Die Welt im 21.Jahrhundert (Zusammenfassung)


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Zukunft von gestern

 
21.02.02 09:50
Vom Scheitern der Futurologie

Eine der modernen Methoden, um zukünftige Entwicklungen in Technik und Wissenschaft abzuschätzen, nennt sich „Delphi“-Verfahren. Der Name wurde augenzwinkernd gewählt, denn auch das sagenhafte Orakel von Delphi ermöglichte keineswegs den unverhüllten Blick auf kommende Geschehnisse, sondern verbarg seine Weissagungen hinter einem Schleier auszudeutender Allegorien.

Immerhin versucht das moderne „Delphi“ dem Irrtum des Einzelnen durch die „Weisheit“ der großen Zahl zu entgehen: Für das jüngste „Wissens-Delphi“ des Bundesforschungsministeriums wurde 500 Experten aus allen Disziplinen befragt, wie sich nach ihrer Einschätzung 80 unterschiedliche Wissensgebiete in den nächsten zwei Jahrzehnten entwickeln werden.

Diese Methode der Breitenstreuung macht Sinn, denn der Rückblick auf die Geschichte der Zukunftsprognosen zeigt, daß individuelle Expertenprognosen doch über Erwarten häufig neben den dann eintreffenden Entwicklungen lagen. So zum Beispiel die Expertise einer US-Bank im Jahre 1903 zu den Marktchancen jenes komischen Gefährts, das ein Henry Ford in Massen herzustellen gedachte: "Das Pferd wird immer bleiben, Automobile hingegen sind nur eine Modeerscheinung", prognostizierte die »Michigan Savings Bank« - und wurde von Motorboom überrollt.

Ähnlich wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren auch die 60er Jahre durch eine weit verbreitete Fortschritts- und Zukunftseuphorie gekennzeichnet, die sich auch wissenschaftliche Ausprägungen gab. So wie sich in der Gegenwart technische Großprojekte wie Atomenergie und Raumfahrt verwirklichen ließen, so wurde auch die Zukunft für berechenbar gehalten. Der Planungsgedanke faßte in Großindustrien und öffentlichen Institutionen allmählich Fuß.

„Zukunftsforscher“ wie der Amerikaner Herman Kahn suchten in dickleibigen Büchern („Ihr werdet es erleben“) einen Fahrplan der kommenden technischen und zivilisatorischen Entwicklung zu entwerfen. In Prognosen der 60er Jahre wurde die ständige Mondbasis für 1982 angekündigt, und für 1985 die erste bemannte Mars-Mission. "1990 gibt es Service-Roboter mit einem IQ von 150", meinten Technik-Optimisten von einst. Heute erobern gerade einmal fußballspielende Sony-Hunde die Haushalte. 1964 glaubten Wissenschaftler, daß im Jahr 2000 alle menschlichen Organe ersetzbar und drei Viertel aller Krebsarten heilbar seien. Für Spezialaufgaben würde man künstliche Menschen nach dem Baukastenprinzip zusammensetzen.

"1985 ist der Meeresgrund besiedelt. Wir bewirtschaften Unterwasserplantagen und Fisch-Kolonien", lautete eine weitere Prognosen der 60er, und: "1990 können wir das Wetter zuverlässig vorhersagen und sogar beeinflussen". Dem ist die Meteorologie mit ihren Supercomputern heute nicht viel näher gekommen, und auch die Klimaforscher, mit ihrem Blick auf die nächsten Jahrzehnte, müssen ebenfalls noch Unsicherheitsfaktoren einräumen. Megatrends wie die schnelle Verbreitung des Internet in den 90er Jahren wurden dagegen von keiner Studie in dieser Rasanz und ökonomischen Bedeutung vorausgesagt.

Zwei politische Großereignisse der 70er und 80er Jahre entzogen schließlich der jungen Disziplin der Futurologie die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit. Der Erdölpreisschock von 1973 , mit seinen Folgen für die Effizienzverbesserung in der Energietechnik, machte die kurz zuvor vorgelegten Berechnungen des „Club of Rome“ über die Grenzen des Wachstums zur Makulatur. Weder beim Erdöl noch bei anderen natürlichen Ressourcen trat die wissenschaftlich vorausberechnete Erschöpfung der Bodenschätze ein. Durch die Preisschraube nahm die Technik eine andere Entwicklung.

