Die Pharma-Branche ist in gesunder Form


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Die Pharma-Branche ist in gesunder Form

 
10.07.06 12:00

Technische Analyse

Die Pharma-Branche ist in gesunder Form

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Vor dem Hintergrund der allgemein erwarteten Abschwächung der amerikanischen Konjunktur sowie leicht reduzierter Konjunkturerwartungen auch für Deutschland mit Blick auf 2007 bei gleichzeitig gestiegenen Kapitalmarktrenditen und weltweit steigenden Leitzinsen haben ausgewählte europäische Standardwerteindizes ihre Hausse-Trends der vergangenen drei Jahre zumindest zur Seite verlassen.

Derartige Marktphasen werden im Regelfall von einer ausgeprägten Aufspaltung bei der Kurstendenz der 18 Stoxx-Sektoren begleitet. Hierbei hat sich die technische Lage einiger defensiver Wachstumssektoren wie beispielsweise des Dow Jones Stoxx Healthcare und ausgewählter Pharmatitel verbessert. Roche und Sanofi-Aventis bieten dabei ein attraktives technisches Gesamtbild für neue Investments. Auch bei Bayer, die nach einer erfolgreichen Übernahme von Schering viel stärker mit anderen Pharmawerten verglichen werden sollte, ist die mittelfristige technische Gesamtlage noch intakt.

Roche: Defensiver technischer Kauf

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Der Schweizer Pharmariese Roche (Roche Holding Genußscheine, Isin: CH0012032048) gehörte in den achtziger und neunziger Jahren zu den technischen Marathonläufern unter den europäischen Standardwerten. Parallel zur Baisse an den internationalen Aktienmärkten steckte auch Roche in einer Baisse, so daß die technische Neubewertung eine mehrjährige Pause eingelegt hatte. Im Sommer 2003 kam Roche mit einem ersten Investmentkaufsignal aus dem Baisse-Trend heraus und etablierte einen neuen langfristigen Aufwärtstrend, der aktuell bei etwa 170 Schweizer Franken liegt. Mit Hilfe dieses Trends hatte die Aktie im vierten Quartal 2005 sogar die Widerstandszone um 190 Franken überwunden und neue Rekordhochs erreicht. Hierdurch deutete die Aktie die Wiederaufnahme der technischen Neubewertung an.

Jedoch war Roche - ausgehend von 208 Franken - seit dem Jahresanfang in eine mittelfristige, trendbestätigende Konsolidierung hineingelaufen, ohne daß der langfristige, seit über drei Jahren bestehende Aufwärtstrend zur Disposition stand. In den jüngsten Handelstagen ist Roche mit einem neuen Kaufsignal aus dieser mittelfristigen Konsolidierung herausgekommen, so daß sich der langfristige Aufwärtstrend und die technische Neubewertung fortsetzen sollten. Da die technische Gesamtlage bei Roche auf ein langfristiges technisches Etappenziel von 240 Franken hindeutet, ist die Aktie ein defensiver technischer (Zu-)Kauf. Trotz der guten technischen Gesamtlage sollte aber jede Roche-Position mit einem strategischen Sicherungsstopp bei 179 Franken belegt werden.

Sanofi-Aventis: An schwachen Tagen ein Zukauf

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Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis (Isin: FR0000120578), der in den vergangenen Jahren durch mehrere Fusionen entstanden ist, gehört aus technischer Sicht schon seit vielen Jahren zu den klassischen defensiven Investments unter den europäischen Standardwerten. Nach der technischen Neubewertung in den neunziger Jahren (Kursanstieg von Juni 1994 bis Dezember 2001 von 6,60 auf 86,50 Euro) steckte auch Sanofi-Aventis von Jahresanfang 2002 bis zum März 2003 in einer Baisse, die mit einem Kurstief bei etwa 42,40 Euro für eine Kurshalbierung gesorgt hat. Zwar startete die Aktie im März 2003 einen neuen langfristigen, moderaten Aufwärtstrend, der aktuell bei etwa 69 Euro liegt, jedoch stellt die Zeitperiode bis zum ersten Quartal 2005 eine langfristige technische Bodenformation mit einer Seitwärtspendelbewegung unterhalb der gestaffelten Widerstandszone von 58 bis 60 Euro dar.

Im Februar 2005 war Sanofi-Aventis mit einem Investmentkaufsignal nach oben angesprungen, wobei im Spätsommer 2005 der langfristige Aufwärtstrend von mehreren mittelfristigen trendbestätigenden Konsolidierungen unterbrochen wurde. Aktuell steckt Sanofi-Aventis wieder in einer Trading-Range (Unterstützung um 70 Euro; Widerstandszone um 80 Euro), wobei das zuletzt aufgetretene Trading-Kaufsignal erneut einen Test der Widerstandszone um 80 Euro andeutet. Da das langfristige technische Gesamtbild weiterhin auf ein Heranlaufen an die nächste Widerstandszone bei 86,50 Euro hindeutet, bleibt Sanofi-Aventis aus technischer Sicht besonders an schwachen Tagen ein Zukauf.

Bayer: Technische Halteposition

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Bayer (DE0005752000), die nach einer erfolgreichen Übernahme von Schering viel stärker mit anderen Pharmaunternehmen verglichen werden sollte, war in der Baisse kräftig unter Druck gekommen. Zwar bildete sich in den Jahren 2002 bis 2003 eine Bodenformation (langfristige Kopf-Schulter-Kaufformation) heraus, jedoch setzte sich erst nach dem Verlassen der mittelfristigen Konsolidierung im ersten Halbjahr 2004 eine langfristige Aufwärtsbewegung in Form eines fast idealtypischen Aufwärtstrendkanals (Kursanstieg von 19,70 auf 37,70 Euro) durch.

Seit dem Jahresanfang hat Bayer eine Seitwärtspendelbewegung herausgebildet, die von dem Unterstützungsbereich um 31,5 Euro und der gestaffelten Widerstandszone von 36,80 bis 37,70 Euro begrenzt wird. Aus technischer Sicht hat diese Range zunächst einen mittelfristigen trendbestätigenden Charakter nach oben, jedoch sollte eine Bayer-Position erst bei einem neuen Kaufsignal (Sprung über die Widerstandszone) ausgebaut werden. Solange dies nicht vorliegt, ist Bayer eine technische Halteposition mit einem strategischen Sicherungsstopp bei 31,00 Euro. Denn sollte Bayer aus der Trading-Range nach unten herausfallen, sollte aufgrund der dann vorliegenden mittelfristigen technischen Eintrübung auch reagiert werden.

Der Autor leitet das europäische Index-Research von Commerzbank Corporates & Markets.

Text: F.A.Z., 07.07.2006
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MaxGreen:

Ich zahle nächstes Jahr 0,5% Prozentpunkte mehr

 
10.07.06 12:28
für mein Krankenversicherung. Die Pharmafirmen haben ihre Preise durchgesetzt. Danke.
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