risiko
Risiken für den Export liegen den Angaben zufolge im Ölpreis, bei den Inflationsgefahren in den USA und Europa mit der Folge steigender Zinsen, bei der Abschwächung des US-Wirtschaftswachstums sowie bei dem zu erwartenden Wertzuwachs des Euros. "Problematisch wäre es, wenn im nächsten Jahr die Weltwirtschaft sich verlangsamt und die Mehrwertsteuer um drei Prozent steigt", sagte Wansleben.
Mit Material von dpa, AP, AFP