Noch grandioser versagten die wissenschaftlichen Zukunfts-Auguren bei der Entwicklung des Ost-West-Konflikts und der politschen Teilung der Welt. So sagte US-Zukunftsforscher Kahn voraus, daß die DDR noch vor Ende des Jahrhunderts im Nationaleinkommen den zweiten Platz in Europa hinter der Bundesrepublik Deutschland einnehmen werden. „Vor kurzem habe ich Kahns Buch wieder in die Hand genommen“, berichtete der polnische Zukunftsautor Stanislaw Lem im vorigen Jahr. „Sehr erheiternd. Es ist alles genau ganz anders geworden, als Kahn sich das vorgestellt hat. Die Kommunikation mit einer anderen Zivilisation im Weltall, die hat er in Betracht gezogen - aber den Zerfall der Sowjetunion niemals.“
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Was ich nicht alles weiß *gg*

 
26.02.02 20:13
 
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hjw2:

bist schon ein helles Köpfchen.. o.T.

 
27.02.02 02:22
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Software warnt vor Verbrechen

 
06.05.02 14:34
Künftig soll der Computer erkennen, wenn sich ein Mensch verdächtig verhält: Forscher in Großbritannien haben eine Software entwickelt, die bei "abnormalen Bewegungen" Alarm schlägt.

Wer langsam durch ein Parkhaus schlendert, macht sich verdächtig. Wer sich in einer Einkaufszone faul in der Sonne räkelt, löst einen automatischen Alarm aus. Nach diesem Prinzip verfährt eine neue Mustererkennungs-Software namens "Cromatica", entwickelt von einer Gruppe um den Forscher Sergio Velastin.
Großbritannien gilt mit schätzungsweise 2,5 Millionen elektronischen Augen als Hochburg der Überwachungskameras. Doch der Dienst in den Zentralen ist ermüdend. Hier soll die Software helfen: "Unsere Technik ist hervorragend geeignet, die langweiligen Aufgaben zu übernehmen und auf Situationen hinzuweisen, die sonst nicht auffallen würden", erklärt Velastin.

Sein Team "trainiert" ein "neurales Netzwerk" so, dass es "abnormale Bewegungen" erkennen kann. Stellt etwa ein Flugpassagier seinen Koffer ab und geht zum Ausgang, soll Cromatica Bombenalarm auslösen. Und wenn ein Fahrgast zu lange und zu nah an den Gleisen verweilt, könnte der Computer vor einem bevorstehenden Selbstmordversuch warnen.

Unangepasstes Verhalten gerät damit unter Generalverdacht, mahnen Datenschützer. Velastin weist den Einwand zurück. Schließlich liege die Entscheidung, was bei "abnormalen Bewegungen" zu tun sei, weiterhin bei Wachleuten aus Fleisch und Blut.

spiegel.de
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sir charles:

Dumme Frage, wenn die Menschen immer älter

 
06.05.02 14:56
werden, wer zahlt dann die Pensionen??? Jetzt sind die Kassen ja schon fast
leer. Oder muß ich dann bis 110 arbeiten gehn. pfui deibl
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vega2000:

Gibts das auch als CD-Rom ?

 
06.05.02 15:39
Falls ja, bitte eine für mich.

Danke
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deepgreen:

21.jhdt. - super beitrag, danke o.T.

 
06.05.02 16:16
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jarif100:

beitrag

 
06.05.02 16:31
super beitrag - ist das eine kaufempfehlung fuer kondomi?
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Elan:

ich sehe darin eher eine Anlagestrategie der

 
06.05.02 16:53
nächsten 4 Jahrhunderte, oder auch nicht.



Die Welt im 21.Jahrhundert (Zusammenfassung) 656412home.arcor.de/gifworld/gifa/bilder/alarm2.gif" style="max-width:560px" >
 
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Elan, in den zeitlichen Dimensionen

 
16.08.02 09:22
hat ja noch nicht einmal Kostolany gedacht *g*
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Zukunftschancen des Ländlichen Raumes

 
10.01.03 14:43

Staatsminister Dr. Werner Schnappauf

"Zukunftschancen des Ländlichen Raumes in Bayern im 21. Jahrhundert
Institut für Entwicklungsforschung im ländlichen Raum Ober- und Mittelfrankens e.V.

