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So ganz verstehe ich nicht, warum die Aktion ausgerechnet jetzt durchgezogen wird. Ja, man sichert sich rechtzeitig Liquidität für weitere Jahre. Rechnet man mit weiter steigenden Zinsen und engeren Kapitalmärkten, die für weniger gut geratete Unternehmen künftig noch höhere Spreads verlangen?
Dabei befindet sich SGL doch im Aufwind, trotz des miserablen Umfelds. Und durch die vorzeitige Rückzahlung von 100 Mio. erhöht sich der Zinsaufwand für die nächsten 12 Monate um mindestens 2,25 Mio. Euro.
dass der Aktienkurs höher steigt, dann darf man doch nicht jetzt Aktien mit einem "billigen" Wandlungspreis anbieten! Dann könnte man doch noch ein halbes Jahr oder länger warten und dann eine neue WA mit höherem Wandlungskurs anbieten. Warum man das jetzt macht, darüber hatte ich ja schon spekuliert.
Ich glaube auch nicht, dass man sich eine spätere Wandlung unbedingt wünscht, sondern über dieses Vehikel einen etwas günstigeren Zins erwartet als bei einer reinen Festzinsemission. Sollte später gewandelt werden - gut für die Firma, nicht so gut für die Aktionäre.
die neue WA im Vergleich zur alten ist, sieht man an der Stückzahl der Aktien, die wandelbar sind; nämlich bei beiden Anleihen gut 12 Mio. Stück. In 2018 konnte man aber damit noch 160 Mio. erlösen; heute "nur" 100 Mio. Euro.
Es tut mir leid, aber ich kann deiner Logik nicht danz folgen. Du schreibst, man will keine Verwässerung (zu 13 Euro das Stück?) und begibt deswegen eine neue Anleihe, bei der die Wandlung zu -sagen wir- 8,20 Euro doch viel wahrscheinlicher wird und derselbe Verwässerungseffekt eintritt?
eine Verwässerung bei einem Kurs von 13 Euro wäre ein Problem, bei 8,20 Euro aber nicht?
deine Überlegungen verstanden...:-)
Ich teile sie allerdings nicht. Ich glaube, die Firma wäre ganz happy, wenn sie Aktien zu 13 Euro platzieren könnte. Ich glaube, die Platzierung hat andere Gründe (siehe mein 3552).
Wenn der Vorstand von SGL glaubt, die Aktie liegt in einem Jahr über 13 Euro, ist eine Platzierung heute zu gut 8 Euro dann nicht aktionärsschädigend???
lange über Verwässerungseffekte diskutieren; Tatsache ist, dass SGL ausgerechnet in einer sehr schwachen Börsenphase diesen Umtausch (der bei gleicher Aktienstückzahl sowohl f.d. alte wie die neue WA nicht verwässernd wäre) raushaut und den Kurs auf Talfahrt schickt.
Die Vorstandsbeschlüsse kenne ich nicht, aber was anderes soll in dem neuen stehen als das man mit der neuen die alte WA tilgen will? Das sagt doch auch die ad hoc-Meldung.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Verfall am Freitag mit dem heutigen Kurseinbrtuch bei SGL zu tun hat. Ich kann mir eher vorstellen, dass ein paar Big Boys den Kurs unten halten, um einen günstigen Wandlungspreis zu erzielen. Deswegen hatte ich die Aktie heute gekauft.
Und wenn die Welt nicht doch jetzt schon untergeht, müsste der Titel nach der Bepreisung wieder nach oben gehen...hoffe ich..:-)
Prognoseerhöhung erinnert sich heute offenbar niemand mehr. Die Anhebung des Ebitda um rund 30% von 130 Mio. Minimum auf 170 Mio. Minimum ist keine Kleinigkeit.
Und die Meldung ist erst eine Woche alt...
wenn die Inhaber der alten WA ihre Bestände gar nicht andienen? Schließlich zahlt das Papier 3% für ein Jahr Restlaufzeit...
Oder hat SGL die Instis längst angesprochen und sind die es, die "alt" in "neu" tauschen zu -aus deren Sicht- viel besseren Bedingungen?
Was könnte der Grund sein, abgesehen vom schwachen Gesamtmarkt? Dazu folgende Überlegung:
Die WA wird ausschließlich bei Institutionellen platziert. Die müssen bestimmte Regeln beachten. Sie müssen z.B. Limite vorhalten für die Emittenten (hier: SGL), deren Titel sie in Bestand haben wollen. Wurde ein bestehendes Limit für WA (wohl eher selten) bisher nicht oder kaum genutzt, kann man problemlos kaufen. Auch für die Gattung "Wandelanleihe" muss es extra Beschlüsse und Limite geben sowie ein Gesamtlimit, z.B. inklusive Aktien für den jeweiligen Emittenten.
Da die alte Wandelanleihe ja noch mit über 120 Mio. Euro in Umlauf sind, dürften auch die entsprechenden Limite aktuell belastet bzw. voll ausgenutzt sein. Um die neue WA kaufen zu können, muss man entweder die Limite weiter erhöhen (was bei dieser Marktlage gerade dem jeweiligen Risikocontrolling schwerfallen dürfte), oder ein anderes Teillimit, z.B. für SGL-Aktien entsprechend senken. Diese Absenkung führt dann im Zweifel zum Abbau, sprich Verkauf der Aktien.
Die Umsätze auf Xetra sind heute viel höher als im Durchschnitt und deuten auf diese Abgaben hin. Dass Shorties da gern draufspringen, versteht sich.
die alte WA als "Privatperson" nicht bei meinem Broker kaufen können. Ich vermute, auch die neue WA ist nur für "professionelle Anleger" und "geeignete Gegenparteien" zugelassen.
in diesem Umfeld wäre sicher nur zu miesen Kursen unterzubringen gewesen. Man darf schon fragen, wie denn die mittelfristige Finanzplanung bei SGL aussieht. Wenn man denn absehbar Geld braucht, warum hat man das sehr niedrige Zinsniveau und die allgemein noch gute Stimmung an den Kapitalmärkten Anfang des Jahres für eine schlichte Schuldverschreibung nicht genutzt? Ich weiß, hinterher ist man immer schlauer, aber die letzte Anleihe wurde 2019 begeben...
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