Heiligenstadt, 17. September 1999
-Manuskriptfassung-

 

  • Begrüßung, auch im Namen der Bayerischen Staatsregierung
  • Institut ist im elften Jahr seines Bestehens eine feste Größe in Nordbayern
    • bekannt dafür, dass es sich der Probleme des Ländlichen Raumes sachgerecht und pragmatisch annimmt
    • greift weit über das Tagesgeschehen hinaus
    • geht Probleme konzeptionell an
    • Anstifter zu Neuem und Zukunftsfähigem
    • unentbehrlicher Partner des StMLU
    • Advokat und Sachwalter des Ländlichen Raumes
  • Aktuelles Beispiel für den Ideenreichtum und kreatives Milieu:
    • Auslobung des Otto-Meyer-Promotionspreises für hervorragende Dissertationen über Probleme des Ländlichen Raums in Ober- und Mittelfranken
    • 1999 erstmalige Preisvergabe; Preisträger erfreulicherweise Mitarbeiter des StMLU
  • Dank
    für die in den vergangenen elf Jahren geleistete Arbeit
    • Hinweis: 50. Geburtstag von Professor Dr.Jurczek

 

 Ländlicher Raum steht im Mittelpunkt des Interesses

  • Seit Mitte 90er Jahre Thema "Zukunft des Ländlichen Raums" zunehmend in der öffentlichen Diskussion; Hintergrund: Europäisierung, Globalisierung, Zerfall des Ostblocks, EU-Osterweiterung.
  • Jüngste Beispiele:
    • Festveranstaltung anläßlich des 10-jährigen Bestehens des Instituts für Entwicklungsforschung im ländlichen Raum Ober- und Mittelfrankens&nbspe.V. zum Thema "Ländlicher Raum wohin?" (08.05.1998)
    • Festschrift der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum&nbspe.V., ebenfalls anläßlich ihres 10-jährigen Bestehens, unter dem Motto "Der Zukunft auf der Spur" (1998)
  • Diese Publikation "Der Zukunft auf die Spur" belegt die intensive öffentliche Diskussion, die Aktualität und Bedeutung des Themas
    • 27 Statements aus dem Blickwinkel renommierter Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie wichtiger Institutionen und Organisationen
    • Autoren reichen von Reinhold Bocklet, Josef&nbspDeimer, Franz Fischler, Willibaldüber Thomas Goppel, Siegfried Naser, Renatebis hin zu Gerd Sonnleitner, Walter Stoy und Heribert Thallmair
    • Grundtenor/Quintessenz der Statements: "Der ländliche Raum hat Zukunft!"

Ländlicher Raum - Aktivposten Bayerns

  • Bekenntnis zum ländlichen Raum nicht qua Amtes, sondern aus Überzeugung und persönlichem Erleben
  • Kind/Produkt des Ländlichen Raums (Steinbach a. Wald/Lkr. Kronach)
  • Ländlicher Raum ist die bestimmende Größe Bayerns:
    • Umfaßt rd. 85&nbsp% der Fläche
    • Hier leben rd. 60&nbsp% der bayerischen Bevölkerung, d.h. über 7&nbspMio. Menschen
  • Was der Ländliche Raum nicht ist:
    • Alles andere als ein bloßes "Anhängsel" von Verdichtungsräumen
    • Kein "Restraum" mit "Ausgleichsfunktion" für die Ballungszentren
    • Weit mehr als "land- und forstwirtschaftlich geprägte Nutzfläche"
    • Weit mehr als "Grüne Lunge mit ökologischen oder touristischen Funktionen"
    • alles andere als ein "Freilichtmuseeum", das fernab der Herausforderungen und Möglichkeiten unserer Zeit existiert
    • Hier herrscht keine "Grabesruhe"
  • Alte Ideologie von der "funktionsräumlichen Arbeitsteilung" offenkundig noch immer nicht ganz tot. Jüngstes Beispiel leiderdie Koalitionsvereinbarung der rot-grünen Bundesregierung.
    Ländlichen Raum nur als landwirtschaftlicher Produktionsraum angesprochen.
  • Was der Ländliche Raum für uns ist:
    • Ländlicher Raum hat als Wohn-, Wirtschafts-, Erholungs- und Ausgleichsraum lebenswichtige Aufgaben für die Gesellschaft
    • Er hat über Jahrhunderte hinweg das Erscheinungsbild, das Image und die Identität Bayerns geprägt
    • Er ist heute integrativer Bestandteil des modernen Bayern
    • Ländlicher Raum ist Aktivposten Bayerns, das Pfund mit dem es zu wuchern gilt
    • Der Ländliche Raum ist aus dem Stoff, aus dem die Zukunft gemacht wird.

 

Ländlicher Raum - bevorzugter Lebensraum des 21. Jahrhunderts

  • In Abänderung des mittelalterlichen Worts "Stadtluft macht frei"
    - heute: "Landluft macht zukunftsfähig"
  • Ländlicher Raum bietet viele Vorzüge, nach denen sich der heutige Mensch sehnt:
    • Naturnähe: Bezug zur Landschaft, anstatt Entfremdung von der Natur
    • Gute Nachbarschaft und angenehmes soziales Umfeld, anstatt Anonymität und Distanz
    • Zahlreiche Mitgestaltungsmöglichkeiten (Vereine, Gemeinderat etc.), anstatt Fremdbestimmung
  • Prognose des amerikanischen Zukunftsforschers John&nbspNaisbitt Ende der 70erin seinem Bestseller "Mega-Trends":
    "An der Schwelle zum dritten Jahrtausend wird das Leben auf dem Land die Lebensform der Zukunft sein"
  • Trendumkehr der innerbayerischen Wanderung
    • 60er/70er Jahre Gefahr der Abwanderung der jungen, qualifizierten Bevölkerung aus den peripher gelegenen ländlichen Gebieten
    • Gespenst vom "Ausbluten" nicht zu unrecht: 1972 kehrten z.B. per Saldo rd. 10.000 Menschen dem ländlichen Raum den Rücken
    • Besonders hart betroffen die Grenzland- und strukturschwachen Regionen (Unter-, Mittel- und Oberfranken, Oberpfalz, Niederbayern)
    • Seit Mitte der 80er Jahre "Landflucht" jedoch kein Thema mehr
    • Ländlicher Raum erfährt heute eine permanente Zuwanderung: Trendführer die Regionen Regensburg, Landshut, aber auch Oberfranken-West, Westmittelfranken; 1998 Wanderungsgewin ne von bis zu 2.900&nbspPersonen. Fördermaßnahmen der Staatsregie- rung erfolgreich
  • Spruch aus dem jüdischen Talmud:
    "Es gibt keinen Menschen, der nicht seine Zukunft hätte, und es gibt kein Ding, das nicht seine Stunde bekäme"
  • Ländlicher Raum hat seine Stunde bekommen: die bayerische Struktur- und Landesentwicklungspolitik haben aus dem Agrarland Bayern ohne soziale Brücke das moderne Bayern geschaffen: einen der besten, gesuchtesten Standorte von Wissenschaft, High-Tech und Dienstleistung in der Welt.
  • Entwicklung auch dem ländlichen Raum zugute gekommen. "Bayerische Weg" und bayerische "Politik für den ländlichen Raum" heute für viele Länder der Welt Beispiel und Zukunftshoffnung.
  • Markstein dieser Politik: 1970 Gründung des StMLU
    Gesamtschau von "Landesentwicklung und Umweltfragen"; seit 1992 mit UNO-Konferenz von Rio "Umwelt und Entwicklung" Leitmotiv einer modernen Politik der Nachhaltigkeit
  • Schwerpunkte der bayerischen Politik für den Ländlichen Raum:
    • Herstellung gleichwertiger (nicht gleichartiger) Lebens- und Arbeitsbedingungen
    • Konsequente Anwendung des landesplanerischen Erschließungs- und Vorhalteprinzips
    • Hoher Einsatz an staatlichen Förder- und Investitionsmittel
  • Fortschritt kostet Geld: Gemäß der landesplanerischen Entwicklungsprioritäten, im LEP verankert, haben Bund und insbesondere Land im Zeitraum 1973 bis 1996 beachtliche öffentliche Förder- und Investitionsmittel eingesetzt - pro Einwohner:
    • 24.200 DM für die Grenzland- und die überwiegend strukturschwachen Regionen
    • 17.600 DM für sonstige ländliche Regionen
    • aber nur 14.900 DM für Regionen mit großen Verdichtungsräumen
  • Diese Steuermittel überwiegend in den Verdichtungsräumen erwirtschaftet: Landesentwicklung heißt Solidarität der Räume.
  • Positive Bilanz
    • In Bayern ist der Ländliche Raum seit Jahrzehnten politischer Schwerpunkt der Staatsregierung
    • und klassisches Anliegen der Landesentwicklungspolitik
    • Die großen, gemeinsamen Anstrengungen haben Frucht getragen:

 

Neue Herausforderungen verlangen nach neuen Problemlösungen

  • "If you miss changes, sooner or later you will be missed" (wer die Bereitschaft zur Veränderung vermissen läßt, wird früher oder später selbst vermißt werden)
  • Diese pragmatische Lebensweisheit hat sich das StMLU zu eigen gemacht - ist damit sehr gut gefahren (im innerdeutschen wie europäischen Vergleich)
  • Nicht auf den Lorbeeren ausruhen! In der Neufassung des LEP (1994) wurden die notwendigen, zukunftsorientierten Weichenstellungen vorgenommen. Den Anliegen des Ländlichen Raumes mit den beiden neuen Leitlinien wurden Rechnung getragen
    • Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Bayerns bzw. seiner Teilräume nach außen und
    • Gewährleistung der Funktionsfähigkeit im Inneren
  • Anpassungsfähigkeit und Flexibilität der Landesentwicklung an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend zeigt sich auch an der Entwicklung neuer, sog. weicher Instrumente, die das klassische Instrumentarium (LEP, Regionalplan) nicht beschneiden, sondern synergistisch ergänzen:
    • Grenzüberschreitende Entwicklungskonzepte
    • Teilraumgutachten
    • Regionalmanagement
    • Regionalmarketing
  • Zwei neue Philosophieansätze
    • Philosophie der Planung von unten (bottom-up-Ansatz)
    • Philosophie des Agierens (anstelle des Reagierens)

"Exzellente Ausgangsposition für die weitere Entwicklung"

  • Politische Signale für die zukunftsorientierte Entwicklung des ländlichen Raums sind in Bayern eindeutig auf Grün gestellt
  • Ländlicher Raum kann, muß und wird sich auch im Informations- und Kommunikationszeitalter, das mit unglaublicher Rasanz auf uns zukommt, behaupten; ohne Verlust seiner spezifischen, sozialen und kulturellen Physiognomie und seiner natürlicher Lebensgrundlagen
  • Maßnahmenkatalog/Strategien für einen leistungs- und wettbewerbsfähigen Ländlichen Raum
    • Stärkung der Wirtschaftsstruktur (High-Tech-Offensive Bayern; flächendeckende Erschließung mit neuer IuK-Technologie: Datenautobahnen, Telezentren, Telemedizin etc.)
    • Schließung vorhandener Lücken im überregionalen Verkehrsnetz Oberfranken: Positiv = Entscheidung für A71/73; negativ = Ablehnung ICE Nürnberg/Erfurt.
    • Bedarfsgerechter Ausbau bestehender Fachhochschulen und Universitäten (d.h. auch "Kooperation und Vernetzung", Wissens- und Technologietransfer)
    • Ansiedlung anwendungsbezogener (außeruniversitärer) Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen
    • Stärkung des Weiterbildungsangebots (Qualifizierungsoffensive)
    • Sicherung und Entwicklung einer leistungsfähigen, umweltverträglichen Land- und Forstwirtschaft ("Herzstück" des Ländlichen Raumes)
    • Erhalt und Nutzung der natürlichen Lebensgrundlage (=&nbsp,das größte Kapital des Ländlichen Raumes")

 

Nachhaltige Politik für den ländlichen Raum

  • Seit "Rio": neues Leitbild von der nachhaltigen Entwicklung
  • Charakteristika:
    • Verantwortung für die Zukunft
    • Zusammenschau von Ökonomie, Ökologie und Sozialem
    • Verantwortung der gesamten Gesellschaft und Wirtschaft
  • Für bayerische Politik des ländlichen Raums:
    • Neues Leitbild keine grundlegende Wende,
    • sondern Bestätigung, Ermunterung, neuer Ansporn

 

Das Schiff "Ländlicher Raum" hält Kurs Richtung Zukunft

  • Metapher: Ländlicher Raum = Schiff
  • Für Binnenland Bayern zunächst nicht naheliegend, aber einprägsam und verständlich
  • Trotz rauher See (Globalisierung, Europäisierung) und Untiefen (EU- Förderkulisse, Förderpräferenz) hält das Schiff "Ländlicher Raum" unbeirrbar Kurs in Richtung Zukunft.
    • Sämtliche Segel sind gehißt
    • die Magazine voller zukunftsorientierter Ideen
    • die Matrosen engagiert bei der Arbeit
    • die Passagiere hoffnungsfroh
    • der Kapitän stolz auf sein Schiff und seine Mannschaft.
    • Zuversichtlich, daß das "blaue" bzw. "grüne Band" errungen wird.

Dem ländlichen Raum viel Glück und Erfolg auf dieser Reise zu neuen Horizonten

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